Artikel-Schlagworte: „Angst“

Arztbesuch mit Kindern – 10 Tipps

geschrieben von: Bettina Krankl - am 20. Oktober 2011
Bettina Krankl

Die Schnupfenzeit ist in vollem Gange und die Wartezimmer der Ärztinnen und Ärzte füllen sich. Leidet dein Kind an hohem Fieber und Schmerzen, oder wird die nächste Impfung fällig, ist ein Besuch beim Kinderarzt unumgänglich. Allzu oft ist der Arztbesuch mit Kindern jedoch mit Angst verbunden: Durch ein paar einfache Tricks kannst du aber schon im Vorfeld für eine positive und entspannte (mehr…)

Die Seele und (Sehn)sucht

geschrieben von: doalittle - am 3. Oktober 2009
doalittle

Warum haben wir eigentlich Angst uns zu spüren? Ich weiß es nicht? Heute habe ich offensichtlich die Sturmzeit erlebt und die Kinder haben es genossen. Mama war ausgelassen wie schon lange nicht und wir haben eine Menge miteinander gelacht. Bei mir hat der Alkohol Gott sei Dank blos die Auswirkung, extrem müde zu werden. Davor bin ich aber für die Kinder fast wie ein Clown. Das heißt nicht, dass diese Wirkung bei jedem so ist. Heute habe ich mich beim Sturm einfach nicht  zurückhalten können.
Nun heißt es, ab in die Federn und mit den Kindern genüsslich einschlummseln. Warum aber greifen wir überhaupt zu Suchtmitteln?
Wahrscheinlich ist ein Gefühl der Unbeholfenheit im Spiel? Oder ist es einfach nur die Angst davor sich zu spüren? Nicht immer fühlen wir uns glücklich, obwohl wir uns danach sehnen. Oder wir haben Sehnsucht nach Geborgenheit. Ist das der Grund warum wir nach Ersatzgenußmitteln greifen? Ich weiß es nicht und hab es auch noch nicht genau studiert. Die Wiederkehr der Seele im wahrsten Sinne erfährt allerdings eine Rennaisance. Viele von uns sind ohne Glauben aufgewachsen. Und nun suchen wir nach spiritueller Erfüllung oder ähnlichem. Wir sind eben mehr als nur Körper. Uns umgibt mehr als nur Materie. Aber dies läßt sich nur schwer  beschreiben und begreifen.

Viele meinen, die Augen sind der Fenster zur Seele. Aber wer kann uns schon so in die Augen sehen, damit er begreift, wie wir fühlen. Ich denke, dass ist nur selten der Fall. Und als ich einst das Gefühl hatte, es hat mir jemand in die Seele gesehen, habe ich es mit der Angst zu tun bekommen. Im wahrsten Sinne hat man meine  Privatspähre betreten. Gestern habe ich davon geträumt in den Armen eines geliebten Menschen eingeschlafen zu sein und bin in der Früh so entspannt und ausgeruht wie schon lange nicht mehr aufgewacht. Dieser hat wohl meine Seele erblickt und weiß auch in den Träumen mich zu berühren.

verliebt, verlobt, verheiratet …. geschieden

geschrieben von: doalittle - am 25. September 2009
doalittle

Die ganze Zeit überlege ich, wie ich wohl mit diesem Thema anfangen soll. Denn schließlich schreibe ich diese blogs, damit ich auch anderen Müttern meine Erfahrungen mitteile und vielleicht auch mal Feedback dazu erhalte.
Viele haben sich vielleicht schon gefragt, was soll die ganze Gefühlsduselei. Es hat aber lange gebraucht, bis ich all das, was ich in den vergangenen 18 Monatenerfahren habe, verarbeiten konnte.

Es war wie ein Puzzle, deren Seiten erst mal sortiert werden mußten. Dann sucht man sich ein Teil, womit man am liebsten anfangen möchte. Wie vielleicht treue LeserInnen bereits mitbekommen haben, erlebe ich die letzten zwei Jahre mit meinen Kindern als Alleinerzieherin mit allen positiven und negativen Seiten dazu.
Davor habe ich ca. 18 Jahre eine Beziehung mit meinem Mann geführt. Auch hier haben wir die eine und andere Krise erlebt. Jedes Mal, wenn wir eine Krise gemeistert haben, fühlte zumindest ich mich wieder ein wenig reifer und die Beziehung inniger. Viele betrachteten uns als beispielhafte Musterfamilie und hätten sich diese Entwicklung nie im Leben erträumt.

