Artikel-Schlagworte: „Familie“

9 ½ Wochen mal ganz anders

geschrieben von: Gudrun Dupoirieux - am 28. Juni 2010
Gudrun Dupoirieux

So, bald ist es wieder soweit - die Sommerferien stehen vor der Tür. Je nachdem, in welchem Teil Österreichs man während des Jahres die Schulbank drückt, früher oder später ist es jetzt dann für alle soweit: Mit großer Erwartung starten wir in die Schulferien 2010.
Sommerferien ist ja ein etwas gewagter Begriff - was, wenn uns Ferien ohne Sommer erwarten? Sollte man dann besser von den „großen Ferien” sprechen? Wie auch immer. Wir freuen uns schon ganz toll auf die Ferien! Die Kinder zählen die letzten Schultage und schmieden große Freizeit Pläne, was sie denn in den Ferien alles machen möchten.

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Sommerferien im Anmarsch © G. Dupoirieux

Ferienfreizeit oder: Wie es allen recht machen?

Ferienprogramm hin oder her - unsere Kleine freut sich ganz einfach darauf, Oma und Opa endlich wieder zu sehen. Der Mittlere will natürlich diesen Sommer wieder reiten - am besten jeden Tag. Der Große vertritt allerdings die Meinung, dass Pferde stinken und möchte damit nicht allzuviel zu tun zu haben. Dafür hat ihn diesen Sommer das WM Fieber gepackt. Also wenn es nach ihm geht, werden wir in den nächsten Wochen ohnehin unser Freizeitprogramm auf den Spielplan der Fußball Weltmeisterschaft abstimmen müssen.

Die Langsamkeit des Alltags…

Aber wie dem auch sei - ich sehe dem Ganzen mit einer gewissen Gelassenheit entgegen. Ich freue mich ganz einfach, dass man in den Sommerferien mal etwas langsamer machen kann. Morgens kein Gedränge im Bad, kein Antreiben und Rumhetzen, mittags dann grad mal wann man will und nicht schnell schnell, weil wir eigentlich schon wieder los sollten zum schwimmen, tanzen oder Klavier. Und am Nachmittag dann gemeinsam mit der kleinen Bande losziehen. Vielleicht heute einmal einen anderen Spielplatz entdecken? Oder doch wieder zu dem, den wir so lieben? Auf jeden Fall können wir bei allen Unternehmungen gaaaanz lange bleiben. Vielleicht auch direkt am Spielplatz picknicken? Denn morgen muss keiner in die Schule.
Ich freu’ mich auf jeden Fall auf diese „langsamen” Tage mit meinen Kindern. Ich genieße es einfach sehr, wenn in den nächsten Wochen der ständige Zeitdruck etwas aus unserem Alltag verschwindet. Und wenn die Kinder mittags noch im Schlafanzug herumhängen, dann hab ich das Gefühl, sie genießen sie auch - ihre Sommerferien.

Urlaub mit 9 Kindern? Großfamilie auf Reisen …

geschrieben von: Bettina Krankl - am 15. Juni 2010
Bettina Krankl

Stell dir vor, du bist Mutter einer 11-köpfigen Familie. In den Familienurlaub zu fahren, bedarf da schon einigen logistischen Geschicks. Sich aus der Affäre ziehen und die gesamte Mannschaft auf Ferienlager schicken? Fehlanzeige! Es sei denn, du hast einen Goldesel zu Hause ‘rumstehen. In dem Fall gilt wohl eher: Das Ferienlager bist du! Und zwar das ganze Jahr über…

Camping Urlaub - die Lösung?

Oder du wagst dich im Urlaub an das Abenteuer Familiencamping, eine günstige Alternative zum Familienhotel oder Kinderhotel. So wie Astrid Hofmann-Wellenhof. Sie ist neunfache (!) Mutter. Und das (fast) ohne „Patchwork”: Acht Kinder hat sie mit ihrem Mann Gottfried, durch ein Adoptivkind aus Kamerun wurde die Familie noch einmal erweitert.

