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Alles was Flügel hat…

geschrieben von: Edith Schillinger - am 13. Februar 2010
Edith Schillinger

So gerne hätte ich ein Bild von Astrid als Mary Poppins gehabt, mit Mantel, geblümten Hut und Tasche, aufgespanntem Regenschirm und keckem Lächeln. Oder von Gregor als coolem Superman, Arm nach oben gestreckt und mit entschlossenem Blick. Leider hatten meine beiden keine Lust dazu, sich bei der „Es fliegt, es fliegt“-Ausstellung im ZOOM Kindermuseum vor der fetzigen Wolkenkratzer-Kulisse fotografieren zu lassen. Die Fotos hätte ich sonst einen Tag nach unserem Besuch von der ZOOM-Homepage runterladen können - sehr nette Idee! Ich dachte ja schon, sie verlangen - wo doch der Eintritt in die Ausstellung seit 1.1.2010 nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene gratis ist - zumindest für die Fotos einen Haufen Geld. Doch nein, alles kostenlos!

Und dabei wird in der aktuellen Mitmach-Ausstellung, die diesen Namen auch verdient, noch viel mehr geboten: Großen Spaß hatten meine Kids z.B., als sie gut gesichert an einem Seil ca. 4 - 7 Meter (ich bin sehr schlecht im Schätzen) in die Höhe gehievt wurden, um von dort oben wieder runter zu „fliegen”. Oder beim Computer-Reaktionstest für angehende PilotInnen. Oder beim Steigenlassen eines Mini-Heißluftballons. Oder am Flugsimulator im nachgebauten Flugzeugcockpit. Oder beim Ausprobieren, wie das Rückstoß-Prinzip eines Raketenantriebes grundsätzlich funktioniert. Oder, oder, oder… Leider blieb in den vorgegebenen 1,5 Stunden gar nicht genug Zeit, alle Stationen zu absolvieren.

Den Vogel abgeschossen (wie schön das im übertragenen Sinne hier doch passt….) hat allerdings in den Augen meines Sohnes der allerhinterste Raum der Ausstellung. Hier konnten nach fachkundiger Anleitung verschiedene Papierflieger-Modelle gefaltet werden, um sie nach Vollendung gleich auf ihre Flugfähigkeit zu testen. Dafür wurde eigens eine Abschussrampe aufgebaut, samt Rollbahn mit Maßangaben für Weitenflug bis 10 Meter. Gregors Papierflieger, Modell „Pfeil”, schaffte doch tatsächlich an die 9 Meter und mein Sohnemann war sichtlich stolz auf seinen Flieger-Flitzer. Schön, dass man 5Jährige mit so einfachen Dingen glücklich machen kann. 

Schade nur, dass man der Ausstellung inzwischen ansieht, dass sie bereits einige Zeit läuft. Beschriftungstafeln sind teilweise nicht mehr vollständig lesbar, die Flugzeugsitze im großen Flieger-Modell wirken schon ein bisschen abgeschmuddelt usw.
Aber lange muss das alles ohnehin nicht mehr halten, denn die Fliegen-Ausstellung schließt mit 21. Februar ihre Pforten, um sich nach etwas mehr als dreiwöchiger Umbauzeit ab 17. März runderneuert und erfrischt dem Thema „Wasser” zu widmen. Das wird bestimmt ein feucht-fröhlicher Spaß!

Klopapier statt Klamotten

geschrieben von: Edith Schillinger - am 6. Februar 2010
Edith Schillinger

1. ein schneesicheres, variantenreiches Schigebiet
2. eine gute Schischule
3. ein leistbares Appartement in Liftnähe

… das waren die drei Haupt-Suchkriterien, nach denen wir den heurigen Schiurlaub ausgelotet haben. Das Ergebnis unserer Suche: 1. Obertauern / 2. Schischule Grillitsch & Partner / 3. Appartementhaus Schmeisser.
Inzwischen neigt sich die Urlaubswoche ihrem Ende zu und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen: 

ad 1.
Über Schneemangel können wir uns im Schneeloch Obertauern nicht beklagen, kam er doch mehrmals in dieser Woche sogar waagrecht daher, als ihn uns der Wind ins Gesicht blies. Aber ich will mich nicht beschweren, dem Wind gelang es schließlich manchmal auch, die Wolken zu vertreiben und der Sonne einen grandiosen Auftritt zu ermöglichen.
Abwechslungsreich wie das Wetter ist auch das Schigebiet selbst, denn in Bezug auf Pistenauswahl lässt Obertauern keinen Wunsch offen: vom Anfängerhügelchen bis zu zahlreichen anspruchsvollen Tiefschneehängen und Buckelpisten findet man durchgehend alle Schwierigkeitsgrade. 

ad 2.
Sonntag beim Vorfahren für die Gruppeneinteilung der Schischule: Astrid stürzt beim Seilzuglift, legt sich bei den vier flachen Bogerln auch nicht wahnsinnig ins Zeug und dennoch entgeht dem Schilehrer nicht, dass sie derart sicher auf den Schiern steht, dass sie sogar zu den „Champions” darf. Das nenne ich ein geschultes Auge!!! Und die Gruppe hat tatsächlich gepasst - gemeinsam mit lauter 9-12jährigen hat meine 7jährige bravourös zwischen Buckeln und im hüfthohen Tiefschnee mitgehalten und es noch dazu ziemlich cool gefunden.
Auch Gregor hat es mit seinem gutgelaunten Schilehrer super erwischt und sich in dieser Woche vom Schneepflug-Fahren verabschiedet. 

