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Was in einen Sonntag so alles reinpasst…!

geschrieben von: Edith Schillinger - am 9. März 2010
Edith Schillinger

Samstags hat sie ihren freien Tag, denn da ist großer Anreisetag. Keine Spur von Yvonne, der Kinderanimateurin im Familienresort Gut Wenghof im salzburgerischen Werfenweng. Planlos laufen einige Kinder durch die Lobby, auf der Suche nach ihr - vergeblich. Aber am Sonntagvormittag, da treffen wir sie im Kinderclub: „Hallo, ich bin Yvi. Yvi wie Kiwi.” Ja, so merkt man sich den Namen leicht - und damit entlockt sie Gregor schon mal den ersten Schmunzler. Und viele weitere folgen, denn Yvi hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und versteht es, die Kinder mit ihrer guten Laune anzustecken.

Astrid und ihr Papa ziehen bestimmt schon die ersten Spuren im Schnee, während Gregor und ich uns noch ein wenig im Hotel umsehen, bevor wir uns ebenfalls die Schi anschnallen. Wir starten also bei Yvi im Kinderclub mit einer Runde Riesen-Mensch-ärgere-dich-nicht, Mini-Tischfussball und „Lotti Karotti”. Dann testen wir sämtliche Hotelsofas, an denen wir vorbeikommen und küren die große Couch im Wintergarten mit der hohen geflochtenen Lehne und ihren superweichen Polstern zur absolut bequemsten. Eigentlich mag ich gar nicht mehr aufstehen, wenn da nicht der Duft des Mittagsessens durchs Hotel ziehen würde. Die Spargelcremesuppe schmeckt wunderbar, da hol ich mir einen kleinen Nachschlag - das reicht aber auch schon wieder nach dem üppigen Buffet-Frühstück grad mal drei Stunden zuvor.

Jetzt aber raus mit uns, und mittenrein ins überschaubare Familien-Schigebiet Werfenweng. Die Fahrt im Schibus, der nur einige Schritte vor dem Hotel hält, dauert gerade mal geschätzte zwei Minuten und schon sitzen wir in der Gondel hinauf auf die Bischlinghöhe auf 1834 m Seehöhe. Und siehe da: ein paar Meter oberhalb der Bergstation lockt ein richtiges Gipfelkreuz - das erste, das ich gemeinsam mit meinem Sohn erklimme! Und hier oben offenbart sich uns bei Sonnenschein ein Traum von einem 360°-Panorama-Bergblick, mit dem Hohen Dachstein samt abgebröckelter Bischofsmütze als wunderschönem Eyecatcher. In der Zwischenzeit haben die beiden anderen die Schipisten für uns abgecheckt und eine kleine Sprungschanze auf dem Ladenberg entdeckt, bei der wir immer wieder vorbeischauen.

Viel Zeit zum Schifahren bleibt allerdings nicht, denn um 16 Uhr wollen wir zurück im Hotel sein - da treffen wir wieder auf Yvi, die im Hotel auch das Kreativ-Programm betreut. Astrid und ich versuchen uns im Nadelfilzen und mittels unzähliger Stiche entsteht unter unseren Händen rasch ein hübsches, weiches Schneckenhaus. Gerade, als unser Werkstück vollendet ist, holen meine zwei Jungs Astrid zum Schwimmen ab und Gregor wünscht sich auch etwas aus Filz. Also filze ich ihm noch alleine ein süßes Herzerl, bevor ich zu einem Spaziergang rund um das Hotel aufbreche.

Gut Wenghof family resortDabei überrasche ich die Kids und ihren Daddy im beheizten Außenpool. Im Innenbecken war es ihnen zu heiß. Heraußen - und das kann man wörtlich nehmen - haben sie Platz zum Toben, denn meine drei Hartgesottenen schrecken nicht davor zurück, das warme Wasser zu verlassen, um sich kurz im Schnee zu wälzen. Das härtet hoffentlich ab!

Gesäumt wird der runde Außenpool von mehreren Hotelzubauten, die das einstige Stammhaus zum heutigen Gut Wenghof anwachsen ließen. Die verschiedenen Trakte machen zwar das Zurechtfinden im Inneren nicht immer leicht (vor allem der Gepäckmarsch vom Auto zum Zimmer wurde zum Spießrutenlauf), aber von außen ist von den baulichen Entwicklungen kaum etwas zu bemerken, recht harmonisch und in sich geschlossen wirkt das Hotel insgesamt. Vor dem Hoteleingang liegt der Dorfplatz - im Sommer bestimmt ein angenehmer Treffpunkt, denn hier kann man sich dann diverse Elektrofahrzeuge leihen und auf diese Weise umweltbewusst das Umland erkunden. Der Ort Werfenweng gilt generell als einer der Vorreiter in Sachen ÖKO-Tourismus. Schon seit rund 10 Jahren wird hier unter dem Schlagwort SAMO (Sanfte Mobilität) den Gästen ans Herz gelegt, Urlaub vom eigenen Auto zu machen.

