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Schenk mir etwas Sicherheit …

geschrieben von: doalittle - am 18. September 2009
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Im Sommer hat meine Tochter am Liebsten songs von Silbermond gehört und tatsächlich hat mich einer ebenfalls sehr angesprochen. Es handelt von Sicherheit und hört sich so simpel an.

Und da frage ich mich, gibt es überhaupt Sicherheit? Und vor allem, wie empfinden wir alle Sicherheit? Wahrscheinlich handelt es sich hier um ein sehr subjektives Wahrnehmen?

Wenn wir ein Dach über dem Kopf haben, regelmäßig über eine bestimmte Menge Geld verfügen, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten - ist das bereits Sicherheit? Aber was ist mit Freundschaft, der Beziehung zu unseren Kindern oder gar unsere Partnerschaft - brauchen wir diese, um uns sicher zu fühlen?

Da gab es im Radio mal den Satz zu hören:
Glücklich sind jene, welche allein sein können - arm jene, welche allein sein müssen
Ein sehr denkwürdiger Satz, so trivial er auch klingt.

Ich frage mich auch, warum wir Sicherheit brauchen?
Ist das nicht nur eine Einbildung, damit wir unsere Versicherungsgesellschaften am Leben erhalten - schließlich geht es hier widerum um eine Menge Arbeitsplätze. Aber brauchen wir überhaupt eine Arbeit, um uns sicher zu fühlen?

Ich frage mich auch, was unsere Kinder unter Sicherheit verstehen?

Mama und Papa oder andere Bezugspersonen haben mich lieb und ich habe sie lieb. Sie geben mir zu essen. Sie sorgen sich um mich. Sie sind da für mich, wenn ich Probleme, Fragen habe und mich einsam oder traurig fühle. Aber was ist, wenn diese nahen Angehörigen nicht mehr da sind? Wer übernimmt dann diese Rolle? Oder was ist, wenn sie nicht dazu fähig sind, diese Rolle wahrzunehmen? Ich stelle immer mehr fest, dass es die Familie, wie es sie früher mal gegeben hat, heute nicht mehr oft anzutreffen ist. Das Elternhaus ist oft verlassen und andere Leute wohnen darin. Die Kontinuität geht in vielen Dingen verloren und alles fühlt sich so schnelllebig an. Ist das der Preis der Entwicklung. Brauchen wir alle Therapeuten, um in Zukunft gesund leben zu können? Oder sollten wir alle mal ins tiefste Afrika reisen? Wer weiß, vielleicht aber sollten wir die Dinge auch einfach nicht zu sehr hinterfragen …

So - und eigentlich wollte ich heute einen trivialen Text schreiben - wo ist dieser blos geblieben? Vielleicht liest ihn ohnehin keiner … oder ?

Rezepte mit Glückshormon

geschrieben von: doalittle - am 4. September 2009
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Den ganzen Sommer über lese ich in den verschiedenen Zeitschriften Rezepte zum Thema Liebe, Flirten, Romanzen, …

Was erhoffen wir uns davon? Warum lesen wir diese Beiträge?

Es gibt ja doch kein Heilmittel gegen Liebeskummer und Herzschmerzen. Liegt es an dem Kind in uns? Wollten wir bloß nie abgenabelt werden? Vor einigen Jahren habe ich mein eigenes Geburtserlebnis im Traum wiedererlebt. Dies war so überraschend und so intensiv, dass es fast nicht in Worten ausgedrückt werden kann. Was habe ich danach bzw. währenddessen gefühlt?

ANGST – KÄLTE – EINSAMKEIT

Der Beginn des Erlebnisses war angenehm, wohlig und warm. Es erinnerte an das Sich treiben lassen im warmen Wasser des Meeres. Dann näherte ich mich langsam dem Licht und bekam Angst, denn die angenehme Wärme und das Wiegen hörte auf. Ich empfand überhaupt keine Schmerzen und das Licht empfing mich sehr schnell, aber es war auf einmal bitter kalt und ich fühlte mich unendlich einsam. Das machte mir große Angst.

Zu dieser Zeit wachte ich auf und wusste zuerst gar nicht, was mit mir los war. Dann erst merkte ich, wie ich zitterte und wie kalt mir war. Ich hatte große Sehnsucht nach der Nähe zu einem anderen Menschen, umarmt und gehalten zu werden – Zuflucht zu suchen, Liebe zu finden.

In diesem Moment hatte ich ein enormes Verständnis für meinen Jüngsten empfunden. Er war damals gerade 6 Wochen alt. Ihn verstand ich, bevor er noch zu schreien anfing und das Erlebnis machte mir auch klar, wie schön und rücksichtsvoll heute v.a. in Österreich in manchen Geburtskliniken vorgegangen wird.