Einer Premiere fieberte die Schischule am Dienstag entgegen, denn da fand erstmals ein abendliches Kinderfest statt, bei dem die einzelnen Gruppen als Hauptakteure agierten. Der enorme Organisationsaufwand machte sich bezahlt, denn die Eltern wurden mit großartigen schifahrerischen bzw. komödiantischen Einlagen ihrer Sprösslinge und die Kids selbst mit einem Feuerwerk über ihren staunenden Köpfen belohnt. Auch der Anblick der unzähligen bunten Ballons, die die Schischulkinder gleichzeitig steigen ließen, ging ans Herz. Zum Glück konnte sich schließlich auch Gregor von seinem Ballon trennen und entließ ihn in den nächtlichen Himmel. 

ad 3.
Wir sind zwar keine Appartement-Neulinge, aber in solche Verlegenheit kamen wir noch nie: In der Haus-Beschreibung wurde zwar auf die Möglichkeit hingewiesen, auf geborgtes Bettzeug aufzuzahlen, aber dass auch keine Handtücher im Zimmer vorhanden waren, stellte sich erst bei Ankunft heraus - da waren wir wohl ein bisschen zu blauäugig unterwegs. Und als nach ein paar Tagen der ohnehin bescheidene Vorrat an WC-Papier zur Neige ging und ich den Vermieter um Nachschub bat, meinte er, das sei ebenfalls selbst beizusteuern. Beim nächsten Mal sind wir also schlauer und packen mehr Klopapier statt Klamotten in die Koffer, denn Gewand habe ich ohnehin schon wieder viel zu viel mitgenommen. Dennoch hat uns die Top-Lage direkt an der Piste und das tolle Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt und seit heute Abend ist fix:
Wir sind nächstes Jahr wieder hier -  im gleichen Appartement, in der gleichen Schischule, im gleichen Schigebiet.

Schlimme Finger wurden vor die Tür gesetzt

geschrieben von: Edith Schillinger - am 29. Januar 2010
Edith Schillinger

Bei 66 habe ich aufgehört zu zählen. Und dabei bin ich erst bei ungefähr der Hälfte angekommen. Mehr als 100 Kinder werden es also bestimmt gewesen sein, die am vergangenen Sonntag dem Ruf der Sioux-Indianer gefolgt sind und sich einen spannenden Gratis-Familien-Vormittag im Museum für Völkerkunde erhofft haben. Beim Anblick dieser riesigen Menge war Skepsis angebracht. Wie soll das mit so vielen Kindern denn funktionieren…?

Aber erstaunlicherweise klappte es ganz gut. Die Museumspädagogin Christine bemühte sich redlich, dem Ansturm gerecht zu werden. Die Kinderführung durch die Ausstellung „Sitting Bull und seine Zeit” lief also folgendermaßen ab: Christine ließ die bunte Kinderschar am Boden Platz nehmen, Eltern standen brav dahinter und mit kräftiger, klarer Stimme erzählte sie weniger von der Indianer-Ikone Sitting Bull selbst, sondern vielmehr Interessantes vom Leben der Indianer allgemein, von Pferden und Bisons, Gewändern und Federschmuck - also genau das, was die Kinder auch hören wollten. Und dabei waren die Kids und Erwachsene - oh Wunder - überraschend diszipliniert, relativ aufmerksam und bekamen wirklich einiges mit.

So haben wir z.B. erfahren, dass das Tipi immer der Indianer-Frau gehörte. Also hatte sie das Recht, dem Mann - wenn er sich nicht ordentlich benommen hat oder nicht nett zu den Kindern war - als Warnung seine Mokassins vor das Zelt zu stellen. Nach dreimaliger Verwarnung musste er aus dem Zelt ausziehen, um evt. wieder bei seinen Eltern unterzutauchen. Erst wenn er sich gebessert hat, durfte er zurück. Dieser Brauch war mir bisher nicht bekannt und ich finde ihn gar nicht so übel…

Im Anschluss an die Führung wurden Rätselrallye-Unterlagen ausgeteilt, in ungewöhnlich umfangreicher Ausfertigung. Auf rund 20 Seiten wurden viele - zum Teil recht knifflige - Aufgaben gestellt. Teilweise haben wir die passenden Antworten in der Ausstellung nachrecherchieren müssen. Um bei der Verlosung teilnehmen zu können, haben aber fünf gelöste Fragen genügt. Und tatsächlich - Gregor hatte Glück und hat ein wunderschönes Indianer-Wissensbuch gewonnen. Ein sehr großzügiger Gewinn, worüber sich mein Sohnemann unheimlich gefreut hat!

