Artikel-Schlagworte: „Schule“

Schulbeginn heißt Trennung

geschrieben von: Bettina Krankl - am 2. September 2011
Bettina Krankl

Der allererste Tag in Kindergarten oder Schule ist weder für Kinder noch für Eltern einfach: Ein völlig neuer Lebensabschnitt fängt an, der den Familienalltag künftig bestimmen wird. Der ganze organisatorische Kram rund um Einschulung oder Kindergarten-Premiere ist dabei für viele Mamas und Papas gar nicht so schlimm. Vielmehr kämpfen manche Eltern mit der Tatsache, dass sie zum ersten Mal vom Nachwuchs getrennt (mehr…)

Einschulung - Richtig einkaufen zum Schulanfang

geschrieben von: Bettina Krankl - am 23. August 2011
Bettina Krankl

Shopping zum Schulanfang - insbesondere für die Einschulung von Taferlklasslern - macht großen Spaß. Doch bevor die erste Schultasche angeschafft wird und wir uns angesichts des vielfältigen Angebots an Schulsachen in wahres Einkaufsvergnügen stürzen, sollten auch gesundheitliche Überlegungen nicht zu kurz kommen. Deshalb hier ein paar Tipps für die richtige Auswahl des Schulbedarfs und zur Ausstattung des Lernplatzes für Schulkinder: (mehr…)

Hausaufgaben - muss das sein?

geschrieben von: Gudrun Dupoirieux - am 20. Oktober 2010
Gudrun Dupoirieux

Hm, das Schuljahr ist noch relativ jung. Trotzdem immer wieder die Diskussion … Hausaufgaben - muss das sein??

Also ich weiß, über dieses Thema haben schon größere Experten beratschlagt, diskutiert und sich gestritten. Und ich will hier weder für noch gegen Hausübungen plädieren. Nein! Im Moment versuche ich meinen Kindern ganz einfach klar zu machen, dass sie erledigen müssen, was im Hausaufgabenheft steht. Punkt. (mehr…)

9 ½ Wochen - Resümee zum Schulanfang

geschrieben von: Gudrun Dupoirieux - am 23. September 2010
Gudrun Dupoirieux

So, das war es dann mal wohl wieder mit den Ferien. Die Sommerferien oder, besser gesagt (und wie von mir vermutet), die großen Ferien sind zu Ende gegangen. Mit großer Vorfreude hatte ich den freien Wochen entgegengesehen - und nun dem Schulanfang auch….

Herbeigesehnter Schulanfang

Vor wenigen Tagen hat auch für meine Kinder der Schulalltag wieder begonnen. Ich finde den Schulanfang an sich ja jedes Jahr sehr spannend. Wer wird dieses Jahr wohl mit wem und in welcher Klasse? …

Doch dieses Mal kam für mich noch erschwerend dazu, dass auch unsere Kleine im Kindergarten angefangen hat. Ein kleiner Schulanfang sozusagen. Und wie waren wir beide aufgeregt!

Schulanfang

Alles hat eine Ende, auch die Ferien - sniff! Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de

Doch ich muss sagen, der Start ist uns ganz gut gelungen. Marie hatte sich wirklich schon sehr auf den Kindergarten gefreut und genießt es nun scheinbar, einmal Kinder in ihrem Alter zum Spielen zu haben. Und noch dazu ganz viele kleine Mädels. Das scheint ihr noch viel mehr zu gefallen - ist es doch zu Hause mit zwei großen Brüdern meist etwas Jungs-lastig.

Doch noch mal ein kurzer Blick zurück

Tja, was soll ich sagen? Wenn ich nun heute zurückblicke, denke ich an sehr viele schöne Momente, die uns diese Sommerferien beschert haben. Nämlich Zeit mit der Familie, Zeit mit Onkel und Tanten, Zeit mit Oma und Opa (ein großes Dankeschön an euch!), Zeit mit alten und neuen Freunden. Dazu war es natürlich nötig, ein wenig herumzufahren. Wobei ich an dieser Stelle vermeiden möchte, die  von uns zurückgelegte Gesamtkilometerzahl zu eruieren - aus Angst, es könnte mir schlecht werden. Ihr Routenplan - 824 Kilometer beschreibt ja nur eine kleine Etappe unserer Tour.