Hebammen nehmen sich Zeit und dimmen das Licht. Es wird versucht eine angenehme Atmosphäre für Mutter und Kind zu schaffen und das Kind wird noch vor dem Abnabeln der Mutter auf den Bauch gelegt. Herrlich!

Leider hat diese sprachlose Kommunikation nicht bei all meinen Kindern so gut funktioniert, aber ich möchte jedem Mut zusprechen auf die Innere Stimme und das Bauchgefühl zu hören und nicht zu viel Zeit mit Ratgebern zu verbringen. Denn Zeit ist das Wichtigste und Bedeutendste, das wir unseren Kindern heute schenken können.

Pünktlichkeit - be punctual

geschrieben von: doalittle - am 28. August 2009
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Warum mir das jetzt einfällt? Tja, das war das Thema gestern und heute und eigentlich jeden Tag hier auf der Uni in Uppsala. Und wir haben wieder bald Schulanfang. Da wird anfangs Pünktlichkeit noch sehr groß geschrieben. Jedoch folgt ziemlich bald der Alltag - die Nächte werden länger, die Tage werden kürzer - ja, ja ich weiß - das weißt du schon - aber irgendwie fällt es dann manchen von uns doch immer schwerer den lahmen, schwachen Körper aus den Federn zu bewegen, den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Natürlich gehörst du nicht dazu - ich beneide dich darum - SEEEEEHR!

Ich beneide dich darum, wie du schnurstracks aus dem Bette springst, mit Genuss das Frühstück verzehrst (natürlich BIO, FAIR und voller Vitamine!) und voller Elan mit den Kindern natürlich rechtzeitig ganz ohne Stress und Hektik das Heim verläßt ohne die Jausenpakete oder den Regenschutz vergessen zu haben.

Du hast auch sicher nicht vergessen die Kaffemaschine abzudrehen - natürlich nicht - das macht sie automatisch. Und du hast auch nicht das Handy vergessen und nicht vergessen, dieses rechtzeitig aufzuladen. Nein, du nicht. Und sicherlich hast du auch daran gedacht, das Turngewand, den Werkzeugkoffer, die Malschachtel (natürlich alles aktalisiert und vervollständigt), den Kuschelpolster oder sonst so wichtige Utensilien für den Schulalltag, einzupacken.

Und wie war das mit dem eigenen Notebook? Den hast du sicher nicht zu Hause liegen gelassen. Der Kühlschrank ist ordentlich bestückt und das Essen für die ganze Woche vorgekocht. Der Wäscheschrank ist sicher schon mit den Sachen für den in schnellen Schritten herannahenden Winter bestückt. Du hast auch sicher nicht vergessen im Sommerschlußverkauf die Weihnachtsgeschenke für die Kinder zu besorgen - denn du weißt schon - Wirtschaftskrise - usw. - na dann - kann ja nichts mehr schief gehen, oder?

HIIIIILLLLLFFFEEEEE!!!

PAANNIIIKK!!!

Du bist perfekt - ich aber nicht!

Ich habe das alles nicht gemacht und jetzt heißt es aber flott, flott - damit wir weiterhin pünktlich sein können - auch nach der 1. Schulwoche, nein sogar noch am 2. Schultag.

BE PUNCTUAL!!!

Das habe ich in Schweden gelernt - u.v.m.

Es gilt nicht immer die akademische Viertelstunde - wirklich!

Schulfreie Zeit = stressfreie Zeit ?!

geschrieben von: doalittle - am 21. August 2009
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Jedes Mal freue ich mich auf die schulfreie Zeit der Kinder. Ist es die Erinnerung an unsere eigenen Schulferien? Erich Kästner sagte schon, dass wir Erwachsene viel zu viel von dem vergessen, was wir als Kinder geliebt haben. Und ich kann sicherlich bestätigen, dass ich mich auf die Ferien immer sehr gefreut habe.

Zum Glück hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass meine Eltern wegen der Ferien gestresst waren. Meine Mutter war von Beruf „Hausfrau“ und das erleichterte die Sache ungemein. Mein Vater hatte im Sommer durchgehend 4 Wochen Urlaub und die restlichen 5 Wochen (oder waren es damals nur noch 4 – ich weiß es nicht mehr) war ich bei meinen Großeltern in Kroatien. Die Ferien waren damit verbunden, lange schlafen zu können, viel Zeit am Wasser zu verbringen, einfach die Seele baumeln zu lassen und Langeweile in genussvolle Zeit umzuwandeln.

