Schon jedes zweite österreichische Kind nutzt Facebook oder ein anderes soziales Netzwerk. Was viele Eltern beunruhigt, ist die Frage: Bieten die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook wirklich ausreichend Schutz für unsere Kinder? Worauf Eltern beim Umgang ihres Kindes mit Facebook & Co achten sollten, darüber hat das Bundeskriminalamt jetzt eigene Sicherheits-Empfehlungen abgegeben. Doch zunächst ein paar Zahlen aus einer internationalen Studie:
- Fast 100 Prozent der 9- bis 16-Jährigen in Österreich nutzen das Internet zuhause, 48 Prozent im eigenen Zimmer.
- 62 Prozent haben ein eigenes Profil innerhalb eines sozialen Netzwerks.
- Bei 20 Prozent ist das Profil öffentlich einsehbar, 15 Prozent geben persönliche Daten, wie Telefonnummer und Adresse bekannt.

Wie Kinder Facebook sicher nutzen, weiß das BK. Foto: BM.I / Alexander Tuma
Das Problem: Kindern und Jugendlichen ist meist gar nicht bewusst, was für Folgen das öffentliche Liken, Teilen und Posten von Fotos oder Informationen haben kann. Das BK gibt Eltern daher folgende Empfehlungen zum sicheren Umgang ihrer Kinder mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken:
5 Facebook-Tipps für Eltern
- Sicherheitsregeln vermitteln
Bereite dein Kind darauf vor, dass Gesprächspartner im Web oft nicht unbedingt diejenigen sind, für die sie sich ausgeben. Wichtig: Niemanden als Freund akzeptieren, den man nicht auch in der wirklichen Welt kennt!
Niemals Kenn- oder Passwörter weitergeben, keine Fotos und andere Dokumente im sozialen Netzwerk veröffentlichen, die man möglicherweise später bereut. Das gilt auch für persönliche Informationen, wie Anschrift, Telefonnummer oder Urlaubspläne.
- Wissen, was dein Kind tut
Als Mutter oder Vater solltest du die sozialen Netzwerke und Chat-Räume, in denen sich dein Kind aufhält, kennen. Je mehr Interesse du an den Kontakten und an dem, was dein Kind online bewegt, zeigst, umso besser wird dir das gelingen.
- Vereinbarungen treffen
Triff gemeinsam mit deinem Kind eine altersgemäße Vereinbarung für den Medienkonsum im Internet: Wo und wie lange es chatten darf, sollte klar abgesprochen werden. Die Zeit in Netzwerken darf Freundschaften im realen Leben nicht verdrängen oder ersetzen.
- Anlaufstelle bieten
Gib deinem Kind das Gefühl, dass es jederzeit zu dir kommen kann, wenn es Fragen hat oder online etwas passiert, das ihm ein ungutes Gefühl gibt. Wenn du selbst nicht sicher bist, schau dich im Freundes- oder Bekanntenkreis nach geeigneten Ansprechpartnern dafür um.
- Selbst Mitglied im Netzwerk werden
Auch wenn du selbst kein Freund von sozialen Netzwerke bist und diese nicht nutzen möchtest, solltest du dich auf Facebook registrieren: Als “Freund” deines Kindes kannst du automatisch sehen, was es im Netzwerk veröffentlicht.
Noch mehr Informationen findest du auf der Facebook Seite des Bundeskriminalamtes oder in den 10 Tipps zum Umgang mit Bildschirm-Medien…
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