Beim Abendessen ist hingegen von Entschleunigung nichts zu bemerken, denn da wird’s plötzlich stressig. Wir haben es natürlich nicht pünktlich um 18 Uhr ins Restaurant geschafft, aber um 18.30 Uhr wäre doch schon Kinderkino! „Ice Age” wollen sich die Kids natürlich nicht entgehen lassen. Und hoppla, kaum sind die beiden vor der Leinwand im Kinderclub geparkt, bleibt auf einmal Zeit für ein Gläschen Wein in trauter Zweisamkeit - wie ungewohnt!

Doch nach einer Dreiviertelstunde sind die Süßen wieder da. „Den Film schauen wir später weiter, jetzt ist Kinderdisco!”, verkünden sie und zerren uns in die Hotelhalle zur Bühne. Eine halbe Stunde lang wird nun das Haus gerockt, denn unter Yvis lautstarker und animierender Anleitung wird getanzt und gesprungen, geshakt und gesungen, in einem fort. Und ich muss sagen - das ist so ziemlich die beste Kinderdisco, die ich bisher erlebt habe. Spitze dran ist nämlich auch, dass das Spektakel nach dem letzten „Disco-Feger” nicht abrupt abreißt, sondern mit einem Kuschellied endet, bei dem sich in Mamas oder Papas Armen die gerade noch tanzwütigen Hühner in verschmuste Küken zurück verwandeln. So lässt sich das Zu-Bett-Bringen wesentlich leichter bewerkstelligen, als mit einem aufgedrehtem Turbokind.

Nur noch rasch das Ende von „Ice Age” nachgeholt, dann wartet schließlich wirklich das Bett - ich korrigiere: das Stockbett auf die Kids. Sie haben ihre wahre Freude dran. Gestern war Astrid dran, heute darf sogar Gregor oben schlafen, denn es ist tatsächlich genügend gesichert, dass ich auch mein strampelfreudiges Söhnchen gut aufgehoben weiß. Und schöne Träume scheinen nach diesem aufregenden Tag ohnehin garantiert.

Klopapier statt Klamotten

geschrieben von: Edith Schillinger - am 6. Februar 2010
Edith Schillinger

1. ein schneesicheres, variantenreiches Schigebiet
2. eine gute Schischule
3. ein leistbares Appartement in Liftnähe

… das waren die drei Haupt-Suchkriterien, nach denen wir den heurigen Schiurlaub ausgelotet haben. Das Ergebnis unserer Suche: 1. Obertauern / 2. Schischule Grillitsch & Partner / 3. Appartementhaus Schmeisser.
Inzwischen neigt sich die Urlaubswoche ihrem Ende zu und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen: 

ad 1.
Über Schneemangel können wir uns im Schneeloch Obertauern nicht beklagen, kam er doch mehrmals in dieser Woche sogar waagrecht daher, als ihn uns der Wind ins Gesicht blies. Aber ich will mich nicht beschweren, dem Wind gelang es schließlich manchmal auch, die Wolken zu vertreiben und der Sonne einen grandiosen Auftritt zu ermöglichen.
Abwechslungsreich wie das Wetter ist auch das Schigebiet selbst, denn in Bezug auf Pistenauswahl lässt Obertauern keinen Wunsch offen: vom Anfängerhügelchen bis zu zahlreichen anspruchsvollen Tiefschneehängen und Buckelpisten findet man durchgehend alle Schwierigkeitsgrade. 

ad 2.
Sonntag beim Vorfahren für die Gruppeneinteilung der Schischule: Astrid stürzt beim Seilzuglift, legt sich bei den vier flachen Bogerln auch nicht wahnsinnig ins Zeug und dennoch entgeht dem Schilehrer nicht, dass sie derart sicher auf den Schiern steht, dass sie sogar zu den „Champions” darf. Das nenne ich ein geschultes Auge!!! Und die Gruppe hat tatsächlich gepasst - gemeinsam mit lauter 9-12jährigen hat meine 7jährige bravourös zwischen Buckeln und im hüfthohen Tiefschnee mitgehalten und es noch dazu ziemlich cool gefunden.
Auch Gregor hat es mit seinem gutgelaunten Schilehrer super erwischt und sich in dieser Woche vom Schneepflug-Fahren verabschiedet. 