Zu dieser Zeit gab es kaum technische Hilfsmittel und mir wäre nie eingefallen, meinen Eltern zu sagen, mir sei fad oder langweilig. Heute fühlen sich viele von uns verpflichtet, den Kindern nur ja keine Langeweile aufkommen zu lassen. Fast habe ich das Gefühl, dass bereits kleine Kinder einem „Burnout“ schon sehr nah sind. Außerdem hat die Mobilität dazu geführt, dass Familienmitglieder zum Teil sehr weit voneinander entfernt leben. Jeder hat seinen eigenen Terminkalender zu organisieren und es erinnert mich an ein Puzzlespiel, wie wir versuchen passende Termine zu finden, damit alle gemeinsam sind oder zu einem Essen zusammenkommen. Manchmal finden diese familiären Zusammenkünfte überhaupt nicht mehr statt, da sich keiner mehr die Zeit dafür nimmt. Meine Schwiegermutter war noch so ein Bindeglied und es gab Rituale. Ein Familientreffen am Christtag, Neujahr, Ostersonntag, runde Geburtstage. Und dann gibt es noch sogenannte Patchwork-Familien. Hier stelle ich fest, dass sich schulfreie Zeiten sogar noch viel einfacher einteilen lassen und Kinder viel besser beaufsichtigt werden können. Bei Einzelkindern lassen sich die Ferienbetreuungen noch teilweise finanzieren. Bei Mehrkindfamilien ist das schon nicht mehr möglich.

Und dann kenne ich immer mehr Mütter, welche mir ihr Leid geklagt haben, wenn ihre Kinder in fremder Obhut sind oder besonders weit weg beaufsichtigt werden, obwohl sie selber als Familie die Zeit miteinander verbringen wollen. Frauen fühlen sich da emotionell regelrecht zerrissen.

Auf der einen Seite wollen und müssen Frauen sehr selbständig sein, da sie im Falle einer Trennung meistens alleine die Verantwortung der Kinder übernehmen und manchmal auch die finanziellen Mittel aufbringen müssen bzw. in einer Ausbildung sind oder einfach nicht auf die Karriere verzichten wollen.

Dann wiederrum haben Eltern noch immer das Gefühl, dass sie gerne die Erziehung und Aufsicht der Kinder selbst übernehmen wollen, zumindest bis sie aus dem „Gröbsten“ sind.

Ich habe festgestellt, dass bei meinen Kindern eine berufliche Laufbahn bis zum Ende des Kindergartenalters ganz gut bewältigt werden konnte und v.a. in Niederösterreich sehr unterstützt wurde. Aber sobald die Schulzeit beginnt, gibt es erhebliche Probleme in der Beaufsichtigung außer man hat das nötige Geld zur Überbrückung der Zeitlücken. Die Qualität lässt hier noch viel zu wünschen übrig.

Offensichtlich befinden wir uns gerade jetzt in einer enormen gesellschaftlichen Veränderung. Sehr positiv fällt mir auf, dass Frauen viel selbstbewusster auftreten und ihre Rechte wahrnehmen. Leicht ist es trotzdem nicht. Die Balance zwischen wie viel Zeit wendet Frau für Partnerschaft, Kinder, Beruf, Selbstverwirklichung etc. (die Reihenfolge ist irrelevant) auf ist heute wie damals sehr schwierig. Die Wirtschaftskrise verschärft die Situation sicher noch mehr. Ich wünsche mir noch mehr öffentliche Diskussionen in diesem Zusammenhang.

Es war einmal …

geschrieben von: doalittle - am 14. August 2009
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vor langer Zeit ein 9-jähriges scheues Mädchen. Nachdem es in der Fremde mit einer anderen Muttersprache aufwuchs, lernte es zuerst die Umgebung zu beobachten. Es war nicht introvertiert – nein – nur zurückhaltend und nachdenklich. Es fiel dem Mädchen nach einiger Zeit nicht mehr schwer die richtigen Worte zu finden und bald fand es ein paar Freunde in der Umgebung. Der Natur und den Tieren war sie von klein auf sehr zugetan, denn da brauchte man kaum Worte. Viele Spiele ließen sich schnell erfinden und sie bewunderte die größeren Kinder.

