Warum haben wir eigentlich Angst uns zu spüren? Ich weiß es nicht? Heute habe ich offensichtlich die Sturmzeit erlebt und die Kinder haben es genossen. Mama war ausgelassen wie schon lange nicht und wir haben eine Menge miteinander gelacht. Bei mir hat der Alkohol Gott sei Dank blos die Auswirkung, extrem müde zu werden. Davor bin ich aber für die Kinder fast wie ein Clown. Das heißt nicht, dass diese Wirkung bei jedem so ist. Heute habe ich mich beim Sturm einfach nicht zurückhalten können.
Nun heißt es, ab in die Federn und mit den Kindern genüsslich einschlummseln. Warum aber greifen wir überhaupt zu Suchtmitteln?
Wahrscheinlich ist ein Gefühl der Unbeholfenheit im Spiel? Oder ist es einfach nur die Angst davor sich zu spüren? Nicht immer fühlen wir uns glücklich, obwohl wir uns danach sehnen. Oder wir haben Sehnsucht nach Geborgenheit. Ist das der Grund warum wir nach Ersatzgenußmitteln greifen? Ich weiß es nicht und hab es auch noch nicht genau studiert. Die Wiederkehr der Seele im wahrsten Sinne erfährt allerdings eine Rennaisance. Viele von uns sind ohne Glauben aufgewachsen. Und nun suchen wir nach spiritueller Erfüllung oder ähnlichem. Wir sind eben mehr als nur Körper. Uns umgibt mehr als nur Materie. Aber dies läßt sich nur schwer beschreiben und begreifen.
Viele meinen, die Augen sind der Fenster zur Seele. Aber wer kann uns schon so in die Augen sehen, damit er begreift, wie wir fühlen. Ich denke, dass ist nur selten der Fall. Und als ich einst das Gefühl hatte, es hat mir jemand in die Seele gesehen, habe ich es mit der Angst zu tun bekommen. Im wahrsten Sinne hat man meine Privatspähre betreten. Gestern habe ich davon geträumt in den Armen eines geliebten Menschen eingeschlafen zu sein und bin in der Früh so entspannt und ausgeruht wie schon lange nicht mehr aufgewacht. Dieser hat wohl meine Seele erblickt und weiß auch in den Träumen mich zu berühren.