Einer Premiere fieberte die Schischule am Dienstag entgegen, denn da fand erstmals ein abendliches Kinderfest statt, bei dem die einzelnen Gruppen als Hauptakteure agierten. Der enorme Organisationsaufwand machte sich bezahlt, denn die Eltern wurden mit großartigen schifahrerischen bzw. komödiantischen Einlagen ihrer Sprösslinge und die Kids selbst mit einem Feuerwerk über ihren staunenden Köpfen belohnt. Auch der Anblick der unzähligen bunten Ballons, die die Schischulkinder gleichzeitig steigen ließen, ging ans Herz. Zum Glück konnte sich schließlich auch Gregor von seinem Ballon trennen und entließ ihn in den nächtlichen Himmel. 

ad 3.
Wir sind zwar keine Appartement-Neulinge, aber in solche Verlegenheit kamen wir noch nie: In der Haus-Beschreibung wurde zwar auf die Möglichkeit hingewiesen, auf geborgtes Bettzeug aufzuzahlen, aber dass auch keine Handtücher im Zimmer vorhanden waren, stellte sich erst bei Ankunft heraus - da waren wir wohl ein bisschen zu blauäugig unterwegs. Und als nach ein paar Tagen der ohnehin bescheidene Vorrat an WC-Papier zur Neige ging und ich den Vermieter um Nachschub bat, meinte er, das sei ebenfalls selbst beizusteuern. Beim nächsten Mal sind wir also schlauer und packen mehr Klopapier statt Klamotten in die Koffer, denn Gewand habe ich ohnehin schon wieder viel zu viel mitgenommen. Dennoch hat uns die Top-Lage direkt an der Piste und das tolle Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt und seit heute Abend ist fix:
Wir sind nächstes Jahr wieder hier -  im gleichen Appartement, in der gleichen Schischule, im gleichen Schigebiet.

Vulkanausbrüche, James Bond oder doch lieber Indiana Jones

geschrieben von: doalittle - am 8. Dezember 2009
doalittle

VulcaninoDas Feeling hier im Vulcanino in Köstendorf ist einfach sensationell und für mich vollkommen neu. Spycams ermöglichen mir gerade das Treiben meiner Kinder neben einer Tasse Cappucino zu geniessen. Wer hätte sich das gedacht, dass dieses Wochenende zu Beginn der Adventzeit so entspannend für mich werden wird. Gestern abend habe ich sogar mit den Kindern gemeinsam den Wellnessbereich erkunden können. Ein paar traumhafte Aufgüsse haben wir erlebt und ich konnte meinen Kindern die Geheimnisse meines Vaters zu einem gelungenen Saunabesuch verraten. Der Kleine hat auch gleich die Kunst im Trockentraining ausprobieren müssen.

Heute war ich regelrecht überrascht, wie viele aktive Väter ich zu Gesicht bekommen habe - he Mädl’s, es gibt sie und sie haben riesig viel Spass mit ihren Kindern hier. Eine Vision? Keine Hirngespinste!
Die Vision hat Träume gefüllt und mit einer Menge Hilfe, Zuversicht und Selbstvertrauen hat Andreas S. diese in die Wirklichkeit umgesetzt.

Meine Kinder haben natürlich sofort die Trampoline und Design-Luftburgen erkundet und wer hätte sich das gedacht, dass meine Älteste vor allem an den Riesen-Dreirädern Spass hat. Es gibt hier jede Menge Laufräder und Dreiräder. Und der Kleinkinderspielbereich ist so abgeschirmt, dass die Kleinsten geschützt toben können. Anfangs habe ich mich nicht in das Labyrinth gewagt, aber dann haben mich die Kleinen an der Hand kurzerhand hineingezogen und schon war ich in einer anderen Welt. Ich war erstaunt über die Entdeckerfreude in mir und den Kindern und die vielen Möglichkeiten. Belohnt wurden wir als wir zu viert nebeneinander eine Riesenrutsche hinunterfetzen konnten. Da muß man einfach kreischen. Gleich darauf wollte mein Sohn wissen, wie man Airhockey spielt und Lisa forderte mich beim Tischtennis heraus…