Eines Tages musste sie feststellen, dass ihr Vater die Familie verließ und dies leider nicht ganz gewaltfrei vollzog. Nicht dass sie ihn vermisste, er war ohnehin kaum daheim und daher war es ihr egal ob er noch persönliche Sachen in der gemeinsamen Wohnung hatte oder nicht. Sorgen machte sie sich vor allem um ihre Mutter. Sie saß viele Nachmittage in der Küche und hörte sich ihre Geschichten an und so geschah es, dass dieses 9-jährige Mädchen bereits in ihrer Entwicklung viel weiter war als so mancher Teenager. In den Sommerferien wurde das Mädchen gefragt, ob es mit dem Vater mit auf Urlaub fahren möchte und nachdem die Reise an den Atlantik führte und das Mädchen das Wasser über alles liebte, konnte es nur jubelnd zustimmen. Schließlich würde sie die Melonenernte , das Versteckspielen im hohen Gras, das Meeresrauschen erleben dürfen. Schnell war der Koffer gepackt, denn vieles besaß das Mädchen nicht und die Mutter trennte sich nur schweren Herzens, was das Mädchen gar nicht verstand. Die Reise dauerte 3 Tage und war sehr beschwerlich. Am Ziel angekommen wurde sie mit einem wunderbaren Regenbogen begrüßt und das Mädchen genoss das Leben auf einem französischen Bauernhof mitten im Hochsommer. Die Hitze machte ihr nichts aus, denn da konnte sie sich und die Umgebung richtig gut wahrnehmen. Die Nadeln der Föhren am Boden waren spitz und die Füße wurden massiert vom heißen Sand. Bald hatte sie sich an das barfuß gehen gewöhnt und die Spaziergänge zur Küste waren immer die Schönsten. Doch dann schickte der Großvater, sie und ihren Vater samt Anhang fort – er war dem Vater auf die Schliche gekommen, dass er mit einer hochschwangeren Freundin unterwegs war und die Mutter des Mädchens nicht davon Bescheid wusste. Er verlangte, das Mädchen sofort nachhause zu bringen. Doch daraus wurde nichts. Sie übernachteten einige Tage auf einem Parkplatz in der Nähe der Dünen am Atlantik. Da das Mädchen noch sehr klein war, musste es im Kofferraum übernachten. In der ersten Nacht kauerte sie sich hinein, konnte jedoch keinen Schlaf finden und schlich aus dem Kofferraum in die dunkle Nacht. Sie kannte den Weg zum Wasser. Zuerst spürte sie den nicht mehr so heißen Sand unter den Sohlen und die vertrockneten allzu spitzen Nadeln. Dann war es nur mehr weicher angenehmer Sand. Bald war sie zwischen den Dünen am Wasser angekommen. Die Wellen umspielten ihre Füße und beim Rückzug des Wassers lies der Sand unter den Sohlen nach und es konnte kaum das Gleichgewicht halten. Bald hatte es aber das Gleichgewichtsspiel mit den Wellen heraus und erfreute sich daran, die Küste entlang zu schlendern. Hoch oben war der wunderbare Sternenhimmel. Auf der einen Seite das Rauschen des Wassers und auf der anderen Seite die meterhohen Dünen. An ein Erklimmen dieser war nicht zu denken, da einem der Sand ein Fortkommen bzw. Hochsteigen unmöglich machte. Das wusste das Mädchen, dennoch ließ es sich von der trügerischen Schönheit nicht beirren und spazierte weiter. Plötzlich kam die Flut. Es war ein immer lauter werdendes Rauschen. Das kannte das Mädchen gut – doch es war dunkel und es war noch nie so weit gelaufen. Die Flut kam verdammt schnell. Sie lief so schnell sie konnte zurück. Ein paar Male fiel sie hin. Der verbleibende Streifen zwischen den heranrollenden und schäumenden Wellen und den Dünen wurde schnell immer schmäler und der Weg war noch weit. Immer schneller und schneller lief das Mädchen. Eine schnelle Läuferin ist sie schon immer gewesen. Jetzt war es wichtig und das wusste sie in diesem Moment. Zuletzt lief sie schon im Wasser und die Wellen umfassten bereits ihre Füße und ein Sog wollte sie ins Meer zurücknehmen. Sie kämpfte gegen diesen Sog an – sie liebte das Wasser – ja – aber sie liebte auch ihr Leben! Da erblickte sie im letzten Moment den rettenden Weg durch die Dünen und sprang mit allerletzter Kraft ein paar Mal höher bis sie die Wellen hinter sich ließ. Nun sank sie zu Boden und konnte dem Tosen in sicherem Abstand beiwohnen. Da entdeckte Sie den großen Mond am Horizont und wunderte sich über ihren Leichtsinn.

Das Herzklopfen wurde wieder ruhiger und als sie so dasaß – Ihre Beine eng umschlungen hatte, stellte sie fest, dass sie ihr Freundschaftsbändchen um den Knöchel im Kampf gegen die Wellen verloren hatte. Sie hatte dem gewaltigen Atlantik ihr Leben gegen das Bändchen eingetauscht und war froh darüber. Nun wusste sie, dass sie noch viele Kämpfe in ihrem Leben bewältigen wird können. Sie nahm die Herausforderung mit großer Freude und einem Lächeln an.

Liebe(n) ist schön

geschrieben von: doalittle - am 7. August 2009
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Schon mal verliebt gewesen?

Vielleicht schon im Kindergarten, der Schule oder gerade eben erst?

Wer kennt sie nicht – die Momente, in welchen wir zu keiner Konzentration fähig sind. Die Gedanken im Kopfe rotieren. Wir träumen! Der Puls beginnt in gewissen Momenten zu rasen oder man hat das Gefühl, zugeschnürt zu sein und keinen Ton herauszubringen. Und dann sagen wir Dinge, und wundern uns, wer gerade gesprochen hat! Man weiß einfach nicht mehr, was mit einem los ist. Man ist einfach von der Rolle! Oder wie es die Burschen sagen: Wow geil! (Das sagen zur Zeit gerade alle meine Kleinen – muß wohl „in“ sein ?!)

