So gerne hätte ich ein Bild von Astrid als Mary Poppins gehabt, mit Mantel, geblümten Hut und Tasche, aufgespanntem Regenschirm und keckem Lächeln. Oder von Gregor als coolem Superman, Arm nach oben gestreckt und mit entschlossenem Blick. Leider hatten meine beiden keine Lust dazu, sich bei der „Es fliegt, es fliegt“-Ausstellung im ZOOM Kindermuseum vor der fetzigen Wolkenkratzer-Kulisse fotografieren zu lassen. Die Fotos hätte ich sonst einen Tag nach unserem Besuch von der ZOOM-Homepage runterladen können - sehr nette Idee! Ich dachte ja schon, sie verlangen - wo doch der Eintritt in die Ausstellung seit 1.1.2010 nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene gratis ist - zumindest für die Fotos einen Haufen Geld. Doch nein, alles kostenlos!
Und dabei wird in der aktuellen Mitmach-Ausstellung, die diesen Namen auch verdient, noch viel mehr geboten: Großen Spaß hatten meine Kids z.B., als sie gut gesichert an einem Seil ca. 4 - 7 Meter (ich bin sehr schlecht im Schätzen) in die Höhe gehievt wurden, um von dort oben wieder runter zu „fliegen”. Oder beim Computer-Reaktionstest für angehende PilotInnen. Oder beim Steigenlassen eines Mini-Heißluftballons. Oder am Flugsimulator im nachgebauten Flugzeugcockpit. Oder beim Ausprobieren, wie das Rückstoß-Prinzip eines Raketenantriebes grundsätzlich funktioniert. Oder, oder, oder… Leider blieb in den vorgegebenen 1,5 Stunden gar nicht genug Zeit, alle Stationen zu absolvieren.
Den Vogel abgeschossen (wie schön das im übertragenen Sinne hier doch passt….) hat allerdings in den Augen meines Sohnes der allerhinterste Raum der Ausstellung. Hier konnten nach fachkundiger Anleitung verschiedene Papierflieger-Modelle gefaltet werden, um sie nach Vollendung gleich auf ihre Flugfähigkeit zu testen. Dafür wurde eigens eine Abschussrampe aufgebaut, samt Rollbahn mit Maßangaben für Weitenflug bis 10 Meter. Gregors Papierflieger, Modell „Pfeil”, schaffte doch tatsächlich an die 9 Meter und mein Sohnemann war sichtlich stolz auf seinen Flieger-Flitzer. Schön, dass man 5Jährige mit so einfachen Dingen glücklich machen kann.
Schade nur, dass man der Ausstellung inzwischen ansieht, dass sie bereits einige Zeit läuft. Beschriftungstafeln sind teilweise nicht mehr vollständig lesbar, die Flugzeugsitze im großen Flieger-Modell wirken schon ein bisschen abgeschmuddelt usw.
Aber lange muss das alles ohnehin nicht mehr halten, denn die Fliegen-Ausstellung schließt mit 21. Februar ihre Pforten, um sich nach etwas mehr als dreiwöchiger Umbauzeit ab 17. März runderneuert und erfrischt dem Thema „Wasser” zu widmen. Das wird bestimmt ein feucht-fröhlicher Spaß!
Farbenfroh und fantasievoll war’s - so wie sich das für „Holiday on Ice” gehört und wie ich es auch aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe, mit tollen Eisläufern und noch tolleren Kostümen (unsere Favoriten: die fluoreszierenden Seepferdchen, Fische und Meerjungfrauen, die Salsa-Mädels mit Vogelkäfigen auf dem Kopf sowie die ca. 30 Zebras, die wie ein Kreisel über die Eisfläche wirbeln). Allerdings wurde die Show in der Zwischenzeit mit mehr Technik und Effekten aufgemotzt. So schwebt heute über dem Eis eine große, begehbare Lichterkugel, die sich - genauso wie der riesige Ring drum herum, der ebenfalls mit Eislaufschuhen befahren werden kann - auch absenken lässt … alles recht spacig im UFO-Outfit. Das Thema der Show „Energia” lässt sich zwar nicht wirklich als roter Faden erkennen, aber das ist vermutlich auch nicht das erklärte Ziel der Produktion. Als spektakuläres Feuerwerk an bunten Bildern bietet „Holiday on Ice” nach wie vor beste Familienunterhaltung ohne weiteren Erklärungsbedarf. Man braucht nur hin (bzw. hinter sich) zu schauen und die Eindrücke wirken lassen.
Unser Ziel: das
Auf jeden Fall bestätigt diese Ausstellung den Anspruch Steyrs, als richtige Weihnachtsstadt zu gelten. Denn schließlich treffen wir im Museum auch noch das Christkind höchstpersönlich … das „Steyrer Christkindl” wohlgemerkt - eine hübsche, blond gelockte junge Dame im wunderschön bestickten grünen Kleid. Richtig gelesen: Kein Nachthemd, keine Flügel etc., sondern ein dunkelgrünes Kleid - in Anlehnung an die Steyrer Festtracht halt. Weil ernsthafte Konkurrenz traut man sich dem echten Christkind dann offensichtlich doch nicht machen…
Den lebendigen Krampusperchten konnten wir also nichts abgewinnen - versuchen wir es halt mit gemalten. Dazu hat das 