Inzwischen sitze ich gemütlich und zufrieden auf einer Art Aussichtsterasse mit einem Gläschen Prosseco und geniesse den Anblick der herumtobenden Kinder. Egal ob Business-Mum oder gestresste Windelmama, hier kann man mal richtig Auszeit nehmen. Das wird auch dem Namen der Erlebnisgastronomie vollkommen gerecht. Jedes Mal, wenn ich denke ich habe die Kinder aus den Augen verloren, entdecke ich sie wieder an einer neuen Stelle und das Glück strahlt förmlich aus Ihren Augen. Sie sind so voller Energie und Enthusiasmus und vor allem nicht zu bremsen. Um sich ein Bild davon machen zu können, bleibt einem nichts anderes übrig, als hier persönlich vorbeizusehen und so viele Kinder wie möglich mitzunehmen.

Jetzt geniesse ich mal die Ruhe und brauche kein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich als vierfache alleinerziehende Mutter meiner Aufsichtspflicht nachkomme. Und allein zwei Übernachtungen reichen, damit die Kinder dies als wahren Urlaub erleben.
Tatsächlich kann man das Vulcanino auch zum Haus der Begegnung zählen. Wenn einer entspannt und ruhig wirkt, kann das selbst mit Kindern sehr anziehend wirken. Und wer weiß, welche neuen Freundschaften hier geschlossen werden. Was mir persönlich besonders gut gefällt, ist, dass das Kind im Erwachsenen zum Leben erweckt wird und wir auf spielerische Art und Weise mit den Kindern in Kontakt treten.
Im ersten Moment wußte ich nicht mit der Atmosphäre umzugehen. Nun aber bin ich verwundert. Der größte Unterschied zu anderen Freizeiteinrichtungen ist, dass Mutter, Vater, Onkel, Tanten, Großeltern oder gar ein Geschwisterchen dazu eingeladen sind mit den Kleineren Ängste zu überwinden, Spass zu haben und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Da kann ich z.B. beobachten, wie Väter mit Ihren Kindern das Wahrzeichen, den Vulkan erklimmen oder die Mütter mit Ihren Kindern die Riesenrutsche runterfetzen. Meine Kleinen hatten riesen Spass mich mit Softbällen abzuschiessen - wow - das hat Spass gemacht und schreit nach Wiederholungen.
In jedem Fall sind alle beim Verlassen glücklich erschöpft.

Gemütliche Sofas laden zum Kuscheln, Lümmeln, Zeitung lesen oder gar wichtigen Erledigungen am Netbook ein, wie ich es gerade mache. Was v.a. auffällt, ist, dass es besonders Mehrkindfamilien anzusprechen scheint, da die Preise hier einem sehr entgegenkommen. Was für ein Trost, wenn man als Großfamilie nicht so tief ins Börsel greifen muss. In jedem Fall werden wir sobald die Spongebob-Suite fertig ist, nochmals über ein Wochenende herkommen.

Und wenn im Frühjahr der Aussenbereich eröffnet wird, sind wir schon gespannt auf das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit zwischen Andreas und den vielen Kindern. Meine Kinder hoffen auf viel Matsch, Wasserspielen, Goldgräberstimmung und Schatzsuche. Wenn das nicht tolle Aussichten sind ;-)

Engel in weiß oder doch bunt und glitzernd

geschrieben von: doalittle - am 13. November 2009
doalittle

Ach ja, Engel - das verbinden wir doch alle mit unserer Kindheit. Manche kennen sie sogar, ohne Flügel - aber sie sind da und allgegenwärtig. Gut, ich bin gerade sehr beeinflusst, von Robbie Williams Comeback einem Buch von Cecelia Ahern “Zwischen Himmel und Liebe” und natürlich der Vorbereitung auf die Erstkommunion meines kleinen Mädchens.

Aber wer hat nicht von Engeln geträumt, ein Schutzengerl herbeigesehnt. In der Winterzeit erinnern wir uns wieder vielfach daran und die wunderbare Schneelandschaft verbinde ich immer mit eindrucksvollen Erlebnissen. Sobald der erste Schnee vorsichtig den Erdboden zudeckt und eine stabile flaumige Hülle darauf liegen bleibt, werfen sich meine Kleinen hinein, strecken Arme und Beine aus und formen Engelsfiguren. Ganz besonders toll sind sie von einem Balkon aus zu betrachten und ich geniesse es sehr. Vor ein paar Tagen hat mein älterer Sohn bereits stolz seinen ersten Schneemann gebaut. Dieser hat eine beachtliche Größe von 12 cm erreicht! Wer bietet mehr ;-) Wenn ich dann noch einen wohlig warmen und duftenden Punsch in Händen halte und das Knistern des Holzes in der Feurschale wahrnehme und meinen Geschmackssinn wieder auf die vorweihnachtliche Zeit sensibilisieren kann, dann meine ich bereits die Nähe der Engel wahrzunehmen. Das Liebste ist mir am verschneiten Winter die Sanftheit der Natur. Alles ist gedämpft, wirkt sauber und strahlt eine gewisse Ruhe aus. Es muss nicht einmal die Sonne dazu scheinen und auch eine empfindliche Kälte ist bei einer entsprechend dicken Schneedecke, vorzugsweise Neuschnee, zu ertragen und lädt zum Verweilen im Freien ein.