Wie schlimm muss dieser Zustand erst in jungen Jahren sein. Als Erwachsener hat man meistens, v.a. als Frau eine Busenfreundin, welcher man sich anvertrauen kann. Sie holt einen auf den Boden zurück und wir können alles von der Seele sprechen. Männer tun das grundsätzlich überhaupt nicht. Sie sitzen meist am Felsen und blicken in die Ferne – na heutzutage vielleicht doch eher vor dem Fernseher und zappen – offensichtlich die moderne Art der Meditation. Und wem vertrauen sich dann Kinder an?

Da ist ein gewisses Einfühlungsvermögen nötig und wir müssen ihnen das Gefühl vermitteln, ernst genommen zu werden. Meine beiden Töchter waren bereits verliebt und beide meinen, sie hätten bereits die Liebe ihres Lebens gefunden. Erst zu später Stunde, wenn sie die Gedanken und Gefühle nicht mehr für sich behalten können, dann vertrauen sie sich mir an und wünschen sich festgehalten zu werden und Sicherheit zu erfahren. Sie fühlen sich im Wagen einer Hochschaubahn gefangen und wechseln zwischen Glücksgefühl und Traurigkeit.

Da hatte ich die Idee ein kleines Buch zu besorgen. Schließlich kann meine ältere Tochter bereits seit einigen Jährchen selber lesen und so hat sie sich mit dem Thema: „Kunst des Liebens“ von Erich Fromm auseinandergesetzt. Es ist ein wunderbares Buch und gar nicht leicht umzusetzen. Viele Gedanken daraus kennen wir ohnehin, aber diese zu leben ist eine andere Sache. Für die Erwachsenen habe ich ein besonders Gutes entdeckt, welches das Thema von der wissenschaftlichen Seite betrachtet: „Warum wir Lieben“. Naja, auch wenn ich jetzt weiß, dass sich in meinem Gehirn ein wahres Feuerwerk abspielt. Beim Gedanken an die „Große Liebe“ hilft es manchmal doch nicht weiter, mit den aufgestauten Gefühlen zurecht zu kommen. Das braucht seine Zeit!

Meine jüngere Tochter ist vom Babyalter an schon sehr sinnlich gewesen und hat natürlich diese Erfahrungen bereits im Kindergartenalter mit Ihrer großen Liebe auskosten müssen. Kinder gehen so erfrischend natürlich mit diesem Thema um! Aber wenn sie mit ihren Gedanken und Gefühlen nicht mehr klar kommen, brauchen sie unsere Nähe, Ruhe eine Tasse Tee und viel Geduld, ihnen zuhören zu können und unser Verständnis. Das braucht Zeit! Manchmal kann einem ein Vertrauensarzt helfen. Bisher ist es mir glücklicherweise gelungen die Themen daheim zu besprechen. Ich hoffe, es bleibt so. Im wesentlich hilft es den Kleinen aufzuzeigen, dass wir im Leben vieles lieben können, wie z.B.: Tiere, Pflanzen, Naturschauspiele und nicht zu vergessen: das Leben!

Ein Satz unseres Pfarrers anlässlich einer Sonntagsmesse in den vergangenen Wochen hat mir dazu sehr gut gefallen: „Öffnet weiterhin Eure Herzen, auch wenn Ihr bereits verletzt wurdet. Nur dann leben wir!“

Ich freue mich sehr, von Dir einen Kommentar zu diesem Thema zu erhalten! Schreib mir doch, egal wie alt du bist! Du bleibst anonym! Oder gib in unser Such-Feld mal “Liebe” ein, du wirst staunen wieviel du zu diesem Wort auf Quax findest.

Ein Klick und weg …

geschrieben von: doalittle - am 31. Juli 2009
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Wie oft hat man früher Feder, Tinte und Papier zur Hand genommen und versucht die richtigen Worte festzuhalten. Komponisten, Dichter u.v.m. haben immer wieder neu angefangen zu schreiben oder es ist einfach auf das Papier geflossen. Mal besser und mal weniger gut, je nach Stimmung und Eingebung.

Auch ich kann mich noch an gedankenlose Momente über dem Papier erinnern. Ganz besonders ärgerlich war es anlässlich einer Schularbeit. Da wollte sich die Hand einfach nicht weiterbewegen und das Blatt Papier vor einem blieb blütenweiß und unberührt.

Wenn ich mal an einen Freund einen Brief geschickt habe oder ein Gedicht verfasst habe, da ist der Papierkorb manches Mal bedenklich überfüllt gewesen und dann flogen schon einige Wutbälle durch das Zimmer, zur Freude der anwesenden Katze. Weniger begeistert waren Bruder und Mutter wenn sie nichtsahnend das Zimmer betreten haben und sie ein solcher Wutball im Gesicht getroffen hat.

