Artikel-Schlagworte: „Schwangerschaft“

Ein Platz für Mütter und Schwangere

geschrieben von: Gabriella Haller-Gallée - am 24. November 2010
Gabriella Haller-Gallée

Mit dem Beginn der Schwangerschaft ändert sich einiges im Leben einer Frau und gleichzeitig tauchen eine Vielzahl an Fragen in Bezug auf die Schwangerschaft, die bevorstehende Geburt und das anschließende Leben mit dem Nachwuchs auf.

Antworten hierauf können dir meist Mamis geben, die selbst bereits Kinder und Erfahrungen mit dem Mama-Sein gemacht haben. Bei Mamiweb findest du viele Mütter, mit denen du dich austauschen, diskutieren und Fragen stellen kannst. Du wirst sehen, dass auch andere Mamis mit den alltäglichen Problemen zu kämpfen haben, die ihre Erfahrungen aber gerne weitergeben und helfen. Lerne hier neue Freundinnen in deiner Nähe kennen und treffe dich mit ihnen auch außerhalb des Mamiweb Forum.

Zudem kannst du dich im Magazin durchblättern. Zu vielen Themen, wie Kindergesundheit, Partnerschaft  und gesunde Ernährung findest du interessante Fachartikel, die u.a. von unseren Expertinnen - einer Hebamme und Ernährungswissenschaftlerin - verfasst wurden.  Sei als Mami informiert, was du in deiner Nähe mit deinem Kleinen unternehmen kannst oder verkaufe/kaufe gebrauchte Babysachen.

Mamiweb - die Online Plattform für Mütter und die es werden wollen. Information, Austausch und Tipps rund um Gesundheit, Kinder und Schwangerschaft.

Herbergsuche heute und damals

geschrieben von: doalittle - am 22. Dezember 2009
doalittle

Wildschönauer BergadventHerbergsuche heute - Das Baby scheint schon sehr groß zu sein und drückt ganz schön herum. Glücklicherweise hat es sich schon in die richtige Posititon gedreht und groß dürfte es auch sein. Das Bücken ist schon sehr beschwerlich und schnell komme ich außer Atem. Heute wäre der Geburtstermin. Aber statt in der Semmelweißklinik zu sein, habe ich in der Früh sowohl den Gasmann, Strommann als auch den Juristen zwecks Schlüsselübergabe zu treffen.

 

Vorgestern, dem 4. Adventsonntag, haben wir alle Siebensachen in die neue Unterkunft übersiedelt und meine beherzte Nachbarin lässt mich bei Ihr im warmem Heim aufwärmen, da die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen und die Kälte sehr beissend wirkt. Alle haben es eilig und scheinen sehr gestresst zu sein, denn bald ist Weihnachten. Mein ältestes Kind, gerade 8 Jahre alt, hat mit Tränen das Haus verlassen - hat ja doch eine schöne Zeit hier erlebt und viele Freunde in der nächsten Umgebung gefunden. Wir übersiedeln zwar nur innerhalb der Ortschaft, aber trotzdem bedeutet das eine große Veränderung.

 

Ausgesucht haben wir uns diesen Zeitpunkt nicht und trotzdem bin ich glücklich, dass wir ein Zuhause gefunden haben, wenn das Baby auf die Welt kommt. Denn bis vor kurzem war das noch nicht klar. Schließlich sind die Mieter im neuen Haus erst vor 3 Tagen ausgezogen und gleichzeitig war der Termin für den Auszug aus der bestehenden Mietwohnung per Gericht festgesetzt. Die Niederkunft des Babys und die dadurch erschwerte Schwangerschaft spielten dabei leider keine Rolle. Ein enormer Stress in der Vorweihnachtszeit, welcher kaum nachzuvollziehen ist. Organisatorisch war dies eine große Herausforderung, denn ein Kind war in der Volksschule, das zweite Kind im Kindergarten und das dritte Kind noch bei mir zuhause. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits alleinerziehend war, musste ich insgesamt 100 Schachteln selber packen - zum Verstauen war leider kein Keller vorhanden und der Wohnraum ohnehin sehr knapp bemessen. Zum Glück konnten wir bereits im Oktober die Hälfte der Schachteln im neuen Zuhause lagern - ein großes Dankeschön auch heute noch an die damaligen Mieter. Allerdings war es für mich sehr schwierig vorauszuplanen und zu packen. Ein paar Weihnachtsfeiern, ein Konzert für meine kleine Violinistin, die bevorstehende Geburt, der Heilige Abend und keine Gewissheit, wo wir ab dem 22. Dezember wohnen werden.