Meistens erwische ich mich mit den Kindern dabei, dass wir sehr spät, wenn schon lange die Dunkelheit eingebrochen ist, den Einkehrschwung Nachhaus schaffen. Total erschöpft, aber mit rosigen Wangen, freuen wir uns dann auf eine gut bürgerliche österreichische Küche und schaffen es dann gerade noch ins Bett. Manchmal schlafen wir mitten in der Zeile einer GuteNachtGeschichte friedlich zusammen kuschelnd ein.

So und nun wißt ihr, warum ich gerade Angebote für einen solchen Winterurlaub einhole. Weihnachten werden wir daheim im gewohnten Ritual und im Kreise der Familie verbringen, aber danach sehnen wir uns schon nach den oben beschriebenen Erlebnissen. Nachdem man diese in der Nähe einer Großstadt nur schwer findet, juhuuuu, ab in die tief verschneite österreichische Bergwelt. Ich bin schon neugierig, wohin es uns dieses Jahr verschlagen wird.

Das einzige was ich mir noch wünsche: Einen Engel, welcher mich mit den Kindern begleitet, mit uns die Freude teilt und die Nähe, Sicherheit und Wärme schenkt. Diese Dinge fehlen mir derzeit so sehr und ich brauche sie dringend als Kraftquelle für das neue Jahr.

Familien-Skiurlaub in Kärnten

geschrieben von: Freigeist - am 22. Oktober 2009
Freigeist

Freunde von uns schwören ja schon seit Jahren auf Kärnten im Winter. Wir haben unseren Skiurlaub in Österreich bisher immer nördlich des Alpenhauptkammes verbracht, denn uns war das südlichste Bundesland bezüglich der Schneesicherheit ehrlich gesagt zu unsicher. Doch für den heurigen Skiurlaub haben wir umdisponiert und suchen uns nun auch ein Hotel in Kärnten. Denn durch die modernen Beschneiungsanlagen, die eine Schneegarantie bis ins Frühjahr hinein versprechen, ist uns unser Gegenargument abhanden gekommen. Außerdem wandelten wir uns durch unsere Kinder (vielleicht hat es auch etwas mit dem Alter zu tun?) von rasanten Pistenflitzern zu gemütlichen Genuss-Schifahrern, die sich auch gerne mal die Sonne auf den Overall (oder die Schicht darunter) scheinen lassen. Und da wären wir im sonnenverwöhnten Kärnten ja bestens aufgehoben.

Nun stellt sich also die Frage, wohin mit uns? Bezüglich Schigebiet haben wir drei Hauptkriterien: es soll kinderfreundlich sein, aber auch möglichst alle Pisten-Schwierigkeitsgrade und damit eine gewisse Auswahl an Pisten aufweisen, damit uns Eltern - während sich der Nachwuchs im Skikurs vergnügt - auch nicht langweilig wird. Nachdem wir uns einen ersten Überblick verschaffen konnten, haben wir die Auswahl auf die beiden Schigebiete Katschberg bzw. Nassfeld-Hermagor eingegrenzt.

Jetzt heißt es, eine geeignete Unterkunft zu finden, wobei uns hier wiederum wichtig ist, dass wir die Skier nicht allzu weit bis zur nächsten Gondel schleppen müssen. Und dabei sind uns die Falkensteiner Hotels ins Auge gestochen, mit denen wir schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben (mehr dazu ein andermal). Ein Hotel in Nassfeld fällt besonders auf: das Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia, das optimal neben der Seilbahn-Talstation liegt und ein Erlebnis für alle Sinne verspricht. Während das Carinzia also zweifellos als Wellness-Tempel zu bezeichnen ist, dürften die beiden Falkensteiner Hotels am Katschberg noch etwas familienfreundlicher ausgerichtet sein: Sowohl das Hotel Cristallo als auch der Club Funimation Katschberg bieten viele Annehmlichkeiten für Kinder und die Lage mitten im Skigebiet ist auch ideal. Die Entscheidung zwischen diesen beiden Häusern steht noch aus. Auf jeden Fall freuen wir uns schon recht auf einen Familien-Skiurlaub im sonnigen Kärnten!

