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Kroatien - Eldorado an der Adria

geschrieben von: Freigeist - am 14. April 2010
Freigeist

Bei einer ersten Blitz-Umfrage innerhalb der Familie zur Frage „Wohin in den Ferien?” lautet die einhellige Antwort: ans Meer! Soviel ist fix. Aber wieder an die obere italienische Adria? Das wird mit der Zeit doch ein bisschen fad! Also höre ich mich mal um und interviewe eine gute Freundin, die letztes Jahr ihren Familienurlaub in Kroatien verbracht hat, genauer gesagt im Falkensteiner Club Funimation Borik, nahe Zadar im Norden von Dalmatien.

Da fängt sie an zu schildern und kann sich vor lauter schönen Erinnerungen kaum bremsen: Sie erzählt von einer paradiesischen Hotellobby mit viel Bambus, die sie gleich bei Ankunft in absolute Urlaubsstimmung versetzt hat, vom geschmackvoll eingerichteten Zimmer mit Stockbett-Nische für ihre Töchter, von leckeren (Kinder-)Cocktails an der Bar, von der gelungenen Kinderanimation auf der Showbühne (die CD mit den Kinderhits, die sie dort gekauft haben, läuft bei ihnen daheim angeblich immer noch auf Power-Play), vom gepflegten Garten mit Kinderspielplatz und hübschen, knorrigen Bäumen, auf denen ganz, ganz viele Mini-Schneckenhäuser für Begeisterung bei den Mädels sorgten, vom Swimming-Pool mit Super-Klasse-Rutsche mit extra vielen Windungen, usw. Und gleich hinter dem Gartentürl erstreckt sich die feine Meeresbucht mit Sandburg-Potential - eine absolute Rarität, denn auf den allermeisten Stränden Kroatiens hat man Grobkies oder blanken Fels unter den Füßen! Dann schwärmt sie noch von der niedlichen Bummelbahn, mit der sie eines Abends direkt vom Hotel weg ins Zentrum von Zadar geruckelt sind und dort ein herrliches Eis in der fast 3000 Jahre alten Stadt genossen haben. Und vom Tagesausflug in den Krka-Nationalpark (einer von fünf Nationalparks im Hinterland Dalmatiens), wo sich der Fluss Krka malerisch über zahlreiche Kaskaden ergießt.

„Aber die weite Autofahrt…”, werfe ich ein. „So schlimm war’s nicht.”, meint sie. Außerdem wäre der Abstecher in die kroatische Hauptstadt Zagreb allein schon die Fahrt wert gewesen. „Und nach Zadar gibt’s schließlich auch gute Flugverbindungen. Oder du nimmst halt ein Hotel weiter nördlich, an der Kvarner Bucht etwa.”, rät sie mir. Dort will meine Freundin heuer hin und freut sich schon auf romantische Buchten, kristallklares Meer, wilde Gebirgsschluchten, tiefblaue Bergseen und reizvolle Fischerdörfer. Klingt gut - vielleicht schließen wir uns ja an…

 Video von den Falkensteiner Hotels

Warum uns gerade Häuser bewegen

geschrieben von: doalittle - am 1. März 2010
doalittle

Peter Fox hat schon vom Haus am See gesungen und die Kinder haben letztes Jahr voller Begeisterung dazu getrommelt. Selber bin ich dabei die Renovierung unseres Hauses fertig zu bekommen. Dann habe ich per Zufall vom Haus im See, nämlich dem Neusiedlersee gehört und gedacht, da müssen wir hin. Was meine Kinder aber leider noch gar nicht kennen, dass ist das Haus des Meeres.
Und dort müssen wir wirklich so bald wie möglich zu Besuch. Selber kenne ich das Haus des Meeres von meinen Besuchen während der Schulzeit, habe aber in den letzten Jahren die Entwicklung nicht mehr weiterverfolgt. Nicht schlecht, staunte ich darüber, was alles aus einem Flakturm in Wien entstehen kann. Der besagte, steht in der Nähe der oberen Hälfte der Mariahilferstraße und bei Annäherung war ich fasziniert vom gläsernen Zubau auf beiden Seiten. Heute muss man nicht mehr im Regen vor dem Eingang stehen ;-) um auf den Eintritt zu warten. Außerdem gibt es im Eingangsbereich versperrbare Garderobekästchen und einen Kinderwagenabstellplatz. Wer gerade im Winter eingemummt ein Haus mit teilweise tropischem Klima besucht, tut gut, seine wärmenden Utensilien im Garderobekästchen zu verstauen. Und dann staunte ich wieder.