Als Abschluss des dreistündigen Programms erwarteten uns im großen Mit-Mach-Saal einige Bastelideen: vom Papier-Tipi über Ausmal-Masken und Kojoten-Faltvorlagen bis hin zu raffinierten Indianergeschichten-Comicstrips im Streichholzschachtel-TV … da waren auch die Eltern gefordert. Darüberhinaus hat uns Christine mit weiteren Spielanregungen und Nähanleitungen für Mokassins für daheim versorgt - man hat deutlich gemerkt, dass sie dem Thema auch persönlich sehr zugetan war.

Was mir noch aufgefallen ist: Erstaunlich viele Papas waren mit ihrem Nachwuchs unterwegs - anscheinend kann man mit dem Thema „Cowboy und Indianer” nicht nur bei den Kids, sondern auch bei den ganz großen Jungs immer wieder punkten!

Master Blaster - generationenübergreifend

geschrieben von: Edith Schillinger - am 22. Januar 2010
Edith Schillinger

Sag mir, woran du bei „Master Blaster” denkst, und ich sage dir, wie alt du bist:
Mitglieder der Elterngeneration 30+(+) werden sich vielleicht noch an den gleichnamigen 1980er Hit von Stevie Wonder erinnern. Jugendliche denken dabei vermutlich eher an eine deutsche Techno-Musikgruppe, die alte Italo-Disco-Hits als Dance-Versions in die Clubs bringt …. (keine Panik, ich geb’s ja zu - das hab ich auch erst im www recherchieren müssen). Aber die Jüngsten unter uns werden wohl mit Master Blaster als Synonym für Wasser-Rutsch-Vergnügen aufwachsen…

Während man auf jeder herkömmlichen Wasserrutsche der Schwerkraft gehorchend kontinuierlich von oben nach unten unterwegs ist, ist das bei einem Master Blaster nämlich anders: Hier wird man auf Gummireifen sitzend durch einen starken Wasserschwall auch schon mal bergauf gespült (und ein locker sitzendes Bikini-Höschen gleich mit dazu). In einigen Freizeitparks in Deutschland oder Holland gibt es rasante Master Blaster-Anlagen, die an Hochschaubahnen erinnern. Eine gemäßigtere Version, die bereits für Kids ab 110 cm Körpergröße freigegeben ist, findet sich im Wiener Dianabad.

Gregor, 5 Jahre jung und grade mal 114 cm groß, steht am Startplatz, der prall gefüllte grüne Gummireifen, der mich an einen Donut erinnert, wartet auf ihn bzw. auf ihn und seinen Papa. „Nichts da - ich rutsch allein!”, beschließt er mutig, setzt sich in den Reifen und ab geht’s! Zuerst ein kurzes steiles Stück abwärts - dann wird er schon das erste Mal bergan gespült - rein in die Röhrenrutsche - eineinhalb Umdrehungen in absoluter Finsternis - endlich Licht am Ende des Tunnels - eine zweite Aufwärtspassage - rum um die Kurve - und mit Vollgas runter zum spritzigen Grande Finale! Welch ein Spaß!
Das nächste Mal rutscht Gregor trotzdem wieder gemeinsam mit Papa, weil es den Reifen beim Alleine-Fahren viel öfter um die eigene Achse dreht, als wenn mehr Gewicht mit an Bord ist.

Die Master Blaster-Rutsche ist allerdings nur eine von vielen Attraktionen im Dianabad, das wir bei unserem Besuch als richtiges Spaßbad erlebt haben. Wirklich, soviel Hetz hatten wir schon lange nicht in einem Hallenbad: Während der Rutschen-Sperre (sie ist jede Stunde für 30 Min. in Betrieb) haben wir uns die Gummireifen geschnappt und uns durch die lange „Auslaufbahn” treiben lassen. Im Nachhinein hat das den Kids sogar besser gefallen als die Rutsche selbst! Nächstes Highlight: das Wellenbad, das stündlich für ca. 15 Minuten angeworfen wird. Wer will, kann sich von den Wellen gleich in den Wildwasserkanal werfen oder sich in Richtung Piratenschiff spülen lassen. Witzig ist auch die Spiel- und Kletteranlage in einem eigenen Becken, mit Schleusen zum Auf- und Zudrehen zahlreicher Wasserspritzen. Außerdem macht das exotische Südsee-Flair Urlaubslaune.

