1. ein schneesicheres, variantenreiches Schigebiet
2. eine gute Schischule
3. ein leistbares Appartement in Liftnähe
… das waren die drei Haupt-Suchkriterien, nach denen wir den heurigen Schiurlaub ausgelotet haben. Das Ergebnis unserer Suche: 1. Obertauern / 2. Schischule Grillitsch & Partner / 3. Appartementhaus Schmeisser.
Inzwischen neigt sich die Urlaubswoche ihrem Ende zu und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen:
ad 1.
Über Schneemangel können wir uns im Schneeloch Obertauern nicht beklagen, kam er doch mehrmals in dieser Woche sogar waagrecht daher, als ihn uns der Wind ins Gesicht blies. Aber ich will mich nicht beschweren, dem Wind gelang es schließlich manchmal auch, die Wolken zu vertreiben und der Sonne einen grandiosen Auftritt zu ermöglichen.
Abwechslungsreich wie das Wetter ist auch das Schigebiet selbst, denn in Bezug auf Pistenauswahl lässt Obertauern keinen Wunsch offen: vom Anfängerhügelchen bis zu zahlreichen anspruchsvollen Tiefschneehängen und Buckelpisten findet man durchgehend alle Schwierigkeitsgrade.
ad 2.
Sonntag beim Vorfahren für die Gruppeneinteilung der Schischule: Astrid stürzt beim Seilzuglift, legt sich bei den vier flachen Bogerln auch nicht wahnsinnig ins Zeug und dennoch entgeht dem Schilehrer nicht, dass sie derart sicher auf den Schiern steht, dass sie sogar zu den „Champions” darf. Das nenne ich ein geschultes Auge!!! Und die Gruppe hat tatsächlich gepasst - gemeinsam mit lauter 9-12jährigen hat meine 7jährige bravourös zwischen Buckeln und im hüfthohen Tiefschnee mitgehalten und es noch dazu ziemlich cool gefunden.
Auch Gregor hat es mit seinem gutgelaunten Schilehrer super erwischt und sich in dieser Woche vom Schneepflug-Fahren verabschiedet.
Einer Premiere fieberte die Schischule am Dienstag entgegen, denn da fand erstmals ein abendliches Kinderfest statt, bei dem die einzelnen Gruppen als Hauptakteure agierten. Der enorme Organisationsaufwand machte sich bezahlt, denn die Eltern wurden mit großartigen schifahrerischen bzw. komödiantischen Einlagen ihrer Sprösslinge und die Kids selbst mit einem Feuerwerk über ihren staunenden Köpfen belohnt. Auch der Anblick der unzähligen bunten Ballons, die die Schischulkinder gleichzeitig steigen ließen, ging ans Herz. Zum Glück konnte sich schließlich auch Gregor von seinem Ballon trennen und entließ ihn in den nächtlichen Himmel.
ad 3.
Wir sind zwar keine Appartement-Neulinge, aber in solche Verlegenheit kamen wir noch nie: In der Haus-Beschreibung wurde zwar auf die Möglichkeit hingewiesen, auf geborgtes Bettzeug aufzuzahlen, aber dass auch keine Handtücher im Zimmer vorhanden waren, stellte sich erst bei Ankunft heraus - da waren wir wohl ein bisschen zu blauäugig unterwegs. Und als nach ein paar Tagen der ohnehin bescheidene Vorrat an WC-Papier zur Neige ging und ich den Vermieter um Nachschub bat, meinte er, das sei ebenfalls selbst beizusteuern. Beim nächsten Mal sind wir also schlauer und packen mehr Klopapier statt Klamotten in die Koffer, denn Gewand habe ich ohnehin schon wieder viel zu viel mitgenommen. Dennoch hat uns die Top-Lage direkt an der Piste und das tolle Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt und seit heute Abend ist fix:
Wir sind nächstes Jahr wieder hier - im gleichen Appartement, in der gleichen Schischule, im gleichen Schigebiet.