Mit einem Mal fühlte ich aber in meiner Bauchgegend, dass diese innige Beziehung vorbei war. Es war nicht eine Entwicklung, nein ganz plötzlich hatte ich dieses Gefühl. Vielleicht habe ich dieses Gefühl auch einfach zu spät wahrgenommen. Klar habe ich mitbekommen, dass die Geburt unseres Jüngsten mit allen Turbulenzen um
Übersiedlung, Weihnachten, beginnende Wirtschaftskrise, … die Beziehung nicht kalt ließ. Die Geburt habe ich nur knapp überlebt. Warum? Ich war einfach erschöpft - purer Sauerstoff hat mir die nötige Kraft gegeben und die Hebammen haben ihr Handwerk verstanden.

Der plötzliche Wintereinbruch und die neue Umgebung haben mich mit meinen Kleinen im trauten Heim einsam
werden lassen. Glücklicherweise hatte ich einen liebevollen Freundeskreis und selbstlose Helfer im näheren Umkreis. So hat eine liebe Familie mein Volksschulmädchen jeden Morgen mit zur Schule genommen. Und eine liebe Freundin hat mir schnellsten ein AuPair Mädchen vermittelt. Das war meine Rettung. Ein paar liebe Frauen haben mich regelmäßig jeden Mittwoch mit einem üppigen Frühstück besucht. Das hat mir die nötige Abwechslung und den Kontakt zu Erwachsenen gebracht.

Vor zwei Jahren dachte ich mir dann: “So, jetzt sind die Kleinen aus dem Gröbsten” und erfreute mich an den vielen schönen Seiten des Lebens. Besonders gefreut hat mich die Einladung meines Mannes nach Dublin. Ein Wochenende nur mit ihm allein. Und so reiselustig, wie ich schon immer war, freute ich  mich ganz besonders auf Irland, wo ich zum ersten Mal hinreisen wollte. Doch das Wochenende erlebte ich wohl anders als mein Mann. Für mich war es irgendwie ernüchternd und ich konnte noch nicht sagen warum. Selbst die Adventstimmung konnte mich an diesem Wochenende nicht aufheitern.

Zu dieser Zeit war mein Mann bereits ein halbes Jahr in Übersee. Davor hatten wir zwar auch schon eine Wochenendbeziehung gelebt und waren immer mit unserer Situation zufrieden. In Übersee war es jedoch anders. Wir sahen uns immer seltener und nach der Weihnachtszeit endeten plötzlich die regelmäßigen Gespräche und Chats über Skype. Erschreckend war die plötzliche Abreise vom gemeinsamen Schiurlaub. Aber schließlich hatte seine Boss einen Zusammenbruch und eine unaufschiebbare Konferenz verlangte seinen Einsatz. Also verbracht ich die letzten Urlaubstage alleine mit den Kindern und war froh unbeschadet heimgekommen zu sein. Doch zu dieser Zeit häuften sich unerklärliche Dinge, bis ich plötzlich ohne finanzieller Hilfe und ohne einer Krankenversicherung für die Kinder plötzlich dastand. Von einem auf den anderen Tag, packte ich mich selber am Schopf und zog mich aus dem Sumpf …
Ein Telefonat mit diversen juristischen Ratschlägen und einer Terminvereinbarung beim AMS - und schon hatte ich in der nächsten Woche ein Bewerbungsgespräch und 3 Tage später 2 Jobs an der Hand. Ich war plötzlich so voller Energie und Tatendrang, dass es jeden potentiellen Arbeitgeber einfach überzeugen mußte. So hatte ich binnen 2 Wochen mein erstes Gehalt am schnell eröffneten Konto, eine Krankenversicherung für uns alle und nicht zu vergessen, hatte ich endlich wieder Anspruch auf Familienbeihilfe (auf die ich zwar nie verzichtet habe - aber das ist eine andere Geschichte). Ein weiteres Jahr, noch ein paar Erlebnisse mehr und einen Urlaub hat es dann gebraucht, bis ich mich endlich zur Trennung entschieden habe. Am meisten erschüttert hat mich die Tatsache, dass mein Mann meinte, ein Mann müsse dahinter stehen - aber ja, nämlich ER !!!

