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Fliegen mit Kindern

geschrieben von: Gudrun - am 5. Juli 2010
Gudrun

Da hier ja in letzter Zeit schon so einiges über Familienferien und Urlaub mit Kindern geschrieben wurde, möchte ich ein paar Worte zum Fliegen mit Kindern beisteuern. Als langjährige Auslands-Österreicherin habe ich ja schon so einige Flugmeilen zurück gelegt. Und das sowohl mit Säugling, mit Kleinkind, mit Kleinkind und schwanger, mit Kleinkind und Säugling, mit Kind und Kleinkind und schwanger und zu guter Letzt dann mit drei Kindern. Also, wie man sehen kann, habe ich das Fliegen mit Kindern in allen möglichen Kombinationen getestet - und keine Sorge: Mehr Kinder werden es nicht mehr!

blick-aus-dem-flugzeug

Fliegen mit Kindern - Himmel oder Hölle? Foto: M. Genter/pixelio.de

Und was soll ich dazu sagen? Ich denke, eine gute Planung ist das A und O einer entspannten Flugreise mit Kindern. ‘Entspannt’ meine ich im Sinne von: ohne größere Zwischenfälle mit den Kindern. Ich habe nämlich mittlerweile jede Illusion verloren, im Flugzeug in Ruhe zu essen, ein Buch zu lesen, geschweige denn einen Film zu Ende zu schauen. Manche Leute sagen ja immer, der Urlaub beginnt für sie im Flieger. Bei mir ist das definitiv nicht so. Aber ich glaube, dass gerade diese Einstellung ausschlaggebend ist dafür, am Ende des Fluges nicht völlig entnervt und gefrustet zu sein.

Tipps für einen guten Flug

Fliegen mit Säuglingen

Halte dir etwas zum Trinken oder Nuckeln bereit! Denn Trinken erleichtert beim Starten und Landen den Druckausgleich im Ohr. Wenn du stillst, hast du ja bestens für Flüssigkeit gesorgt. Ansonsten eine Wasserflasche, aber auch eine Thermosflasche mit warmem Wasser hat sich bewährt. So musst du bei aufkommendem Hunger des Babys nicht erst auf die Stewardess warten, sondern kannst sofort die Flasche für dein Kind mixen. Windeln und Wechselklamotten müssen selbstverständlich auch in die Tasche. Und: Aufgrund des vorhandenen Geräuschpegels im Flieger wird Babygeschrei von den anderen Passagieren nie wirklich als so laut empfunden wie einem das selber erscheint. Äh, das behaupte ich jetzt einfach einmal.

Fliegen mit Kleinkindern

Die Trinkflasche ist auch für das Kleinkind sehr wichtig (und äußerst praktisch, da nix verschüttet werden kann - auch zu empfehlen bei größeren Kindern). Wenn dein Kind noch nicht alles essen kann oder soll, bringe am besten deine eigenen Gläschen mit. Viele Fluggesellschaften bieten zwar auch Gläschenkost an. Doch selten finden sich hier die altbewährten Geschmacksrichtungen, die dein Kind gerne mag. Weiters empfehle ich dir, ein paar Bilderbücher oder andere Dinge zur Beschäftigung des Kindes mitzunehmen.

Fliegen mit Kindern ab 1,5 Jahren

Hier ist es mit dem Essen meist einfacher, da Kinder in diesem Alter bereits alles mitessen. Halte trotzdem einen kleinen Snack bereit, denn nicht immer schmeckt den Kleinen auch, was sie angeboten bekommen. Am besten geeignet sind kleine Kekse (ohne Creme und Schoko), ein bisschen geschnittenes Obst oder auch ein kleines Sandwich. Zur Beschäftigung des Kindes eigenen sich auch Spielwaren wie Bilderbücher, Sticker-Bücher oder auch kleine Fingerpuppen. Ich hatte meist irgendetwas Kleines, Neues in der Tasche. Doch achte bei der Auswahl der richtigen Spielwaren darauf, dass nicht zu viele kleine Einzelteile dabei sind, da man diese auch immer sehr schnell verlieren kann.

Fliegen mit Kindern ab 3 Jahren und älter

Wieder empfehle ich einen kleinen Snack einzupacken und, auch wenn meine älteren Kinder am liebsten den ganzen Flug nur auf den Bildschirm glotzen möchten, wehre ich mich doch noch gegen ununterbrochenes Fernsehen. Nach dem ersten Film wird ausgeschalten und ich versuche, die Kleinen mit einem neuen Magazin, einem kleinen Kartenspiel, einem Bandolino oder einem Activity-Block bei Laune zu halten.