Nur etwas wärmer könnte das Wasser bzw. die Luft heraußen schon sein! Aktiven Kids, die sich ständig bewegen, scheint das nichts zu machen - Mamas, die sich nur aufs Zuschauen konzentrieren oder Babys kommen da schon leichter ins Schlottern. Noch ein kleines Minus: die Gastronomie, die übrigens eine reiche Auswahl und einen tollen Rundum-Blick bietet, schließt bereits um 18 Uhr, während das Bad noch bis 20 Uhr offen hat. Einen Toast hat uns die nette Dame hinter der Theke zum Glück noch gezaubert, sodass wir unser Abendessen noch im Bad einnehmen konnten. Und das war gut so, denn bei der Heimreise sind die Kids selig eingeschlummert…

Lauter Aaaahhhs und Oooohhhs hinter mir…

geschrieben von: Edith Schillinger - am 14. Januar 2010
Edith Schillinger

6 Erwachsene samt 9 Kinder zusammen zu bringen, um gemeinsam etwas zu erleben, ist nicht immer leicht. Wenn’s aber doch mal klappt, dann macht’s garantiert Spaß! So war’s auch gestern mit „Holiday on Ice“. Mindestens 25 Jahre (oder mehr?) ist es bei mir sicher her, seit ich als Kind über die damals als „Eis-Revue” bekannte Eislaufshow staunen durfte. Und diesmal durfte ich meinen Kids beim Staunen zuschauen!

Denn das Besondere, wenn man als derartiges Rudel Tickets besorgt, ist schließlich auch, dass wir nicht 15 Plätze nebeneinander, sondern im Block in drei Reihen hintereinander besorgt haben. Und so hatte ich gestern das seltene Glück, in der Reihe vor meinem Sohn und seinen Freunden zu sitzen. Und ich muss zugeben, dass es mir ein ebenso großes Vergnügen bereitet hat, mich gelegentlich umzudrehen, um in den Gesichtern der Kids ihre Begeisterung abzulesen, wie die Show selbst zu sehen: Da wurde ehrfürchtig „Ooohhh” und „Aaaahhh” geraunt, den Nachbar gerempelt, um ihn mit gestrecktem Finger auf das eine oder andere soeben Entdeckte hinzuweisen, mit Übereifer gelacht, geklatscht und gestampft, und der Mund blieb oft genauso weit offen wie die leuchtenden Augen die ganze Zeit über. Astrid, die mit ihren Freundinnen in derselben Reihe wie ich Platz gefunden hat, genoss die Vorstellung ebenso: Bei den beschwingteren Nummern hakte sie sich bei den Girlies ein und es wurde überschwänglich mitgeshakt.

Huch - vor lauter Begeisterung über die Begeisterung der Kids vergess’ ich benahe die Show selbst zu erwähnen …

Holiday on Ice, ClownFarbenfroh und fantasievoll war’s - so wie sich das für „Holiday on Ice” gehört und wie ich es auch aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe, mit tollen Eisläufern und noch tolleren Kostümen (unsere Favoriten: die fluoreszierenden Seepferdchen, Fische und Meerjungfrauen, die Salsa-Mädels mit Vogelkäfigen auf dem Kopf sowie die ca. 30 Zebras, die wie ein Kreisel über die Eisfläche wirbeln). Allerdings wurde die Show in der Zwischenzeit mit mehr Technik und Effekten aufgemotzt. So schwebt heute über dem Eis eine große, begehbare Lichterkugel, die sich - genauso wie der riesige Ring drum herum, der ebenfalls mit Eislaufschuhen befahren werden kann - auch absenken lässt … alles recht spacig im UFO-Outfit. Das Thema der Show „Energia” lässt sich zwar nicht wirklich als roter Faden erkennen, aber das ist vermutlich auch nicht das erklärte Ziel der Produktion. Als spektakuläres Feuerwerk an bunten Bildern bietet „Holiday on Ice” nach wie vor beste Familienunterhaltung ohne weiteren Erklärungsbedarf. Man braucht nur hin (bzw. hinter sich) zu schauen und die Eindrücke wirken lassen.

Kinder-Kultur zum Nulltarif!

geschrieben von: Edith Schillinger - am 7. Januar 2010
Edith Schillinger

Regelmässigen Quaxblog-Lesern dürfte es schon aufgefallen sein: Ich habe eine Vorliebe für kulturell angehauchte, kindertaugliche Veranstaltungen. Aber die meisten Angebote für Theater, Museum, Konzert & Co kosten halt einiges, und in Zeiten wie diesen laufen die Ausgaben für solche Events sowieso auf Sparflamme. Grund genug für eine Übersicht zum Jahresbeginn, was man 2010 GRATIS so alles erleben kann:

Jänner:
Mein Sohn möchte im Fasching als Indianer gehen - passt ja wunderbar zum Kinder-Sonntag unter dem Motto „Zu Gast bei den Sioux” im Museum für Völkerkunde (24.1., 10 - 13 Uhr), wo neben der Kinderführung durch die aktuelle Sitting Bull-Ausstellung auch Rätselspiel, Bastel- und Mitmachstationen warten. Für Kinder ist alles kostenlos, Erwachsene kommen mit der Aktionskarte von WienXtra ebenfalls gratis rein.