Aber - es wäre heuchlerisch zu sagen, dass bei uns in diesen 9 1/2 Wochen alles nur Friede, Freude, Eierkuchen war. Nein nein. Ganz sicher nicht. Und ich glaube, es war bereits am zweiten oder dritten Ferientag, an dem ich mir meine Kinder zurück in die Schule gewünscht habe. Ja, wir hatten Meinungsverschiedenheiten und Streitereien. Wir hatten Krisen und Kämpfe. Und jede Menge Diskussionen - und die nicht nur um das berühmte Sommerloch zu füllen. ;-)

Und nun? Ich denke, im Moment tut es uns einfach allen wieder gut etwas mehr Regelmäßigkeit in unseren Alltag zu bringen. Das Aufstehen fällt allen noch schwer. Die Kinder stöhnen, wenn sie morgens aus dem Bett müssen und finden es super uncool, abends um acht das Licht abzudrehen. Doch ich finde, es ist nun wieder gut so - und freu mich dann sicher wieder auf die nächsten Ferien …

Schultasche kaufen: Checkliste für den ersten Ranzen

geschrieben von: Bettina Krankl - am 19. August 2010
Bettina Krankl

Für viele Taferlklassler ist es bald so weit: Sie stehen kurz vor der Einschulung in die Volksschule - und die Eltern vor der Anschaffung der ersten Schultasche - aufregend! Der Kauf eines Ranzen sollte allerdings nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Vor allem bei  6- bis 12-jährigen Kindern können falsche und einseitige Belastung schnell zu Haltungsschäden (Hohlkreuz, Rundrücken) führen. Verspannungen, oft sogar Schmerzen sind die Folge. Überleg mal: Alles am Körper deines Kindes ist noch im Wachsen - Knochen, Sehnen, Bänder, Muskeln … Also für den Weg in die Schule besser auf Rucksack und lässige Umhängetasche verzichten und in eine qualitativ hochwertige Schultasche investieren. Diese Checkliste soll vor Fehlkäufen bewahren und dir helfen, die richtige Schultasche zu finden. Tipp: Vor dem Kauf unbedingt probetragen!

schultasche_skizze

Schultasche nach ÖNORM A 2170, Foto: ASI, Austrian Standards Institute

  • Farbe
    Achte darauf, dass die Schultasche eine helle und auffällige (Signal)Farbe hat. Vorder- und Seitenflächen sowie Tragriemen müssen ausreichend mit Reflektoren versehen sein. Wenn dein Kind im Straßenverkehr gut gesehen wird, ist ein sicherer Schutz auf dem Weg in die Schule gewährleistet.
  • Material
    Moderne Materialien sind regendicht und bieten einen stabilen Boden, der sich bei Belastung nicht verformt. Es sollten sich auch keine Druckbeulen bilden. Beim Einpacken der Schulsachen soll der Ranzen formstabil bleiben und nicht umfallen.
  • Gewicht
    Wähle eine Schultasche aus Kunststoff (geringeres Eigengewicht als Ledertaschen).
  • Größe
    Die Innen-Abmessungen einer standardisierten Schultasche sind: 340 x 310 x 130 mm
  • Verarbeitung
    Ein wichtiger Punkt ist die Verarbeitung: Gibt es spitze Kanten, offene Nähte oder überstehende Vernietungen, an denen sich dein Kind kratzen kann? Schnallen sollten ganz leicht zu öffnen und schließen sein.
  • richtiger Sitz
    Ein gut gepolsterter und körpergerecht geformter Rückenteil sorgt dafür, dass die Schultasche im gefüllten Zustand eng am Rücken anliegt (Handprobe). Ergonomisch richtig sitzt der Ranzen dann, wenn er oben mit der Schulterlinie abschließt und beim Gehen nicht verrutscht. Die Bewegungsfreiheit sollte nicht eingeschränkt werden.
  • Tragriemen
    Riemen und Tragegriffe dürfen nicht einschneiden, sollten dehnfähig und mindestens 4 cm breit sein. Auf gute Polsterung und leichte Verstellbarkeit achten!
  • richtiges Tragen & Packen
    Die voll gepackte Schultasche sollte maximal 10 Prozent des Körpergewichts deines Kindes ausmachen. Wiegt dein Kind zum Beispiel 20 Kilo, sollte die Schultasche nicht mehr als als 2 bis 2,5 Kilogramm schwer sein. Tipp: Hin und wieder mit der Waage kontrollieren! Schon am Vorabend in Ruhe zu packen, beugt unnötigem Ballast vor. Schwere Bücher können in der Schule deponiert werden.

Und: Kinder wachsen - Schultaschen nicht. Deshalb rechtzeitig eine neue Schultasche anschaffen, wenn die alte nicht mehr passt!

Mehr zum Thema Schule im Blog von QUAX: http://blog.quax.at/2010/die-schule-in-dir/

Die Schule in dir

geschrieben von: Bettina Krankl - am 30. Juni 2010
Bettina Krankl

Heute ist ein Flugblatt ins Haus geflattert. Mit dem (etwas fragwürdigen) Slogan “Gratis aber nicht umsonst” wird darauf die interessensorientierte Mittelschule ab 2010/2011 in unserer Gemeinde beworben. Interessensorientiert. Hört sich gut an, denke ich. Da fällt mir plötzlich ein, was mir unlängst eine der Lehrerinnen aus meiner (mit diesem Beruf reich gesegneten) Verwandtschaft an den Kopf geworfen hat: „Du hast ja keine Ahnung, wie es in der Schule zugeht!” In einer Diskussion um Interessen- und Begabungsförderung in der Schule hatte ich mich nämlich zu einem leidenschaftlichen Plädoyer gegen das Sitzenbleiben hinreißen lassen… Und bevor sich hier bald alles nur mehr um Ferien und Urlaub dreht, möchte ich noch ein paar persönliche Gedanken zur Schule anmerken.