 

Die Nervosität war unvorstellbar und das Beste war eine kleine Aussage einer Freundin mit großer Wirkung: “Du kannst mit deinen 3 Kindern bei mir wohnen bis du ins neue Haus kannst.” Außerdem hatte sie Erfahrung mit einer Hausgeburt und selber vier Kinder. Mit einem Mal war eine große Last und Ungewissheit von meinen Schultern. Und letztendlich konnten wir am 20. Dezember übersiedeln.

 

Das alles ist nun schon ein paar Jährchen her und die Kinder haben sich an das neue Heim gewöhnt. Die Weihnachtsfeier haben wir zwischen den Schachteln zelebriert und ich war enorm erleichtert und dankbar. So intensiv habe ich zuvor noch nie eine Weihnacht erlebt. Aufgrund von Vorwehen haben wir das erste Mal die Weihnachtsandacht ausfallen lassen und ein paar Tage später hat das Jüngste beschlossen zur Welt zu kommen. Unter normalen Umständen hätte ich die Geburt aufgrund des erschöpften Zustandes nicht überlebt. Die Hebammen waren allerdings sehr bemüht und mit der richtigen Portion Sauerstoff und Unterstützung wurden Kräfte freigesetzt, welche selbst mich überrascht haben. Nun erinnere ich mich jedes Jahr aufs Neue, warum wir Weihnachten feiern und ich erzähle den Kindern unsere Geschichte und das Lukas-Evangelium. Es berührt mich jedes mal wieder und ich finde es großartig wieviel Wärme und Nächstenliebe wir in unserer Umgebung erfahren können, selbst wenn uns Unrecht widerfährt.

 

Die Geschenke werden sehr nebensächlich, wenn man am eigenen Leib erfährt, wie es ist, im Ungewissen zu sein, ob man ein Dach überm Kopf hat. Da sind meistens liebe Worte und Taten die besseren Geschenke. In diesem Sinn wünsche ich allen Blog-LeserInnen ein wunderschönes und vor allem besinnliches Weihnachtsfest.

Schwangerschaftstagebuch Teil 2

geschrieben von: Australia - am 12. September 2009
Australia

Seit dem letzten Eintrag hat sich viel getan…..

Bin seit heute in der 15. ssw - d.h. die kritischte Zeit ist zum Glück mal überstanden. Langsam aber sicher kann ich die Schwangerschaft genießen! Und das ich schwanger bin, ist nicht mehr zu übersehen - schleppe doch schon ein ordentliches Bäuchlein mit mir herum :-)

In der 13. ssw hatte ich die Nackenfalten untersuchung. Zum Glück alle Werte im Normbereich. Der Ultraschall einfach ein Wahnsinns Erlebnis! Die haben im KH natürlich ein viel besseres Gerät als der Gyn. Und dadurch konnte man jeden kleine Finger, Zehe ja sogar die Rippen deutlich sehen…wunderschön das kleine Krümelchen. Und ganz frech hat sie sich immer mit der Nabelschnur gespielt so das wir keine Messwerte bekommen konnten. Und Boxen und treten kann die schon - ein Hammer! Total süß wenn so kleine Minibeulen an der Baudecke herum wandern. Übrigens spür ich das kleine schon seit der 12 ssw sehr deutlich - ziemlich früh - aber die ist sehr aktiv beim ausschlagen ;-)

Ich schreibe zwar immer “sie”  - wissen tun wirs aber noch nicht was es wird - aber mein Gefühl sagt mir es wird ein Mädchen. Und mein Gefühl hat mich bei meinem Sohn auch nicht getäuscht!