Februar:   
Höchste Zeit, uns die Ausstellung „Es fliegt, es fliegt” im ZOOM-Kindermuseum anzuschauen. Denn erstens läuft sie nur noch bis 21.2. und zweitens ist seit Anfang des Jahres der Ausstellungs-Eintritt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene frei!
Vielleicht schaffen wir es sogar am 27.2. zum Aktionstag ins Technische Museum, wenn ein ROTE NASEN Clowndoctor die Kids durch die Ausstellung „body.check” begleitet. Menschen bis 19 Jahre zahlen neuerdings generell keinen Eintritt, die Erwachsenen allerdings schon.

März:
Bisher haben wir es leider noch nie dorthin geschafft, aber für 2010 fix am Plan: das Literaturfestival für junge LeserInnen im Palais Auersperg (11.-17.3.), wo bei Gratis-Eintritt eine Vielzahl an Lesungen, Workshops, Kreativstationen,  Bilderbuchkino usw. geboten werden.

April:
Ebenfalls im ZOOM Kindermuseum werden in Zusammenarbeit mit Siemens 2010 Kindermatineen abgehalten, z.B. am 25.4. mit dem Kinderkonzert “Die Piraten sind los” von Mai Cocopelli und Geraldino. Eintritt ist frei, freiwillige Spenden kommen einem karitativen Zweck zugute.

Mai: 
Ist zwar noch nicht sicher, aber vielleicht starten im Mai ja wieder die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper auf den Platz davor. Wir haben uns 2009 die erste Hälfte vom Ballett “Schwanensee” angeschaut und würden dieses nette Angebot bei ausgewählten Aufführungen 2010 gerne wieder nutzen.

Juni:
Im Essl Museum in Klosterneuburg steht am Wochenende 12./13.6. das jährliche Sommerfest auf dem Programm. Parallel zur Schau von Niki de Saint Phalle erwartet die Gäste entsprechende Kinderführungen und ein offenes Atelier - letztes Jahr haben wir dort herrliche 3,5 Stunden verbracht! Bis 2.2.2010 ist der Eintritt ins Museum im Rahmen des 10jährigen Jubiläums übrigens noch komplett frei, die regelmäßigen Kinder-Workshops usw. allerdings nicht.

Juli + August:
Der Hochsommer steht wie immer unter dem Zeichen des Wiener Ferienspiels, das auch viele Attraktionen in kultureller Richtung zu bieten hat. Außerdem freuen wir uns schon auf das Filmfestival am Wiener Rathausplatz, wo auch durchaus kindertaugliche Aufführungen gezeigt werden. Ein weiterer Tipp wäre die Donaubühne in Tulln, wo z.B. letztes Jahr das Theatro Piccolo mit “Charlotte Ringlotte” einen umjubelten Gratis-Auftritt hinlegte.

September: 
Im September findet traditionellerweise das Literaturfestival “Rund um die Burg” statt. In den letzten Jahren hat - neben vielen anderen Kinderbuch-Autoren - Marko Simsa im eigenen Kinderzelt sein jeweils neuestes Musik-Bilderbuch in sehr attraktiver Weise präsentiert. Warum sollte das heuer anders sein…?

Oktober:
Hier im Blog war bereits 2009 vom Tag der offenen Tür der Wiener Sängerknaben zu lesen. Für Interessierte wird sicher auch im kommenden Herbst das Portal zum Augartenpalais weit aufgemacht, um den Besuchern u.a. eine Kostprobe des sängerischen Könnens zu gewähren.

November:
Ein buntes Programm aus den Bereichen Theater, Lesung, Tanz, Musik uvm. bietet das jährlich stattfindende Lesofantenfest, das über 2,5 Wochen lang durch die verschiedenen Zweigstellen der Wiener Büchereien tourt. Im Jahr 2008 haben wir in der Hauptbücherei zwei Theatervorstellungen allererste Güte genossen. Und alles kostenlos!

Dezember:
Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit bringen die Wiener Kinderfreunde ein eigenes Kindermusical ins ehrwürdige Raimundtheater - zum Nulltarif. Letzten Advent war es “Wow, Mimmo“, ein reizendes Hundemusical mit wunderbaren Charakteren. Meine Kids reden immer noch mit Vorliebe so “schä g’scheat” wie der steirische Rodel-Joschi - mal sehen, was sie sich für heuer ausdenken…

Also, Sparefrohs zücken am besten gleich den Rotstift und tragen sich die besten Termine in den Kalender ein…
So wird das neue zu einem wirklich frohen Jahr!

Kampf den Vanillekipferln!

geschrieben von: Edith Schillinger - am 29. Dezember 2009
Edith Schillinger

Ich kann mich nicht bewegen. Und diesmal liegt es ausnahmsweise nicht - so wie in den Tagen davor - an einer Überdosis Schokoknöpfen und Linzer Kipferln, sondern am Muskelkater in beiden Waden. Tja, so geht es mir Jahr für Jahr, sobald ich mich nach den Feiertagen das erste  Mal im Winter auf das Lieblingshobby meines Lebensgefährten einlasse: Schifahren.