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Katschberg - Winterurlaub in Kärnten

Familienhotel Cristallo am Katschberg

Dieser Beitrag wurde euch von Falkensteiner FMTG - Falkensteiner Michaeler Tourism Group empfohlen.

Widersprüche und Ängste

geschrieben von: doalittle - am 24. Juli 2009
doalittle

Was mache ich hier? Das waren meine ersten Gedanken auf der Insel. Alle haben mir zu der Reise geraten und immer wieder habe ich über die Richtigkeit meiner Entscheidung nachdenken müssen.

Ich denke, dass es vielen Müttern so beim „Ersten Mal“ geht.

Die Gedanken kreisen und wir schwanken zwischen Glücksgefühl und schlechtem Gewissen.

In meinem Falle ging es darum eine Reise alleine anzutreten. Und unter – allein - verstehe ich wirklich allein. Ich bin ohne Kinder und ohne Begleitung, weder Partner noch Freundin zu einem mir unbekannten Ort in den frühen Morgenstunden aufgebrochen. Am Flughafen habe ich so manchen gesehen und mich gefragt, ob sie das gleiche Ziel verfolgen wie ich. Die Abreise konnte ich noch nicht wirklich geniesen.

Am Schlimmsten war der Abschied von den Kindern. Gott sei Dank haben sie geschlafen, denn sonst hätte ich die zerreisenden Gefühle nicht überstanden. Als ich dann nach der Landung endlich die Meeresluft erschnuppern durfte, war es um mich geschehen. Ich war vom Zauber, dem Türkis, der angenehm feuchten Brise im Gesicht, dem Salzgeschmack auf der Zunge und dem Duft nach viel mehr von Allem gefangen. Und in der Fähre war es endgültig um mich geschehen. Begonnen hat diese sehr ruhig, aber dann nahm die Windstärke zu und somit der Wellengang und ich lies mich vom Rhythmus der Wogen leiten. Es fand eine Verschmelzung des Rhythmuses der Wellen, des Schiffes, meiner selbst und der Musik in meinem Kopf statt. Es war ein Wiederfinden im wiederkehrenden wohligen Gefühl der Gleichmäßigkeit in all dem Chaos, das uns sonst umgibt und gefangen hält.

Auf der Insel haben sich dann noch viel mehr solcher Momente ergeben und erfahren wie sehr wir mit der Natur und den Ereignissen verbunden sind. Die Wechselwirkung hat sich verstärkt und sollte noch lange nach der Rückkehr anhalten. Es ist eine Art Trance ohne notwendiger Zuführung chemischer Präparate. Die Natur hat dafür gesorgt, dass diese Hormone in unserem Körper zum passenden Zeitpunkt und in der richtigen Menge ausgeschüttet werden. Wir müssen offensichtlich diesen Zustand nur erkennen, wahrnehmen, akzeptieren und zu guter letzt zulassen.

Fest steht, dass ich den Entschluß zu einer solchen Reise wiederholen werde!

Sommer Sonne Sandstrand Steine Schmetterlinge

geschrieben von: doalittle - am 17. Juli 2009
doalittle

Es gibt so viele schöne Wörter, welche mir in meiner Vorfreude in den Sinn kommen. Als Mutter gönnt man sich nicht sehr oft etwas. Und selber bin ich erschrocken bei dem Gedanken, wie lange es her ist, dass ich das letzte Mal alleine auf Urlaub war. Allein - was für ein Wort? Als 4-fache Mutter ist man so gut wie nie allein und Genuss kommt mir da sehr selten in den Sinn. Aber während ihr diese Zeilen lest, habe ich bereits die ersten Tage bewusst ohne meine Kinder erlebt - auf einer Insel im Süden. Und vielleicht zu mir selbst gefunden …

Manchmal fühle ich mich zurückversetzt in eine Zeit als ich noch 20 Jahre jünger war. Viele Dinge erlebe und mache ich, welche mir in den letzten beiden Jahrzehnten vorenthalten geblieben sind, aber auch nicht wirklich vermisst habe. Offensichtlich erleben wir eine persönliche Weiterentwicklung, wenn die Kinder aus dem Gröbsten sind. Oder bin ich mitten in einer Midlife-crises, so kurz vor meinem runden Geburtstag?