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Ferienlager oder Camping? Bei neun Kindern keine Frage ... Foto: Gabi Schoenemann/pixelio.de

Im Dokumentarfilm von Helmut Manninger Keine Angst vor Kindern (Ö, 2009) hat die Kamera diese Familie mehrere Jahre hindurch im Alltag begleitet. Wie sich ein Familienurlaub zu elft bewerkstelligen lässt, erfahren wir in der außergewöhnlichen Doku ebenfalls:

„Wann simma denn da?”

Angetreten wird die Reise in einem kleinen Bus. Urlaubsziel Italien. Der große Vorteil beim Zelten: Die Kinder können schlafen, solange sie wollen, beim Essen darf auch mal gepatzt werden, alles in allem eine unkomplizierte Sache. Da man auch immer auf’s liebe Geld schauen muss, kann das Essen auch selber zubereitet werden. Ein Restaurantbesuch unter 200 Euro ist bei dieser Familiengröße nicht drin - sofern sich ein Tisch finden lässt, der groß genug ist …

20 Trommeln Wäsche - Willkommen zuhause!

Okay, okay, ich werd’ mich nie wieder beschweren, wenn ich nach dem nächsten Urlaub ein, zwei Tage die Waschmaschine laufen hab. Was ist das schon gegen geschätzte 150 Kilo Wäsche einer Frau Wellenhof? Nicht nur, aber auch deshalb sei ihr der Leading Ladies Award von Herzen gegönnt, mit dem die AHS Lehrerin im Vorjahr ausgezeichnet wurde. Ob mit oder ohne Auszeichnung: Für mich stellen die Wellenhofs etwas dar, was heute sehr selten geworden ist: echte Vorbilder.

Amüsante Urlaubslektüre

Übrigens: Gottfried Hofmann-Wellenhof ist nicht nur Familienvater und Lehrer, sondern auch Autor einiger sehr unterhaltsamer Geschichten aus dem Großfamilienleben - hier ein paar Buchtipps:

  • Auch Eltern sind nur Menschen - Die 55 besten Geschichten von den Wellenhofs
    von Gottfried Hofmann-Wellenhof und Walter Titz
    Verlag: Styria 2008, ISBN-10: 3222132518
  • Bleib kuhl, Papa!
    von Gottfried Hofmann-Wellenhof
    Verlag: Styria 2005, ISBN: 3222131813
  • Eine Familie voll Leben
    von Gottfried Hofmann-Wellenhof
    Verlag: Styria 2002, ISBN: 3222129762

Alles was mit Vögeln zu tun hat…

geschrieben von: doalittle - am 9. Mai 2010
doalittle

ups, natürlich meinte ich Vögel…deutsche Sprache ist wirklich eine schwierige Sprache. Alles was mit Vögel zu tun hat, war das Motto des Frühlingskonzertes verschiedener Chöre in unserem Ortszentrum. Ca. 75 Kinder waren anwesend und haben zu diesem Thema einstudierte Lieder und Canon zum Besten gegeben. Ein Chor hatte sogar einen Überraschungsgast mitgebracht - eine schwarze Henne. Obwohl es sich um Kinder im Volksschulalter handelte, haben sie die Lieder in verschiedenen Sprachen verständlich dargeboten und vor allem 3stimmig gesungen - laut, falsch und mit Begeisterung. Nein, nein das war jetzt nur gescherzt - ich selber war von der Vorstellung hingerissen und so manches Lied ist mir unter die Haut gegangen.

Nur eines hat mich etwas traurig gemacht - Normalerweise ist der Saal überfüllt und alle Sitzplätze nach kurzer Zeit vergeben. Und obwohl das Konzert erst um 18.30 Uhr angefangen hat, waren kaum Eltern anwesend, Sitzplätze sind leer geblieben und wären nicht ein paar Ehrengäste, Lehrer und Elternvereinsvertreter anwesend gewesen, hätten die Kinder vor einer wirklich geringen Anzahl von Zuschauern singen müssen. Ich war nicht nur überrascht, sondern vor allem traurig darüber. Es stimmt schon, dass ich auch nicht immer an allen schulischen Veranstaltung anwesend sein konnte, aber dann hatte ich zumindest eine Vertretung aus der Familie dort. Schließlich ist es doch eine besonders große Freude für Kinder Ihr Können zu präsentieren und mit allen Anwesenden den Auftritt zu feiern und zu würdigen. Mein Mutterherz macht es einfach stolz, zu sehen, wie viel Freude die Kleinen auf der Bühne haben können und meist auch keine Scheu vor einem öffentlichen Auftritt zeigen.