Tja und nun zu den etwas negativeren Seiten meiner Schwangerschaft. Wo fang ich da bloss an…..Viele Schwangere kennen die Gefühlsschwankungen - so nach dem Motto “Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt” naja diese Stimmungsschwakungen hatten sich in der letzten Zeit sehr gehäuft und waren immer extremer geworden. Nur das ich aus der Phase “zu Tode betrübt” nicht mehr so wirklich heraus gekommen bin. Ich muß dazu sagen, dass ich in meiner Jugendzeit an schweren Depressionen gelitten hatte und dann auch während der ss mit meinem Sohn mit Schwangerschaftsdepressionen zu kämpfen hatte. Nachdem ich mehrere Tage hindurch in einem tiefen Loch fest steckete und nicht mehr viel anders als durch stundenlanges heulen reagieren konnte, schnappte ich mir das Telefon und rief bei meinem früheren Therapeuten an um ihn um Rat zu fragen.

Für mich war klar das ich auf gar keinen Fall Medikamente wollte. Wobei ich bei meiner ersten ss leider nicht drum herum kam. Also angerufen, gleich hin gefahren und geredet. Wir werden es einfach mal mit Bachblüten versuchen - das war unser Plan. Gesagt, getan. Jetzt nehm ich seit fast 2 Wochen regelmäßig die Bachlüten ein und mir gehts um sooo viel besser! Die ständigen Heulattaken waren bereits zwei Tage später verschwunden und auch meine Nerven erholten sich. Momentan fühl ich mich ganz ok. An manchen Tagen ists schwerer und dann am nächsten fühl ich mich wieder stark und belastbar.

Ein Auf und Ab das ich wieder gut den normalen Schwangerschaftsstimmungschwankungen zuschreiben kann. Denn zugeben oder darüber reden das es mir ab und dann mal “anders” geht - will ich ja nicht!

Obwohl Depressionen eine Krankheit sind und es wirklich jeden einfach so treffen kann - in unserer Gesellschaft ists halt doch noch ein Tabuthema. Vorallem dann wenn man Medikamente und/oder auch einen Klinikaufenthalt benötigt. Dann bekommt man leider oft einen Stempel aufgedrückt - den man nur sehr schwer wieder los bekommt.

Ein Thema über das ich viel zu schreiben hätte, aber gar nicht mal so möchte. Lieber wieder in der hintesten Ecke des Gehirns vergraben und darüber freuen das die Zeiten vorbei sind. Das ich momentan die Kraft und Enegie habe nach jedem Sturz einfach wieder selbst aufzustehen und weiter zu gehen. Einfach froh darüber sein, das ich mein Leben selbst bestimmen und lenken kann und hoffentlich ein gesundes, kleines Kind austragen werde. Leben wie ein kleines Kind - aus jedem Sturz wieder was neues lernen! Und nach dem Motto leben “Träume nicht dein Leben - Lebe deinen Traum!” und “Hör nicht auf anzufangen - und fang nicht an aufzuhören”

Schwangerschaftstagebuch Teil 1

geschrieben von: Australia - am 15. August 2009
Australia

Seit dem 1. Gyn Termin sind genau 3 Wochen vergangen. Drei Wochen die mich psychisch als auf physisch an meine ausersten Grenzen brachten. Drei lange Wochen in denen ich meinen Körper und dieses kleine Wunderding in meinem Bauch zu Höchstleistungen aufforderte. Und diese Höchstleistungen wurden doch wirklich vollbracht. Mein Körper drohte mit Kreislaufkollaps, anhaltender Übelkeit, Erbrechen, Launen jenseits von Gut und Böse, hysterische Lachanfälle, grundloses Heulen und Weinen, kurz gesagt teilweise stand ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch und dann schwebte ich voller Freude im siebten Himmel.

Ich glaub noch schwangerer kann Frau ja gar nimma sein!