Wie oft habe ich mir schon gedacht, warum habe ich jetzt diese geschriebene email bereits abgeschickt. Warum habe ich die in Wut geschriebenen Zeilen nicht erst als Entwurf gespeichert, bis 10 gezählt oder sogar darüber geschlafen und dann nochmals durchgelesen bevor ich es versandt habe. Wie lange habe ich manchmal gebraucht, bis ich einen Brief in den Postkasten geworfen habe. Beim Versenden einer email oder sms habe ich wesentlich weniger Hemmungen auf den Button „Senden“ zu klicken. Da hilft nur mehr email-Adresse und Tel.Nr., welche einen in Versuchung bringen schnellstmöglich zu löschen.

Heute sind viel zu oft und viel zu schnell, gedachte Gedanken niedergeschrieben und ein Klick reicht -die Zeilen sind unwiderruflich abgeschickt. Aber vielleicht ist gerade das die richtige Vorgangsweise. Worte und Sätze werden spontan und aus dem Bauch heraus geschrieben, ohne dass wir uns verstellen. Die Gedanken treffen unmittelbar ohne wirklichen Zeitverlust beim betroffenen Leser ein (hoffentlich nur bei diesem!). So mancher hat weniger Probleme romantische Zeilen per Computer an den Liebsten oder die Liebste zu richten. Aber Vorsicht ist auch hier die Mutter der Porzellankiste, denn so mancher kann hier bewusst eine andere Persönlichkeit präsentieren, was vor allem für die jüngsten Internet-User gefährlich werden kann. Viel zu schnell werden persönliche Daten weitergegeben und Blind-Dates eingegangen. Hier müssen wir Eltern immer wieder die Kleinen auf die Gefahren nebst Vorteilen aufmerksam machen. Die Sicherheit der Kinder wird leider noch nicht sehr ernst genommen!

Viel zu schnell neigen wir dazu persönlichen Gesprächen aus dem Wege zu gehen, denn persönlich muss man wesentlich mehr Mut aufbringen als wenn wir dies per Computer oder Handy tun. Aber der Computer ist zeit- und ortsunabhängig und bietet daher eine Vielzahl von Möglichkeiten, Gedanken und Gefühle festzuhalten. Man kann Risiken eingehen und kann sehr oft und viel leichter wieder Abstand von dem Geschriebenen nehmen. Bei einem persönlichen Gespräch ist das schon wesentlich schwieriger.

Neuerdings gibt es email-Etiketten zu beachten. Das Buch habe ich bereits auf meinem Nachtkästchen zum Studieren liegen. Der Knigge des 21. Jahrhunderts? Die ersten Seiten haben mich in jedem Fall zum schallenden Lachen verleitet.

Wie siehst Du die Verwendung von Internet (z.B. Facebook), Handy und Co.?




Widersprüche und Ängste

geschrieben von: doalittle - am 24. Juli 2009
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Was mache ich hier? Das waren meine ersten Gedanken auf der Insel. Alle haben mir zu der Reise geraten und immer wieder habe ich über die Richtigkeit meiner Entscheidung nachdenken müssen.

Ich denke, dass es vielen Müttern so beim „Ersten Mal“ geht.

Die Gedanken kreisen und wir schwanken zwischen Glücksgefühl und schlechtem Gewissen.

In meinem Falle ging es darum eine Reise alleine anzutreten. Und unter – allein - verstehe ich wirklich allein. Ich bin ohne Kinder und ohne Begleitung, weder Partner noch Freundin zu einem mir unbekannten Ort in den frühen Morgenstunden aufgebrochen. Am Flughafen habe ich so manchen gesehen und mich gefragt, ob sie das gleiche Ziel verfolgen wie ich. Die Abreise konnte ich noch nicht wirklich geniesen.

Am Schlimmsten war der Abschied von den Kindern. Gott sei Dank haben sie geschlafen, denn sonst hätte ich die zerreisenden Gefühle nicht überstanden. Als ich dann nach der Landung endlich die Meeresluft erschnuppern durfte, war es um mich geschehen. Ich war vom Zauber, dem Türkis, der angenehm feuchten Brise im Gesicht, dem Salzgeschmack auf der Zunge und dem Duft nach viel mehr von Allem gefangen. Und in der Fähre war es endgültig um mich geschehen. Begonnen hat diese sehr ruhig, aber dann nahm die Windstärke zu und somit der Wellengang und ich lies mich vom Rhythmus der Wogen leiten. Es fand eine Verschmelzung des Rhythmuses der Wellen, des Schiffes, meiner selbst und der Musik in meinem Kopf statt. Es war ein Wiederfinden im wiederkehrenden wohligen Gefühl der Gleichmäßigkeit in all dem Chaos, das uns sonst umgibt und gefangen hält.