Ganz allgemein …

Versuche, dein Handgepäck klein und kompakt zu halten. Ganz unten in meiner Tasche steckt immer ein T-Shirt für mich und Wechselklamotten für die Kinder. Wem ist es nicht schon einmal passiert, dass sich einer der kleinen Zwerge „aus heiterem Himmel” übergeben musste? Und wenn man dann keine Möglichkeit hat, die schmutzigen Kleider auszuziehen, kann einem der restliche Flug schon mal kräftig stinken.

Himmel und Hölle

Alles in allem solltest du versuchen, möglichst entspannt an das Fliegen mit Kindern heranzugehen. Ich weiß, das sagt sich so leicht. Und auch nach vielen, vielen Flügen mit meinen Kleinen habe ich doch auch bei den Vorbereitungen und vor dem Start immer etwas Bauchweh. Aber ich hoffe, dass mit diesen Tipps auch für dich die Zeit über den Wolken nicht zur Hölle wird…

Alles was Flügel hat…

geschrieben von: Edith Schillinger - am 13. Februar 2010
Edith Schillinger

So gerne hätte ich ein Bild von Astrid als Mary Poppins gehabt, mit Mantel, geblümten Hut und Tasche, aufgespanntem Regenschirm und keckem Lächeln. Oder von Gregor als coolem Superman, Arm nach oben gestreckt und mit entschlossenem Blick. Leider hatten meine beiden keine Lust dazu, sich bei der „Es fliegt, es fliegt“-Ausstellung im ZOOM Kindermuseum vor der fetzigen Wolkenkratzer-Kulisse fotografieren zu lassen. Die Fotos hätte ich sonst einen Tag nach unserem Besuch von der ZOOM-Homepage runterladen können - sehr nette Idee! Ich dachte ja schon, sie verlangen - wo doch der Eintritt in die Ausstellung seit 1.1.2010 nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene gratis ist - zumindest für die Fotos einen Haufen Geld. Doch nein, alles kostenlos!

Und dabei wird in der aktuellen Mitmach-Ausstellung, die diesen Namen auch verdient, noch viel mehr geboten: Großen Spaß hatten meine Kids z.B., als sie gut gesichert an einem Seil ca. 4 - 7 Meter (ich bin sehr schlecht im Schätzen) in die Höhe gehievt wurden, um von dort oben wieder runter zu „fliegen”. Oder beim Computer-Reaktionstest für angehende PilotInnen. Oder beim Steigenlassen eines Mini-Heißluftballons. Oder am Flugsimulator im nachgebauten Flugzeugcockpit. Oder beim Ausprobieren, wie das Rückstoß-Prinzip eines Raketenantriebes grundsätzlich funktioniert. Oder, oder, oder… Leider blieb in den vorgegebenen 1,5 Stunden gar nicht genug Zeit, alle Stationen zu absolvieren.

Den Vogel abgeschossen (wie schön das im übertragenen Sinne hier doch passt….) hat allerdings in den Augen meines Sohnes der allerhinterste Raum der Ausstellung. Hier konnten nach fachkundiger Anleitung verschiedene Papierflieger-Modelle gefaltet werden, um sie nach Vollendung gleich auf ihre Flugfähigkeit zu testen. Dafür wurde eigens eine Abschussrampe aufgebaut, samt Rollbahn mit Maßangaben für Weitenflug bis 10 Meter. Gregors Papierflieger, Modell „Pfeil”, schaffte doch tatsächlich an die 9 Meter und mein Sohnemann war sichtlich stolz auf seinen Flieger-Flitzer. Schön, dass man 5Jährige mit so einfachen Dingen glücklich machen kann. 

Schade nur, dass man der Ausstellung inzwischen ansieht, dass sie bereits einige Zeit läuft. Beschriftungstafeln sind teilweise nicht mehr vollständig lesbar, die Flugzeugsitze im großen Flieger-Modell wirken schon ein bisschen abgeschmuddelt usw.
Aber lange muss das alles ohnehin nicht mehr halten, denn die Fliegen-Ausstellung schließt mit 21. Februar ihre Pforten, um sich nach etwas mehr als dreiwöchiger Umbauzeit ab 17. März runderneuert und erfrischt dem Thema „Wasser” zu widmen. Das wird bestimmt ein feucht-fröhlicher Spaß!