Die aktuelle öffentliche Auseinandersetzung rund um Gesamtschule, Ganztagsschule, neue Mittelschule und wie sie alle heißen, gefällt mir. Weil sie das Thema Schule wieder öffentlich diskutiert und es zu dem macht, was es ist: Etwas, das uns alle angeht. Jeder von uns verbringt zumindest neun Jahre in dieser Institution. Ich selbst genoss sie zwölf lange Jahre. Aber dass Lernen auch Spaß machen kann, habe ich erst an der Uni entdeckt.

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Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Schule - der “Ernst des Lebens”?

In der Schulzeit war ich hauptsächlich damit beschäftigt, - mithilfe der dankenswerten gratis Nachhilfe eben dieser meiner Lehrer-Verwandten - in jenen Fächern über die Runden zu kommen, die mir überhaupt nicht lagen, allen voran Mathematik. Nicht zuletzt meine Mathe-Phobie ließ mich schließlich auch die Flucht nach vorn antreten und mich für den - damals so genannten - neusprachlichen Zweig am Gymnasium entscheiden. Trotzdem hieß es weiterhin 4 x Mathe pro Woche und demzufolge: Nur ein Mathe-freier Tag war ein guter Tag.

Motivieren statt bestrafen

„Da werden sie dir die Wadln schon viere richtn!” Dieser maßlos antiquierte, aber dennoch oft wiederholte Satz meines Vaters stand, wie in Stein gemeißelt, noch vor meinem allerersten Schultag. Heute träume ich von einer Schule, die Interessen und Begabungen fördert. Die anlagebedingte Minder-Begabung anstatt mit schlechten Noten oder gar Sitzenbleiben permanent zu bedrohen, wirkliche Förderung anbietet. Die nicht zum Versager abstempelt, sondern laut ruft:”Hier ist einer, der kann besonders gut die verschiedenen Grün- und Grau-Nuancen eines Birkenblattes aquarellieren!” Sollen wir alle an der Wirtschaftsuni inskribieren, um mit 40 auf den Selbsterfahrungstrip zu kommen? Produziert das nicht noch mehr von diesen ach so trendigen, aber für den Arbeitsmarkt eher fragwürdigen neuen Berufen wie Lebenscoach oder Hunde-Akkupunkt-Masseur?

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich noch nie aufgrund von (guten) Noten einen Job bekommen oder nicht bekommen. Als Unternehmerin würde ich nicht auf die Idee kommen, mir von einem Bewerber Schulzeugnisse vorlegen zu lassen. Klar, auch in der paradiesischen Zeit als Studentin musste ich mich mit Nebenjobs über Wasser halten und ganz ohne Rechnen ging es da auch nicht. Auf die hohe Kunst der Wahrscheinlichkeitsrechnung (das Wort löst auch nach 20 Jahren noch Schaudern in mir aus) kann man beim Eis verkaufen oder Bücher auspreisen aber ganz gut verzichten.

Ich höre schon, was jetzt kommt: Dafür fehlt die Zeit. Der Stoff muss durch. Die Kinder brauchen den Druck. Aber kann ein Schulsystem, das für alle Beteiligten auf Druck aufgebaut ist, richtig und gut sein? Hat mein Kind ohne bezahlte Nachhilfe überhaupt noch eine Chance, dem Unterricht zu folgen? Sind Lehrer heute wirklich so überlastet, dass sie Schulhefte in den Urlaub mitschleppen müssen, um sie stoßweise am Hotelpool in Lignano zu korrigieren? Und was ist mit Pionierländern wie Finnland - belächelns- oder beneidenswert?

Das Leben, denke ich, verlangt uns allen, auch ohne Schule, genug Prüfungen ab. Lasst uns doch ein System finden, das unsere Kleinen wirklich auf das Leben nach der Schule vorbereitet. In dem soziale Fähigkeiten eine wichtige Rolle spielen. In dem sich jede(r) traut, zu den eigenen Anlagen zu stehen und diese auch zu verwirklichen, ohne Angst vor Konsequenzen und Versagen. In dem unsere Kinder sich zu selbstbewussten, aktiven und kreativen Individuen entwickeln können. Gewiss, einfach ist es nicht. Aber zumindest wäre die Schulzeit dann gratis, aber nicht umsonst. ;-)