Auf der Insel haben sich dann noch viel mehr solcher Momente ergeben und erfahren wie sehr wir mit der Natur und den Ereignissen verbunden sind. Die Wechselwirkung hat sich verstärkt und sollte noch lange nach der Rückkehr anhalten. Es ist eine Art Trance ohne notwendiger Zuführung chemischer Präparate. Die Natur hat dafür gesorgt, dass diese Hormone in unserem Körper zum passenden Zeitpunkt und in der richtigen Menge ausgeschüttet werden. Wir müssen offensichtlich diesen Zustand nur erkennen, wahrnehmen, akzeptieren und zu guter letzt zulassen.

Fest steht, dass ich den Entschluß zu einer solchen Reise wiederholen werde!

Sommer Sonne Sandstrand Steine Schmetterlinge

geschrieben von: doalittle - am 17. Juli 2009
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Es gibt so viele schöne Wörter, welche mir in meiner Vorfreude in den Sinn kommen. Als Mutter gönnt man sich nicht sehr oft etwas. Und selber bin ich erschrocken bei dem Gedanken, wie lange es her ist, dass ich das letzte Mal alleine auf Urlaub war. Allein - was für ein Wort? Als 4-fache Mutter ist man so gut wie nie allein und Genuss kommt mir da sehr selten in den Sinn. Aber während ihr diese Zeilen lest, habe ich bereits die ersten Tage bewusst ohne meine Kinder erlebt - auf einer Insel im Süden. Und vielleicht zu mir selbst gefunden …

Manchmal fühle ich mich zurückversetzt in eine Zeit als ich noch 20 Jahre jünger war. Viele Dinge erlebe und mache ich, welche mir in den letzten beiden Jahrzehnten vorenthalten geblieben sind, aber auch nicht wirklich vermisst habe. Offensichtlich erleben wir eine persönliche Weiterentwicklung, wenn die Kinder aus dem Gröbsten sind. Oder bin ich mitten in einer Midlife-crises, so kurz vor meinem runden Geburtstag?

Ich möchte wieder schöne Dinge erleben, Neues erfahren, Schmetterlinge im Bauch fühlen und Steine sammeln. Vielleicht wieder so unbeschwerte Zeiten erleben, wie wir es als Kinder getan haben - vom Herzen lachen, sich an der Musik erfreuen und einen schönen Sonnenuntergang erleben oder einfach nur den warmen Sand am Körper wahrnehmen und die Zehen darin vergraben.

Und dann kommt der Gedanke - WAS NUN? - wie soll das Leben weitergehen?

Wer bin ich? Was kann ich? Wer will ich sein? Was will ich und was will ich auf keinen Fall?

Offensichtlich benötigen wir diese Phasen um uns für diese Fragen bewusst Zeit zu nehmen und oft gehen wir diesen Fragen sicher gerne aus dem Weg. Denn die Antworten sind manchmal vielleicht nicht angenehm oder verunsichern uns. Es sind gewisse Dinge notwendig dazu zu tun und jeder neue Schritt bedeutet eine gewisse Unsicherheit und ein Weg ins Ungewisse? So muss es kleinen Kindern auch gehen, wenn sie krabbeln oder gehen lernen und neue Erfahrungen sammeln. Der Weg ist uneben und beschwerlich, kostet Kraft und Zeit und ist sowohl mit Jubel und Glücksmomenten als auch mit Schmerzen verbunden. Aber es geht immer weiter …

Endlich Ferien!

geschrieben von: doalittle - am 11. Juli 2009
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Juhuuuu – endlich Ferien! Das Zählen der letzten Schultage hat nun bei allen Schulkindern in Österreich ein Ende. Und fleißige SchülerInnen werden mancherorts mit diversen Angeboten belohnt. Bei uns haben sie zum Beispiel die Möglichkeit mit einem Einser-Zeugnis ein Gratis-Eis zu holen und als Trostpflaster sogar jene, welche eine 5 kassiert haben. Womit wir schon beim Thema wären.

