Welche Frau mit Kinderwunsch kennt es nicht, jedes Monat das nervige warten auf die Mens? Besser gesagt das warten darauf das die Mens nicht eintrudelt?
Rückblick: Heute wäre NMT. Noch ist keine Mens in Sicht….der Schwangerschaftstest liegt griffbereit im Kastl…und die Nerven liegen blank….soll man testen oder lieber doch noch auf Morgen warten.
Was wenn der Test wieder negativ ausfällt - man wäre frustriert, traurig und auch wütend bräuchte wieder ein paar Tage bis man das verdaut hätte und sich auf das Motto “Neues Monat - neues Glück” eingestellt hat.
Also wartet man doch noch bis morgen, der Test könnte doch auch negativ ausfallen weils einfach noch zu früh zum testen ist.
Kurze Zeit später wird der Schwangerschaftstest doch benutzt - man braucht einfach Gewissheit sonst kann man sich auf nix anderes konzentrieren. Und 2 min. später ist der Test gaaanz fett POSITIV! Ja was tut Frau jetzt? Kann das Glück gar nicht fassen, kanns fast nicht glauben, all die frustrierenden Monate mit den negativen Tests sind vorbei!
Frau schnappt sich das Telefon und ruft den werten Gatten an, verkündet die freudige Nachricht, nach dessen Tonfall nach dürfte er gerade über ganze Gesicht grinsen wie ein Hutschpferd präsentiert die Antwort: Ja endlich! und hinten nach folgt ein Seufzer als hätte er gerade 10 Tonnen von seinem Rücken geladen.
Nachdem das alles mal ein wenig verdaut ist, kommt die Angst “wird diesmal alles gut gehen”? Noch war ich ja nicht beim Gyn. Was wenn der Test einfach falsch anzeigt? Es folgen einige mühsame Tage in denen Freude und Angst Hochschaubahn fahren. Endlich der Tag der Wahrheit: 1. Termin beim Gyn.
Nach der gängigen Berechnung nach müßte man jetzt ungefähr in der 6. ssw sein.
Naja das hieße man sollte beim Ultraschall doch schon zumindest eine Fruchthöhle sehen….lang wird geschallt - die Antwort des Arztes ist nicht die die man sich erhofft hatte. Grad mal eine 1 cm große leere Fruchthöhle ist zu sehen - mehr nicht.
Eine Aussage die einen wieder auf den Boden der Realität holt - wär ja doch zu schön gewesen wenn diesmal alles gut gegangen wäre. Wenn man endlich nach 40 Wochen ein gesundes, lebendes Kind in den Armen halten dürfte. Sollte dies die 4. Fehlgeburt werden? Soll man hoffen, kämpfen, positiv denken? Oder lieber gleich mit dem schlimmsten rechnen? Was wenn man hofft und dann doch verliert - man fällt so hart - es tut so weh! Oder besser gleich negativ eingestellt sein? Dann tuts am Ende nicht so sehr weh. Aber was wenn dieses Kleine Wunderding doch noch wachsen würde und man zerstört alles mit seiner negativen Einstellung?
Könnte man das dann verkraften?