Schulbeginn heißt Trennung

geschrieben von: Bettina Krankl - am 2. September 2011
Bettina Krankl

Der allererste Tag in Kindergarten oder Schule ist weder für Kinder noch für Eltern einfach: Ein völlig neuer Lebensabschnitt fängt an, der den Familienalltag künftig bestimmen wird. Der ganze organisatorische Kram rund um Einschulung oder Kindergarten-Premiere ist dabei für viele Mamas und Papas gar nicht so schlimm. Vielmehr kämpfen manche Eltern mit der Tatsache, dass sie zum ersten Mal vom Nachwuchs getrennt sind.

Neue Lebensphase für Kinder und Eltern

Die Entwicklung vom Kind zum Schulkind bedeutet auch eine Veränderung in der Eltern-Kind-Beziehung. Vielleicht erinnert man sich an die ersten Krabbelversuche oder selbstständigen Schritte - große Freude zum Einen, aber auch ein bisschen Angst schwingt da schon mit: Mit jedem Schritt weg von den Eltern wird das Kind selbstständiger, lernt seine eigenen Wege zu gehen. Für die Eltern heißt es jetzt: loslassen lernen.

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Life Event oder "Ernst des Lebens": Schulbeginn ist ein großes Ereignis! Foto: Ingrid Ruthe/pixelio.de

Vor allem bei 2- bis 3-Jährigen kann die Trennungsangst mitunter recht ausgeprägt sein. Da hilft es, das Kind gut vorzubereiten, viel über die kommenden Aufgaben zu sprechen und Vertrauen zur neuen Umgebung aufzubauen: Die Tagesmutter, Kindergruppe und neuen Bezugspersonen, wie Lehrer oder Kindergarten-Pädagogen, sollte das Kind schon zuvor kennengelernt haben. Neben der Schultüte können am Anfang ein Lieblingsstofftier oder vertrautes Spielgerät als Begleiter hilfreich sein.

Wie lange man als Elternteil fern bleibt, kann nach und nach gesteigert werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich in den ersten Tagen Urlaub nehmen. Wie gut der Start in Schule oder Kindergarten klappt, hängt natürlich auch von der Persönlichkeit des Kindes ab beziehungsweise wie stark die elterliche Bindung ausgeprägt ist. Bei manchen Kindern (und/oder Eltern) werden Tränen fließen, manchmal wird man als Elternteil schneller „überflüssig” sein, als man vielleicht erwartet hätte. Aber was soll’s: Da müssen alle durch!

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