Wenn man selber mit der Benotung zu tun hatte, dann weiß man, wie schwierig es ist objektiv zu bleiben. Schließlich setzt sich dies auch in unserem Erwachsenenleben fort. Angefangen bei der Belohnung in Form von Trinkgeld, Provisionen, … Natürlich neigen wir dazu den Kindern alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen – nach dem Motto „Der Papa wird’s scho richten!“ Aber leider bleibt hier die Eigeninitiative und auch die Selbständigkeit auf der Strecke. Den goldenen Mittelweg zu finden, ist hier sicherlich die Kunst und ich erkenne bei meinen kleinen „Großen“ , dass man beim Pionierkind am Meisten lernt. Nachdem ich selber keine Pädagogin bin, sondern nur in der Erwachsenenbildung einst zu tun hatte und ehrenamtlich in der Volksschule anwesend bin, ist es sehr schwierig zu verstehen, wie viel Arbeit das Lernen und auch das Lehren bedeuten können. Ersteres haben wir alle in unserer Kindheit erlebt und oft viel zu schnell vergessen. Und für mich war das Lernen kein Zuckerschlecken. Nach einiger Zeit habe ich festgestellt, dass der beste Weg ist, den Kindern das Verständnis für Ihre LehrerInnen näher zu bringen und manchmal auch ein wenig Nachsicht zu üben sehr hilfreich sein kann. Schließlich wissen die Kinder auch nicht immer, wie stressig der Schulalltag für die LehrerInnen sein kann und manche haben gleich mehrere Lehrverpflichtungen auf unterschiedlichen Schulen etc. Und wir müssen uns an der Nase nehmen, nicht schlecht über die betroffenen PädagogInnen in Gegenwart der Kinder zu sprechen, da sie sonst den Respekt und die Achtung vor ihnen verlieren. Und dann dürfen wir uns über die Konsequenzen nicht wundern. Schließlich müssen nicht wir tag täglich mit Ihnen zusammenarbeiten, sondern unsere Kinder. Und man wird sich wundern, wie oft sich unsere Kinder in der Schule oder im Kindergarten anders verhalten als zu Hause. Das hat so manchesmal bei mir den Ausruf entlockt „Sprechen wir vom selben Kind?“ Wir können unseren Kindern Rückhalt geben und manche können ihnen verschieden Wege aufzeigen, wie sie bessere Ergebnisse beim Lernen erzielen können.

Im Grunde genommen bin ich mit den Ergebnissen meiner 3 Schulkinder zufrieden. Lange hat es gedauert bis ich vom Perfektionismus Abstand genommen habe. Aber Zeitnot und Platzmangel haben verursacht, die Kinder sehr viel selbständiger werden zu lassen und ich unterstreiche bei jedem Elternsprechtag, dass meine Kinder ihre Leistungen vollkommen selbständig erbracht haben. Ich sitze nicht daneben und kontrolliere nur zeitweise und stichprobenartig die Schultasche der SchulanfängerInnen und den Inhalt ihrer Hefte. Schließlich haben das unsere Eltern auch nicht gemacht, oder? Bei so manchem Lehrer habe ich schon die Rückmeldung erhalten, dass ihnen unkorrigierte Hausaufgaben lieber sind und bessere Rückschlüsse darauf zulassen, wie der Lernstoff angekommen ist und ob das Vermitteln der zu machenden Hausaufgaben richtig angekommen ist. Kleine Hinweise und Kommentare können auch bei Tafelklasslern schnell im Mitteilungsheft kommuniziert werden und damit einige Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden. Am besten ist es, den oder die LehrerInnen zum Schulanfang zu fragen, welche Art der Kommunikation Ihnen am Liebst ist? Von email, Telefon, Mitteilungsheft bis zum persönlichen Gespräch in der Sprechstunde ist alles möglich. Und wenn es trotz aller Bemühungen mal nicht geklappt hat, dann sollten wir mal vielleicht unsere eigenen Zeugnisse hervorholen und so manche werden diese schnell vor den Kindern verstecken. Ich bin darüber erschrocken, als ich merkte, wie sehr ich die Zeugnisse verdrängt habe. Manchesmal habe ich auch nicht den gesamten Stoff in einem Schuljahr geschafft und so bleibt einem nichts anderes übrig als dies in den Sommerferien nachzuholen und glücklicherweise habe ich es dann geschafft. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern welche Nachprüfungen ich gemacht habe. Ich weiß nur, dass die Stimmung natürlich sehr betrübt war, so wie das Wetter in den letzten Tagen und ich sehr froh über die tröstenden und aufmunternden Worte meiner Mutter war. Sie hat mir immer das Gefühl gegeben, dass sie an mich glaubt und die ersten Wochen durfte ich mich mal von der Schule erholen und Ferien machen.

Dann habe ich jeden Vormittag und Nachmittag gelernt, mal mit Unterstützung und dann auch sehr oft ohne Hilfe. Heute gibt es schon sehr viel professionelle Unterstützung und diese kann den Kindern sicherlich sehr hilfreich sein. Bei einer Nachprüfung kann’s der Papa oder die Mama nun mal nicht mehr richten und da ist das Kind gefragt. Manchen Kindern ist ein Schuljahr doch sehr wichtig und mit der richtigen Portion Selbsteinschätzung, Motivation und Nachhilfe kann wahrscheinlich jede Prüfung geschafft werden. Und zu guter Letzt stellt sich vielleicht doch die Frage ob der Ausbildungsweg der richtige ist? Es gibt viele Erwachsene die später eine neue Berufslaufbahn einschlagen, warum dann nicht auch unsere Kinder eine andere Ausbildung?