Ich werde nie die strahlenden Augen meines Jungen anlässlich einer Weihnachtsvorstellung im Kindergarten vergessen, als er mich in der 3. Reihe entdeckt hat und überwältigend die Rolle des Sterns wahrgenommen hat. Leider werden solche Veranstaltungen nur mehr selten organisiert, da sie meist unbedankt und wirklich zeitaufwendig in der Vorbereitung sind. Daher genieße ich umso mehr, wenn meine Kleinen die Möglichkeit dazu haben. Viele fühlen sich gegen Schulschluss besonders gestresst - so viele Termine heisst es da. Wir haben in unserer Familie hier Prioritäten vergeben und so sehen wir jeder Veranstaltung entspannt entgegen. Für mich ist es sogar eine Einstimmung auf die Ferien und die warme Jahreszeit. Abends haben wir keine Eile, da die Kinder erst bei Dunkelheit Müdigkeit verspüren und morgens meist mit dem Sonnenaufgang wieder aufwachen. Unsere gesamte Familie kann soziale Kontakte auffrischen, pflegen und neue knüpfen. Aus manchen Bekanntschaften werden manchmal sogar intensive Freundschaften. Und ganz besonders freue ich mich immer wieder, wenn mich die Kleinen unter den Zuschauern entdecken und ein Hauch von Freude und Glück über Ihr Gesicht huscht. Meistens verschwindet die anfängliche Anspannung und macht der Begeisterung Platz. Besonders lustig war ein Erlebnis mit dem kleinen Bruder, welcher einen unbeobachteten Augenblick, da ich die Kamera bediente, ausnutzte und zu seiner großen Schwester auf die Bühne stürzte. Nur mit Mühe war er wieder wegzubekommen und hat das Publikum zum Lachen gebracht. Leider bekam ich große Vorwürfe damals zu hören, welche ich heute nicht mehr so ernst nehmen würde. Damals war mein Nervenkostüm nur leider sehr dünn, da es die erste Veranstaltung für mich ohne Begleitung meines Ehemannes war und ich mit meinem kleinen Baby und unterdrückten Tränen den Saal rasch verließ, um meine aufbrausenden Gefühle in der kalten Winternacht wieder zum Beruhigen zu bringen.

Rückblickend war es gar nicht das erste Mal - aber im Bewusstsein habe ich damals vieles das erste Mal wahrgenommen. Daher kann ich nur jeden darauf hinweisen, die verschiedenen Lebensabschnitte, vor allem mit den Kindern, stressfrei und bewusst zu verbringen - denn realistisch gesehen, kann man fast auf der Hand die Anzahl der Weihnachtsfeiern, Schulabschlüsse etc. abzählen, welche wir mit den Kindern gemeinsam feiern dürfen. Dies sehe ich auch im Erleben der Jahreszeiten, nachdem ich mal abgezählt habe, wie viele ich vielleicht noch erleben werde, wenn ich von der durchschnittlichen Lebenserwartung mal ausgehe.

Und so erfreue ich mich an jedem Gewitter, jedem Sonnenauf- oder Untergang, jedem Schneefall. Und wenn es die Zeit zulässt, können wir von den Kleinsten besonders viel lernen, wie viel Freude sie an den Kleinigkeiten in der Umgebung haben - minutenlang stehen sie vor einer Lacke und beobachten die auseinanderrollenden Wasserwellen beim Heineintippen. Oder wie schnell füllen sich die Gummistiefel mit Wasser, wenn sie in den Lacken herumhüpfen. Am Besten hat mir immer gefallen, wie viel Freude sie daran haben im Regen herumzuhüpfen und die eigenen Haare nasser werden zu fühlen. Von den Wimpern hingen die Tropfen und die Kleidung klebte immer mehr auf ihrer Haut. Je schwerer die Kleider wurden, umso langsamer wurden die Bewegungen. Danach haben sie sich unter der dampfenden Dusche oder im warmen Bad wiedererwärmt. Der Hunger war riesig und die Nachtruhe entspannend. Schon vor Jahren habe ich festgestellt, dass Zeit in unserer heutigen Gesellschaft und hiesigen Kultur das wichtigste Gut ist. Viele haben diese nur sehr spärlich. Aber sehr viele pfropfen Ihren Terminkalender sicher unnötig voll. Wenn ich z.B. FreundInnen meiner Kinder zum Spielen einladen möchte, muss ich manches mal für viele Wochen im voraus dort anfragen - wo bleibt da die Spontaneität - aber glücklicherweise ist das nicht bei allen so.