Als passioniertem Schifahrer ist ihm kein Hang zu steil, kein Buckel zu groß, kein Schnee zu tief. Schon früh hat er versucht, diese Leidenschaft auch auf unsere Kids zu übertragen - mit Erfolg! Seit sie zwei Jahre alt sind stehen die beiden regelmäßig und mit Begeisterung auf den Schiern. Und so haben sie auch dieses Jahr voll Vorfreude dem ersten Schitag im heurigen Winter entgegengefiebert.

schitag-hochkarUnser Ziel: das Hochkar, denn in diesem Schneeloch ist man immer noch am besten aufgehoben, wenn im Rest von Niederösterreich und Umgebung die Wiesen aus den Pisten blitzen. Die Abfahrten mussten in letzter Zeit zwar zusätzlich beschneit werden, aber die Landschaft rundherum ist doch tatsächlich in natürliches Weiß gehüllt - eine Wohltat für’s Auge. Der Kunstschnee macht die Pisten allerdings teilweise pickelhart und eisig, was mir mit meinen in die Jahre gekommenen Schiern ohne funktionierende Kanten gar nicht entgegen kommt. Astrid hingegen fühlt sich vom ersten Moment an pudelwohl auf den Brettln und macht eine wirklich gute Figur. Gregor ist auf der ersten Abfahrt zwar noch etwas unsicher auf den Beinen, aber bald darauf fetzt auch er unbekümmert über die Eisplatten.

Lange wird es jedenfalls nicht mehr dauern, und die zwei flitzen mir mit ihrem Papa gewaltig um die Ohren. Astrid komm ich trotz ihrer bescheidenen sieben Jahre heute schon kaum mehr nach. Da heißt es für mich „Ranhalten!”, wenn ich ihnen in absehbarer Zeit nicht nur noch von der Gondel aus zuschauen will.

Also wird am Silvestertag wohl wieder einer meiner Vorsätze lauten, im neuen Jahr mehr Sport zu betreiben und ein wenig an Gewicht zu verlieren. Doch da dieses Vorhaben ja erst in drei Tagen schlagend wird, lautet die heutige Devise noch: „Füße hoch und her mit der Keksdose!”

Allen Lesern dieses Blogs einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Und falls ihr 2010 Lust auf Spaß im Schnee habt, findet ihr hier auf QUAX die passenden Freizeit-Tipps!

Wo das Christkindl wohnt…

geschrieben von: Edith Schillinger - am 24. Dezember 2009
Edith Schillinger

Wenn sich eine Stadt offiziell von sich aus „Christkindlstadt” nennt, sind die Erwartungen von vornherein hoch gesteckt. Und da im oberösterreichischen Steyr alles getan wird, um diesem Ruf auch tatsächlich gerecht zu werden, haben wir uns von unserem Ausflug am vergangenen Samstag eine Riesenportion Weihnachtsstimmung erhofft. Und bestimmt hätte sich diese auch eingestellt, wenn wir uns dafür Zeit genommen hätten…

Ein Tag (der noch dazu erst gegen Mittag mit der Ankunft in Steyr beginnt) ist natürlich viel zu kurz, um die Christkindlstadt standesgemäß zu erkunden. Also heißt es „Tempo, Tempo, Kinder!” und wir hasten von einer Attraktion zur nächsten, wovon es halt wirklich einige gibt. Das ist teilweise zwar ein bisschen stressig, aber andererseits - was hätten wir auslassen sollen?

Den Adventmarkt am wunderschönen Stadtplatz? … Bestimmt nicht!
Und schon gar nicht den noch viel, viel stimmungsvolleren auf der Steyrer Promenade.
Oder eine der wunderbaren Krippenausstellungen? … Kommt gar nicht in Frage!
Oder den Wallfahrtsort „Christkindl” oberhalb von Steyr? … Wäre echt schade drum!
Die Fahrt im alten 50er Jahre Autobus rauf nach Christkindl? … Hätten uns die Kids nie verziehen!

Absolut unverzichtbar auch unser Besuch im 1. Österreichischen Weihnachtsmuseum, die weltweit größte Sammlung an Christbaumschmuck sowie antiken Puppen. Rund 18.200 Exponate aus den Jahren 1800 bis 1945 sind im Advent in schmucken Weihnachtsstuben, Nischen und verspiegelten Vitrinen ausgestellt - ein Anblick zum Schwindligwerden. Und dann gibt es im Museum auch noch eine kuriose Erlebnisbahn, die mich an eine Mischung aus Grotten- und Hochschaubahn erinnert: In witzigen kleinen Wagerln, in denen jeweils ein Erwachsener und ein Kind Platz haben (die Kleinen werden vor den Großen in einem Sitz angeschnallt, der wie ein vorklappbarer Kinder-Radsitz aussieht), geht es durch das Stiegenhaus zunächst in den 1. Stock, wo in reizenden Kojen verschiedene Weihnachtsszenen aus der ganzen Welt nachgestellt sind. Eine Etage höher, im Dachboden, bestaunen wir schließlich eine puppen- und detailreiche himmlische Engelswerkstatt. Kitschig natürlich, aber herzallerliebst! Dieser Anblick und die abenteuerliche Fahrt in den sonderbaren Wagerln zunächst steil bergauf und dann beinahe kopfüber hinunter begeistern meine Kids am allermeisten.

