Als Armin Assinger vor einigen Jahren das erste Mal Werbung für die Falkensteiner Hotels (vorrangig für jenes in seiner Heimat Nassfeld/Hermagor) machte, hab ich ja geglaubt, dass Falkensteiner eine Kärntner „Erfindung” sei. Doch inzwischen weiß ich, dass das Stammhaus im Südtiroler Pustertal liegt - sozusagen an der Verbindung zwischen Brennerautobahn und Osttirol, nahe der gewaltigen Gebirgslandschaft der Dolomiten. Hier - im relativ unspektakulären Ort Ehrenburg mit gleichnamigem Schloss - kauften vor 52 Jahren Maria und Josef Falkensteiner ein Grundstück an einem kleinen See und eröffneten eine Pension mit sieben Betten. Einige Jahre später wurde die Pension zum Falkensteiner Lido Ehrenburgerhof ausgebaut und damit zum ersten Familienhotel in Südtirol, das Dusche und WC im Zimmerbereich unterbrachte. 1973 wurde sogar das erste hoteleigene Hallenbad Südtirols geschaffen, ein Jahr darauf die erste Hoteldisco in ganz Südtirol. Wir sehen also: bei der Familie Falkensteiner muss es sich wohl um wahre Visionäre und Vorreiter in Sachen Hotellerie und Tourismus handeln. Denn was dort 1957 im Kleinen begann, ist heute Teil einer international erfolgreichen Unternehmensgruppe, die 22 Hotels in Italien, Österreich, Tschechien, Kroatien und in der Slowakei betreibt. Außer dem Lido Ehrenburgerhof gehören noch drei weitere Hotels im Pustertal zur Falkensteiner-Gruppe, die jedoch eher das Wellness-Publikum ansprechen.
Trotz der ganzen Nostalgie rundherum bietet das „Lido” in Ehrenburg aber keineswegs verstaubtes Ambiente oder einen veralteten Standard, denn es wurde ständig an der Qualitätssicherung des Hauses gearbeitet und so präsentiert sich das Haus mit seinen 94 Zimmern und Suiten heute nach wie vor als Familienhotel erster Güte. Davon konnte sich auch eine Freundin von mir im vergangenen Sommer überzeugen. Sie buchte für ihren 9jährigen Sohn das Naturdetektiv-Camp, bei dem Kinder ab sechs Jahren unter der Leitung von Experten an fünf Tagen die verschiedenen Aspekte der Südtiroler Natur erkunden: zunächst machten sie den Wald unsicher, am nächsten Tag war das Wasser dran, an Tag 3 wurde das Überleben in freier Natur geprobt, danach erhielten sie Einblick in die Natur bei Nacht und am fünften Tag stand ein Besuch auf einem Lehr-Bauernhof auf dem Programm. Ein Familien-Natur-Fest samt Naturdetektiv-Diplom-Verleihung bildete den Abschluss der lehrreichen Urlaubswoche. Das nenn ich doch ein zeitgemäßes Angebot!
Video - Falkensteiner Familienhotels
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