Ich freue mich in jedem Fall schon auf die nächste Veranstaltung meiner Kinder - nach dem Motto: let’s meet again

Harte Schale - Weicher Kern

geschrieben von: doalittle - am 20. November 2009
doalittle

Oft habe ich gehört: “Wie hältst du das alles aus?” “Wie schaffst Du das?”

Sind es einfach nur Worthülsen, ernstgemeinte Bewunderung oder werden tatsächlich ehrliche Antworten erwartet?

In der Vergangenheit habe ich oft die Erfahrung gemacht, es ist besser nach englischer Manier zu sagen: “Danke, wie geht es Dir?” Und wir haben die Frage bereits mit einer Gegenfrage beantwortet. Keiner erwartet tatsächlich in der Folge ein tiefgreifendes Gespräch. Warum auch? Zwischen Tür und Angel haben die meisten ohnehin keine Zeit und Geduld. In den letzten Tagen habe ich jedoch das Gefühl, dass die Fragen an mich tatsächlich sehr ernst gemeint sind. Allerdings hat irgendetwas in der letzten Zeit meine harte Schale etwas aufgeweicht - Maroni soll man übrigens ein wenig einweichen. Dann können diese besser eingeritzt und gebraten werden. Das erleichtert das Schälen und die Maronis bleiben zarter. - tja, und wenn die Schale mal etwas zu weich ist und tatsächlich bereits eine Ritze enthalten ist, fühle ich mich etwas schutzlos. Da reicht schon ein schiefer Blick oder vielleicht eine kleine Kritik und der Kern löst sich auf. Nichts kann mich mehr zurückhalten und daher hilft nur mehr der Weg in die Öffentlichkeit mit einer dicken Sonnenbrille. Selbst in den Gebäuden wird diese nicht abgenommen und glücklicherweise kann man sich auch hinter der eigenen Mähne ein wenig verstecken. Nun, sehr attraktiv dürfte ich in diesem Zustand nicht wirken. Aber glaubt mir - derzeit habe ich keinerlei Bedürfnis mit meiner Aussenwelt wirklich zu kommunizieren. Das Problem dabei ist, dass ich auf diese Art und Weise ernstgemeinten Fragen in keinem Fall eine Antwort geben kann, geschweige denn jemandem in die Augen sehen kann.

Eines stimmt mich jedoch positiv, dass dieser Zustand vorübergehend ist und es war klar, dass irgendwann der aufgestaute Stress abgebaut werden muss. Danach kann ein neues Kapitel in meinem Leben beginnen. Manchmal schäme ich mich dafür, dass ich es nicht geschafft habe, vor meinen Kindern die Tränen getrocknet zu haben. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn alle sind sie wie kleine Lämmchen und verhalten sich sehr still und leise. Sie sind auf einmal hilfsbereit, friedlich und zeigen sich von der besten Seite. So ein Nachmittag kann sehr angenehm sein und verschafft ein wenig Ruhe. Eine liebe Freundin war so entsetzt über meinen Ausbruch, dass sie mich sofort daheim aufgesucht hat und uns alle mit Leckereien verwöhnt hat. Leid hat sie mir getan, weil sie einfach nicht wußte, wie sie mir helfen soll und feststellen mußte, dass es Situationen gibt, in welchen man jemandem einfach nicht mit Tipps und guten Sprüchen helfen kann. Und eigentlich war eine blose Umarmung meiner Tochter das Wärmste und hat mich am meisten getröstet.