Wir besichtigten das Haus von oben nach unten und leider kann ich die Tiernamen nicht wiedergeben - aber das Haifischbecken faszinierte groß und klein. Ich sah eine Mutter auf der Treppe sitzen und ihr Kleinkind starrte nur in das Becken hinein. Nicht umsonst sagt man, dass ein Aquarium eine meditative Wirkung auf puppiKinder und Erwachsene hat. Leider hatte ich nicht viel Zeit und warf somit nur einen kurzen Blick auf die riesige aber elegant dahin bewegende Schildkröte und die kleinen Haifische. Unsere Führung erwähnte das wöchentliche Haifischtauchen und zeigte uns dann stolz weitere Aquarien und den Zubau. Offensichtlich waren die Äffchen - da war sogar ich entzückt - und ein besonders skeptischer Vogel vom Muster meiner Haube angetan und kamen besonders nahe. Als ich aber dann hörte, dass diese kleinen niedlichen Äffchen sich brutal prügelten und daher per Zaun voneinander getrennt gehalten werden mussten, hatte ich Respekt und streckte meine Finger nicht nach ihnen aus, obwohl sie ganz neugierig vor meiner Nase herumbaumelten.

Ein Papa-Äffchen hatte sogar zwei wenige Zentimeter große Babyäffchen auf seinem Rücken gekrallt und holte sich nur schüchtern lebendige Würmer als Leckerli. Der Vogel hätte auch gern welche und hat diese während des Fluges besonders geschickt mit seinem Schnabel aufgefangen und konnte nicht genug davon bekommen. Da erblickte ich eine weitere Sensation. Nicht nur, dass mit Diamantbohrern sehr aufwendig der Durchbruch durch die dicken Betonwände in den wunderschönen Zubau gemacht wurden, hat man sich auch etwas Besonderes einfallen lassen. Eine durchsichtige Reling ermöglicht den Besuchern zu beobachten, wie eine Ameisenkolonie lebt und fleißig arbeitet. Unaufhörlich ist die Kolonne mit Nahrung unterwegs und trennt außerdem brav den Müll - was für ein Vorbild ;-) Dann gab es noch die Seepferdchen zu beobachten, welche sich im Haus des Meeres sogar erfolgreich vermehren, und Schlangen, welche zu bestimmten Zeiten gestreichelt werden dürfen - ich sicher nicht. Besonders fasziniert haben mich kleine Stängel, welche wie Grashalme aus dem Sand ragen - das sind wahrlich Fische.

Im Shopbereich denke ich mir nochmals, dass ich mit meinen Kleinen unbedingt herkommen muss. Der Andrang an einem Nachmittag unter der Woche ist gar nicht so groß. Außerdem kann ich beim Verlassen des Hauses eine Tiefgarage in der Nähe des Apollokinos entdecken und denke mir, gut dass ich mit den Kindern auch mit Auto herfahren kann, da wir außerhalb Wiens wohnen. Aber auch ohne Auto ist die U-Bahn nicht weit entfernt und vielleicht verbinden wir das mit einem netten Einkauf neuer Schuhe, denn die Wintersaison scheint tatsächlich vom Frühling abgelöst zu sein. Und da freue ich mich auch schon wieder auf die Ausflüge zum Neusiedlersee