steyrer-christkindlAuf jeden Fall bestätigt diese Ausstellung den Anspruch Steyrs, als richtige Weihnachtsstadt zu gelten. Denn schließlich treffen wir im Museum auch noch das Christkind höchstpersönlich … das „Steyrer Christkindl” wohlgemerkt - eine hübsche, blond gelockte junge Dame im wunderschön bestickten grünen Kleid. Richtig gelesen: Kein Nachthemd, keine Flügel etc., sondern ein dunkelgrünes Kleid - in Anlehnung an die Steyrer Festtracht halt. Weil ernsthafte Konkurrenz traut man sich dem echten Christkind dann offensichtlich doch nicht machen…

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, dass das Christkindl - egal woher es dann tatsächlich kommt - den Weg in euer trautes Heim und in eure Herzen finden und für ein fröhliches Weihnachtsfest sorgen möge!

Ein Adventmarkt zum Aufwärmen

geschrieben von: Edith Schillinger - am 16. Dezember 2009
Edith Schillinger

Ein paar Adventmärkte klappern wir in der Vorweihnachtszeit eigentlich immer ab. Zu den jährlichen Fixpunkten zählen der Christkindlmarkt vorm Wiener Rathaus, der Kunst-Weihnachtsmarkt vor der Karlskirche sowie der Grafenegger Advent. Und jedes Jahr probieren wir mindestens einen neuen aus: Diesmal haben wir zum ersten Mal den Adventmarkt in den Blumengärten Hirschstetten im 22. Bezirk besucht. Und siehe da - was da alles geboten wird, hat uns alle echt überrascht!

Hoppla, wo sind wir denn jetzt gelandet? Überrascht blicke ich mich suchend nach den typischen weihnachtlichen Marktstandln um, von denen weit und breit keiner zu entdecken ist. Stattdessen finden wir uns inmitten einer exotischen Pflanzenwelt wieder, mit sprudelnden Wasserkaskaden und Terrarien, in denen sich Leguane, Spinnen oder Schlangen verstecken. Wir wollten doch auf den Adventmarkt - sind wir hier richtig? Und wie! Das Palmenhaus gleich gegenüber dem Eingang ist nämlich Teil der Blumengärten Hirschstetten und empfängt uns durchgefrorene Besucher mit tropischer, subtropischer sowie mediterraner Flora und ebensolchen Temperaturen. Da kann draußen ruhig der arktische Wind pfeifen oder ein unfreundlicher Schneeregen niederprasseln - das Palmenhaus ist ideal zum Aufwärmen! In den drei nach den Klimazonen geteilten Räumen des Gewächshauses ist neben einem einladenden Café auch eine weihnachtliche Kinder-Bastelstube untergebracht. Meine absolute Bewunderung gilt aber den zwischen Palmen und Bananenstauden schwebenden weißen Engerln, deren fantasievolle Flügel von überaus kreativen SchülerInnen der Modeschule Hetzendorf vorwiegend aus Gärtnerei-üblichen Recyclingmaterialien hergestellt wurden.

Bevor wir völlig durchgeschwitzt sind, schnell wieder rein in die Jacken und raus ins nasskalte Freie mit uns. Jetzt entdecken wir endlich auch die ursprünglich erwarteten Adventstandln. Hier finden wir neben den obligaten Punschhütten, Würstel- und Maronibrater die üblichen Buden mit hübschem Tand und dazwischen sogar ein paar Fahrgeschäfte für Kinder. Aber zum Karussell-Fahren ist es uns eindeutig zu kalt.

Vielmehr freuen wir uns über das bunte Zirkuszelt mit Gastro-Zone samt Tischen und Bänken, in dem das abwechslungsreiche Rahmenprogramm über die Bühne geht. Wir kommen gerade zu einem Auftritt der Gruppe “Popcorn” zurecht, moderiert von Peter Rapp. Bei so manchem zweideutigen Witz bin ich versucht, den Kids die Ohren zuzuhalten, wogegen der Auftritt einer Linedance-Truppe als absolut jugendfrei durchgeht. Diesen Aufenthalt im Trockenen nutzen wir für eine Stärkung und probieren Langos mit Gemüsefülle - hab ich sonst echt noch nirgendwo gesehen und ich muss sagen, das schmeckt richtig gut!