Mit vielen Dinkelsäcken, Schockolade und gemeinsamem Lesen werden wir diesen trüben Tag, obwohl die Sonne so herrlich war, beenden. Und morgen essen wir jede Menge Nüsse und Maroni. Nachdem wir keinen Nussknacker haben, muss ein simpler Schnitzelpracker herhalten. Die Burschen haben in jedem Fall eine Menge Spass und können ungehindert Ihre Kraft und Ausdauer einsetzen. Man glaubt gar nicht, wie lange die Kinder mit einer derart simplen Beschäftigung konzentriert bei der Sache bleiben können. Und ich hoffe, dass nicht so bald ein neuer Hammerschlag meine derzeit hauchdünne Hülle durchbrechen wird.

Das Buch auf der Gartencouch

geschrieben von: Martina Kropsch - am 28. Juni 2009
Martina Kropsch

Heute- ENDLICH war er da- der langersehnte Tag. Eigentlich ist es kaum zu glauben, nach all den guten Vorsätzen, den abgehaltenen Yoga Stunden und dem “Finde zu dir selbst” und “Carpe diem”.

…aber als Mutter von 3 Kindern, Ehefrau eines Workalholics und  nebenbei mitten in der Wirtschaftskrise ein Jungunternehmen zu steuern, da genügen selbst die besten Yoga Gurus  und Vorsätze meistens nicht.

…aber es gab doch vor ca. 2 wochen bereits den Versuch am Sonntag das heißgeliebte Buch mit in den Garten zu nehmen- es hatte es doch geschafft, landete auf der Sonnenliege aber dann - doch nicht. Schon wieder war ein Kind da - entweder hungrig, durstig, leicht verletzt vom Trampolin gefallen, oder eine Mauerbiene (harmlos), die im Anmarsch auf des Eis war.

Wenn das alles versorgt wurde, kam der Hund mit seinen treuen Augen und wollte auch wieder etwas und wenn es nur der Platz auf meinen Füssen war…

Sonntag kurz vorm Schlafen gehen, wenn das Buch wieder auf dem Nachtkästchen landet, sind dann meist die Gedanken - “schon wieder zu wenig auf dich geachtet, mach es besser sonst kommst du zu kurz”.

Die Nacht vergeht, die Woche beginnt und ich möchte hier gar nicht einmal anfangen zu erzählen, was ich letzte Woche so alles (meist doch im allein Gang- Mann muss ja arbeiten und Geld verdienen) erledigt habe.

Voll ausgelaugt, nach einer Woche Regen beginnt das Wochenende - und ich muss gestehen ich bin froh, dass die Kinder schon so groß sind, dass sie uns Eltern in der Früh noch ein Weilchen im Bett schlafen lassen, weil sie der Fernsehfernbedienung mächtig geworden sind (ich weiß pädagogisch nicht sinnvoll…).

Und jetzt kommt’s - das Wetter verregnet all meine Pläne wie Rosen zurückschneiden (schauen schon gräßlich aus), ein bißchen Farn zum neuen Biotop umpflanzen, Unkraut gibt es auch genug, Dekosachen im Garten wieder umgestalten, Pool reinigen (dringend notwendig), und vieles, vieles mehr.

Stattdessen wurde ein bißchen gesaugt, wirklich ganz wenig geputzt (aber Küche muss nun mal sein) und mit den Kindern gespielt. Mein Mann hat - trotz Regen- 2 mal gegrillt (er hat zum Geburtstag einen neuen Griller bekommen und ist ganz happy:-)

Somit war es Sonntag 16:00- der Bauch vom Essen noch voll, der Kaffee stand auf dem Couch Tisch und ich lag doch tatsächlich daneben auf unserer neuen Garten Couch. Der Regen prasselte auf das Terassendach und ich danke Gott für dieses schöne Fleckchen Erde und meinem Mann der mir die Freiheit ließ letzte Woche diese Gartengarnitur zu erjagen.  Die Kinder spielten im Haus “Winter”- alle hatten ihre Schals, Hauben und Handschuhe  wieder an und normalerweise hätte ich schon wieder an die nächste Waschmaschine gedacht - doch heute nicht.

Und somit passierte es - ich griff zum BUCH und fing an zu lesen- mitten an einem Sonntag Nachmittag. Nach 3 Seiten bewunderte ich mich richtig selbst und wagte es sogar für kurze Zeit einfach in die Luft zu schauen- wow was für ein Gefühl…..