Der 2. Gyn Termin steht an: Mein Mann hat seinen Chef um ne Stunde Za angeraunzt, unser “großer” (2 einhalb jähriger) Junior wurde zum Babysitten zur Tante gebracht. So erschienen wir zu zweit beim Termin oder besser gesagt zu dritt. Diesmal sollte die Antwort vom Arzt doch sehr positiv ausfallen:

In den letzten 3 Wochen hatte sich doch ein kleiner Mensch mit bereits gut sichtbarem Kopf, Körper, 2 Armen und 2 Beinen entwickelt. Und das ganz große Plus: das kleine Herz pumpert schon ganz fleißig!

Ein Moment den ich mit Worten nicht beschreiben kann!

Endlich die ganze Anspannung und die Sorgen wichen alle ein Stück aus meinem Körper! Endlich konnte ich wirklich hoffen - die letzten drei Wochen brachten mich so sehr an meine Grenzen - und es hat sich so sehr gelohnt!

Wie ein Leben entsteht - einfach ein Wunder!

Schwangerschaftstagebuch Kinderwunsch

geschrieben von: Australia - am 15. August 2009
Australia

Welche Frau mit Kinderwunsch kennt es nicht, jedes Monat das nervige warten auf die Mens? Besser gesagt das warten darauf das die Mens nicht eintrudelt?

Rückblick: Heute wäre NMT. Noch ist keine Mens in Sicht….der Schwangerschaftstest liegt griffbereit im Kastl…und die Nerven liegen blank….soll man testen oder lieber doch noch auf Morgen warten.

Was wenn der Test wieder negativ ausfällt - man wäre frustriert, traurig und auch wütend bräuchte wieder ein paar Tage bis man das verdaut hätte und sich auf das Motto “Neues Monat - neues Glück”  eingestellt hat.

Also wartet man doch noch bis morgen, der Test könnte doch auch negativ ausfallen weils einfach noch zu früh zum testen ist.

Kurze Zeit später wird der Schwangerschaftstest doch benutzt - man braucht einfach Gewissheit sonst kann man sich auf nix anderes konzentrieren. Und 2 min. später ist der Test gaaanz fett POSITIV! Ja was tut Frau jetzt? Kann das Glück gar nicht fassen, kanns fast nicht glauben, all die frustrierenden Monate mit den negativen Tests sind vorbei!

Frau schnappt sich das Telefon und ruft den werten Gatten an, verkündet die freudige Nachricht, nach dessen Tonfall nach dürfte er gerade über ganze Gesicht grinsen wie ein Hutschpferd präsentiert die Antwort: Ja endlich! und hinten nach folgt ein Seufzer als hätte er gerade 10 Tonnen von seinem Rücken geladen.

Nachdem das alles mal ein wenig verdaut ist, kommt die Angst “wird diesmal alles gut gehen”? Noch war ich ja nicht beim Gyn. Was wenn der Test einfach falsch anzeigt? Es folgen einige mühsame Tage in denen Freude und Angst Hochschaubahn fahren. Endlich der Tag der Wahrheit: 1. Termin beim Gyn.

Nach der gängigen Berechnung nach müßte man jetzt ungefähr in der 6. ssw sein.

Naja das hieße man sollte beim Ultraschall doch schon zumindest eine Fruchthöhle sehen….lang wird geschallt - die Antwort des Arztes ist nicht die die man sich erhofft hatte. Grad mal eine 1 cm große leere Fruchthöhle ist zu sehen - mehr nicht.

Eine Aussage die einen wieder auf den Boden der Realität holt - wär ja doch zu schön gewesen wenn diesmal alles gut gegangen wäre. Wenn man endlich nach 40 Wochen ein gesundes, lebendes Kind in den Armen halten dürfte. Sollte dies die 4. Fehlgeburt werden? Soll man hoffen, kämpfen, positiv denken? Oder lieber gleich mit dem schlimmsten rechnen? Was wenn man hofft und dann doch verliert - man fällt so hart - es tut so weh! Oder besser gleich negativ eingestellt sein? Dann tuts am Ende nicht so sehr weh. Aber was wenn dieses Kleine Wunderding doch noch wachsen würde und man zerstört alles mit seiner negativen Einstellung?

Könnte man das dann verkraften?