Ich möchte wieder schöne Dinge erleben, Neues erfahren, Schmetterlinge im Bauch fühlen und Steine sammeln. Vielleicht wieder so unbeschwerte Zeiten erleben, wie wir es als Kinder getan haben - vom Herzen lachen, sich an der Musik erfreuen und einen schönen Sonnenuntergang erleben oder einfach nur den warmen Sand am Körper wahrnehmen und die Zehen darin vergraben.

Und dann kommt der Gedanke - WAS NUN? - wie soll das Leben weitergehen?

Wer bin ich? Was kann ich? Wer will ich sein? Was will ich und was will ich auf keinen Fall?

Offensichtlich benötigen wir diese Phasen um uns für diese Fragen bewusst Zeit zu nehmen und oft gehen wir diesen Fragen sicher gerne aus dem Weg. Denn die Antworten sind manchmal vielleicht nicht angenehm oder verunsichern uns. Es sind gewisse Dinge notwendig dazu zu tun und jeder neue Schritt bedeutet eine gewisse Unsicherheit und ein Weg ins Ungewisse? So muss es kleinen Kindern auch gehen, wenn sie krabbeln oder gehen lernen und neue Erfahrungen sammeln. Der Weg ist uneben und beschwerlich, kostet Kraft und Zeit und ist sowohl mit Jubel und Glücksmomenten als auch mit Schmerzen verbunden. Aber es geht immer weiter …

Reif für die Insel?

geschrieben von: doalittle - am 12. Juni 2009
doalittle

Was für ein deprimierender Morgen! Normalerweise stehe ich fröhlich auf und frühstücke gerne mit den Kindern, gebe Ihnen liebevoll ein Bussi auf die Wange und winke Ihnen noch auf dem Schulweg nach. Dann fahre ich frisch und munter voller Vorfreude zum Kindergarten, um dem Kleinen noch einen schönen Tag mit seinen Freunden zu wünschen und kann es kaum erwarten im Büro einen Kaffee zu meinem Arbeitsplatz zu nehmen und gemütlich die email’s zu checken. Heute nicht!

Ich bin kaum aus den Federn gekommen. Den Kindern habe ich ein Joghurt bzw. eine Banane in die Hand gesteckt. Beim Verlassen des Hauses habe ich jedem noch ein paar Hinweise nachgerufen, wo wir uns nach der Schule treffen – ist ja nicht immer gleich. Daraufhin habe ich mich und meinen Kleinsten angezogen, die sieben Sachen gepackt und auf den Weg gemacht. Der Kleine hat sich schon riesig auf seinen Wandertag gefreut und voller Freude den Mickey Maus Rucksack am Rücken festgehalten und gemeint: „Bin ich schön, Mama“ - ??? – das war jetzt aber nicht meine Tochter, oder – „Natürlich mein Kleiner“ und versuche ihm ein Lächeln zu schenken. Dann sagt er: „Mama, mir tut’s da weh“ und zeigt auf seine Brust oder doch seinen Hals. Schock! Lungenentzündung, schon wieder? Nein, ich bin schon hysterisch. Ein Griff auf die Stirn. Schnellcheck: nein, Fieber dürfte er keines haben. Also nochmals fragen: „Wo tut’s genau weh?“ – „Hier..“ – Aha, beim Hals – denke ich. Na komm, da hast Du ein Halstuch. „Will nicht !!!“ – „o.k., o.k. – du kannst es einstecken“ – geschafft. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich zwar nicht früh, aber auch noch nicht zu spät unterwegs bin – also ist noch alles drin. Bei der Gartentür entdecke ich dann einen Sack. Und zu meiner Überraschung lese ich darauf „Wünsche Euch einen schönen Tag, Bussi ….“ Ein Blick hinein und es durchzuckt mich. Da sind ja 5 Jausensäcke. Was mache ich jetzt? Die 3 Großen dürften diesen nicht wahrgenommen haben, als sie zum Bus gegangen sind. Franz hat seine Jause eingepackt – na, er wird sich freuen, schließlich marschiert er heute lange. Im Kindergarten waren wir rechtzeitig und in der Schule haben sich meine beiden Kinder riesig über die überraschende Jause gefreut. Und dann sehe ich, dass der Fotograf gerade heute die Fotos der Erstkommunion zur Ansicht und natürlich zur freudvollen Bestellung bereitgelegt hat. Der Zeitplan ist nun doch vollkommen durcheinander geraten. Ich greife zum Handy und rufe im Büro an, dass ich zumindest zur Sprechstunde rechtzeitig da sein werde und sehe gerührt die Fotos an. Für welches solch ich mich bloß entscheiden und welche Größe – oh mein Gott – was €2,50, €4,–, € 7,- - na die Mappe soll auch etwas kosten? – ich habe ca. 23 Fotos gesichtet und notiert – so für welche soll ich mich nun entscheiden – nochmals durch – aha, die streichen wir und jetzt …. Was?!!! Noch immer €66,50 in Summe – das kommt nicht in Frage – das entspricht ja ca. äääämmm 1.000 Schilling – waaaaaassss – die spinnen ja die Römer – wer leistet sich so was – o.k. Liste mitnehmen und in aller Ruhe zu Hause überlegen – welche Nummern dann was sind weiß ich zwar nicht mehr, aber ein paar Favoriten habe ich ja gekennzeichnet.