Letzter Höhepunkt unseres Rundganges durch die Hirschstettner Blumengärten ist die Donau-Ausstellung in einem der großen Glashäuser, in denen ansonsten die weit über 2,5 Millionen (!!!) Pflanzen herangezogen werden, die Jahr für Jahr die städtischen Park- und Gartenanlagen verschönern. Wir nehmen uns viel Zeit für die mit unglaublicher Liebe zum Detail gestalteten Arrangements, mittels derer die einzelnen Donauländer, die eine oder andere Donausage, aber auch so mancher Weihnachtsbrauch veranschaulicht werden. Eine gute halbe Stunde lang spielen wir hier „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst” und haben dennoch längst nicht alles entdeckt.

Und so stosst ihr vielleicht im Gästebuch auch auf den Eintrag meines Sohnes in krakeliger Vorschul-Schrift, der sich eigentlich nicht nur auf die Donau-Ausstellung, sondern auf den gesamten Hirschstettner Adventmarkt bezieht:

ES HAT MIR SEHR GUT GEFALLEN! GREGOR 5 J.

3x Kramperl sind 1x zuviel

geschrieben von: Edith Schillinger - am 4. Dezember 2009
Edith Schillinger

Sobald ich erfahre, wann in unserer Stadt der Perchtenlauf stattfindet, trag ich mir das gleich im Kalender ein. Allerdings nicht, damit wir rechtzeitig dort sind, sondern damit wir rechtzeitig einen großen Bogen drumrum machen. So ein Spektakel ist mir viel zu schaurig und für die Kids unnötige Angstmache. Und trotz der Warnung am Kalender ist es uns vergangenen Samstag dann doch passiert: Eigentlich wollten wir Astrid noch schnell vor Ladenschluss Stiefel kaufen - da sind wir unbedachterweise mitten rein in den Umzug der Reichraminger Hintergebirgsteufel geraten - gespenstisch in Nebel gehüllt, mit Feuer hantierend und mit Riesenglocken scheppernd. Den ersten der grauslichen Zottel-Gestalten mit ihren furchterregenden Fratzen haben wir noch tapfer aus der vordersten Reihe angeschaut, beim Feuerschlucker haben die Kids kurz gestaunt - allerdings schon hinter unseren Rücken, und bei der dritten Perchte waren wir schon über alle Berge. Und nächstes Jahr trage ich es wieder im Kalender ein, diesmal mit Rotstift! Der Grund dafür hat sich nicht geändert.

kinderfuhrung-kunsthistorisches-museumDen lebendigen Krampusperchten konnten wir also nichts abgewinnen - versuchen wir es halt mit gemalten. Dazu hat das Kunsthistorische Museum in Wien derzeit das passende Angebot parat: Im Rahmen des einstündigen Kinderprogramms „Nikolaus und Krampus” führt uns der sympathische Museumspädagoge Konrad zu einigen Gemälden, auf denen tatsächlich der Heilige Nikolaus zu sehen ist … klassisch mit Bischofshut  und -stab, prächtigem Mantel, weißem Rauschebart und drei goldenen Kugeln. Dass dabei ein wichtiges Utensil fehlt, bemerkt erst ein aufmerksames Mädchen: der Sack mit den Geschenken! Wo er den wohl stehen lassen hat…? Während die Kids die Bilder betrachten, hören sie die Legende vom Heiligen Nikolaus und erfahren nebenbei auch Interessantes über die Kunstwerke selbst. Der richtige Krampus ist allerdings auf keinem einzigen Bild zu finden, dafür aber ähnliche Schreckgestalten: die Teufeln. Die begegnen uns in dem riesigen Gemälde von Luca Giordano, auf dem der Erzengel Michael in Heldenmanier die abtrünnigen Engel in die Hölle verbannt und sie dabei zu Teufeln werden lässt, die sich verzweifelt dagegen wehren … auch schon wieder recht gruselig zum Anschauen, aber immer noch besser als die Live-Perchten. 

Am harmlosesten sind wohl - außer jenen aus Schokolade - die besungenen „Kramperln”. Wie z.B. im Lied des Kinderliedermachers Bernhard Fibich, das wir nach dem Museumsbesuch lauthals im Auto anstimmen:

 „Vor’m Krampus fürcht’ sich jedes Kind, er schaut, wo schlimme Kinder sind.
Fängt er eins von ihnen ein, dann steckt er’s in den Sack hinein.”

… um diesen Unsinn im Refrain gleich zu relativieren:

„Nie im Leben kann’s das geben, fang nicht wieder davon an.
Nie im Leben kann’s das geben, so ein Schmarrn!” 

Meine Lieblingsstrophe in diesem Lied ist allerdings folgende:
„Vom Nikolaus und Weihnachtsmann, da kann man Süßigkeiten ham,
Die sind so wie ein Zuckerlg’schäft, und dieses G’schäft, das geht nicht schlecht.”

Wie wahr, wie wahr - viel Spaß bei den Weihnachtsvorbereitungen!