Leicht habe ich es mir mit der Entscheidung sicher nicht gemacht - aber so bin ich auch offiziell allein. Jetzt muß nur noch das Behördliche erledigt werden. Ich hoffe, so rasch wie möglich, auf eine endgültige Regelung. Dies ist sehr wichtig für uns alle, vor allem für die Kinder. Bis zum Schluss dachte ich, Eltern haben die Pflicht gemeinsam die Verantwortung für die Kinder wahrzunehmen und war immer dazu bereit alles mir mögliche dafür zu unternehmen, meinen Partner zu verstehen und zu unterstützen. Dass er meine große Liebe ist, versteht sich von selbst. Deshalb ist dieser Schritt besonders schwierig, aber besonders wichtig, da ich sonst an den vielen Verletzungen und Kränkungen zugrunde gehen würde und schließlich fühle ich mich für die Kinder verantwortlich. Viele versuchen mich damit zu trösten, dass ich nicht allein mit dieser Situation dastehe. Aber ich sehe keinen Trost darin, denn für mich bedeutet es, dass ich hier gescheitert bin. Traurig ist vor allem, dass mein Partner, seitdem ich ihm von meinem Wunsch einer Trennung berichtet habe, überhaupt kein Wort mehr mit mir wechselt. Ich finde keine Kommunikation schlichtweg furchtbar und vor allem unfair. In jeder Geschäftsbeziehung werden Gespräche geführt, warum dann nicht in einer Partnerschaft. Wenn man 20 Jahre miteinander verbracht hat und mehrere Kinder gezeugt hat, sollte man miteinander sprechen können und seine Gefühle im Griff haben, oder?

Widersprüche und Ängste

geschrieben von: doalittle - am 24. Juli 2009
doalittle

Was mache ich hier? Das waren meine ersten Gedanken auf der Insel. Alle haben mir zu der Reise geraten und immer wieder habe ich über die Richtigkeit meiner Entscheidung nachdenken müssen.

Ich denke, dass es vielen Müttern so beim „Ersten Mal“ geht.

Die Gedanken kreisen und wir schwanken zwischen Glücksgefühl und schlechtem Gewissen.

In meinem Falle ging es darum eine Reise alleine anzutreten. Und unter – allein - verstehe ich wirklich allein. Ich bin ohne Kinder und ohne Begleitung, weder Partner noch Freundin zu einem mir unbekannten Ort in den frühen Morgenstunden aufgebrochen. Am Flughafen habe ich so manchen gesehen und mich gefragt, ob sie das gleiche Ziel verfolgen wie ich. Die Abreise konnte ich noch nicht wirklich geniesen.

Am Schlimmsten war der Abschied von den Kindern. Gott sei Dank haben sie geschlafen, denn sonst hätte ich die zerreisenden Gefühle nicht überstanden. Als ich dann nach der Landung endlich die Meeresluft erschnuppern durfte, war es um mich geschehen. Ich war vom Zauber, dem Türkis, der angenehm feuchten Brise im Gesicht, dem Salzgeschmack auf der Zunge und dem Duft nach viel mehr von Allem gefangen. Und in der Fähre war es endgültig um mich geschehen. Begonnen hat diese sehr ruhig, aber dann nahm die Windstärke zu und somit der Wellengang und ich lies mich vom Rhythmus der Wogen leiten. Es fand eine Verschmelzung des Rhythmuses der Wellen, des Schiffes, meiner selbst und der Musik in meinem Kopf statt. Es war ein Wiederfinden im wiederkehrenden wohligen Gefühl der Gleichmäßigkeit in all dem Chaos, das uns sonst umgibt und gefangen hält.

Auf der Insel haben sich dann noch viel mehr solcher Momente ergeben und erfahren wie sehr wir mit der Natur und den Ereignissen verbunden sind. Die Wechselwirkung hat sich verstärkt und sollte noch lange nach der Rückkehr anhalten. Es ist eine Art Trance ohne notwendiger Zuführung chemischer Präparate. Die Natur hat dafür gesorgt, dass diese Hormone in unserem Körper zum passenden Zeitpunkt und in der richtigen Menge ausgeschüttet werden. Wir müssen offensichtlich diesen Zustand nur erkennen, wahrnehmen, akzeptieren und zu guter letzt zulassen.

Fest steht, dass ich den Entschluß zu einer solchen Reise wiederholen werde!