Auf dem Weg in die Arbeit überfallen mich dann entgültig alle möglichen Eindrücke – das nette Familienfoto (war wunderschön, auch wenn so teuer) und dann das schlechte Gewissen, weil der Babysitter eine Jause für alle an die Tür gehängt hat – haben die Kinder vielleicht erzählt, dass sie manchmal nichts in der Schultasche haben, weil ihre Mutter einfach schlicht vergesslich bzw. unfähig ist, genügend Brot und Obst zu Hause zu haben. Und warum drückt es mir heute einfach die Tränen in die Augen. Ich will das ja gar nicht. Aber muß ich immer die Starke sein. Warum gibt es nicht manchmal auf Bestellung eine Schulter zum Ausweinen …. Buhuuuu…..Schneuz…..o.k. reiß dich zusammen; vielleicht ist es der Kälteeinbruch oder doch die ausständige Regel. Wer weiß, jetzt habe ich mir mal alles von der Seele geschrieben und werde versuchen mich auf die Arbeit zu konzentrieren und vielleicht heitern mich ein paar gute Songs und ein paar Sonnenstrahlen am Heimweg auf, damit ich alle 4 wieder glücklich in die Arme schließe und noch einen turbulenten Nachmittag mit Ihnen verbringen kann. Was war heute noch alles am Nachmittag auf dem Programm:

  • Fußballtraining
  • Aufnahmsprüfung in der Musikschule
  • eine Bowenbehandlung
  • Terminvereinbarung für den Ältesten beim Augenarzt
  • Termin beim Gynäkologen, Chirurgen (ach ja und der Zahnarzt ist auch schon überfällig)
  • Termin für den Reifenwechsel
  • Unterlagen für die Kostenrückerstattung zusammenstellen
    (Franzis Krankenhausaufenthalt in Kroatien)

Mehr fällt mir nicht mehr ein, aber ich habe bestimmt wieder etwas vergessen. Na die Prioritäten verschieben sich ja auch ständig. Und vom Kochen, Helfen bei den Hausaufgaben, Wäsche waschen und dergleichen reden wir ja gar nicht mehr. Das muß ohnehin automatisch dazwischen erledigt werden. Und wenn einmal die Wäsche nicht rechtzeitig aus der Waschmaschine geholt wurde, na dann spülen wir diese mal schnell mit Essig und hänge sie ins Freie. Wie war das mit der perfekten Mutter, tolle Hausfrau, 1A Köchin, voll konzentriert bei der Arbeit u.v.m. nochmals. Buhuuuuuu

Wie es aussieht bin ich einfach urlaubsreif, wie viele andere ebenso zu diesem Zeitpunkt. Noch haben wir den Countdown bis zum Zeugnis nicht ausgestanden, aber dann …Aaahhhhh… ich glaube am Abend blättere ich einfach mal in verschiedenen Katalogen. Schließlich soll ja Camping mit 4 Kindern schon leicht zu organisieren sein. Hier habe ich den passenden Katalog easy bestellen können und prompt erhalten. Außerdem habe ich umfassende Informationen zu Tagescamps hier bei Quax unter News Sommerferien gefunden. Und wer sogar eine Sponsion mit seinen Kleinen feiern möchte, geht am besten gleich zur Kinderuni, vielleicht treffen wir uns ja dort? Denn Eltern dürfen nicht teilnehmen, sondern nur hinbringen und wieder abholen! Schließlich zeigt mir auch schon meine älteste Tochter, wie ich auf You Tube die neuesten Songs hören bzw. meine Lieblingssongs per Internet erhalte und konvertieren kann, aber das ist beireits eine andere Geschichte …