Sag mir, woran du bei „Master Blaster” denkst, und ich sage dir, wie alt du bist:
Mitglieder der Elterngeneration 30+(+) werden sich vielleicht noch an den gleichnamigen 1980er Hit von Stevie Wonder erinnern. Jugendliche denken dabei vermutlich eher an eine deutsche Techno-Musikgruppe, die alte Italo-Disco-Hits als Dance-Versions in die Clubs bringt …. (keine Panik, ich geb’s ja zu - das hab ich auch erst im www recherchieren müssen). Aber die Jüngsten unter uns werden wohl mit Master Blaster als Synonym für Wasser-Rutsch-Vergnügen aufwachsen…
Während man auf jeder herkömmlichen Wasserrutsche der Schwerkraft gehorchend kontinuierlich von oben nach unten unterwegs ist, ist das bei einem Master Blaster nämlich anders: Hier wird man auf Gummireifen sitzend durch einen starken Wasserschwall auch schon mal bergauf gespült (und ein locker sitzendes Bikini-Höschen gleich mit dazu). In einigen Freizeitparks in Deutschland oder Holland gibt es rasante Master Blaster-Anlagen, die an Hochschaubahnen erinnern. Eine gemäßigtere Version, die bereits für Kids ab 110 cm Körpergröße freigegeben ist, findet sich im Wiener Dianabad.
Gregor, 5 Jahre jung und grade mal 114 cm groß, steht am Startplatz, der prall gefüllte grüne Gummireifen, der mich an einen Donut erinnert, wartet auf ihn bzw. auf ihn und seinen Papa. „Nichts da - ich rutsch allein!”, beschließt er mutig, setzt sich in den Reifen und ab geht’s! Zuerst ein kurzes steiles Stück abwärts - dann wird er schon das erste Mal bergan gespült - rein in die Röhrenrutsche - eineinhalb Umdrehungen in absoluter Finsternis - endlich Licht am Ende des Tunnels - eine zweite Aufwärtspassage - rum um die Kurve - und mit Vollgas runter zum spritzigen Grande Finale! Welch ein Spaß!
Das nächste Mal rutscht Gregor trotzdem wieder gemeinsam mit Papa, weil es den Reifen beim Alleine-Fahren viel öfter um die eigene Achse dreht, als wenn mehr Gewicht mit an Bord ist.
Die Master Blaster-Rutsche ist allerdings nur eine von vielen Attraktionen im Dianabad, das wir bei unserem Besuch als richtiges Spaßbad erlebt haben. Wirklich, soviel Hetz hatten wir schon lange nicht in einem Hallenbad: Während der Rutschen-Sperre (sie ist jede Stunde für 30 Min. in Betrieb) haben wir uns die Gummireifen geschnappt und uns durch die lange „Auslaufbahn” treiben lassen. Im Nachhinein hat das den Kids sogar besser gefallen als die Rutsche selbst! Nächstes Highlight: das Wellenbad, das stündlich für ca. 15 Minuten angeworfen wird. Wer will, kann sich von den Wellen gleich in den Wildwasserkanal werfen oder sich in Richtung Piratenschiff spülen lassen. Witzig ist auch die Spiel- und Kletteranlage in einem eigenen Becken, mit Schleusen zum Auf- und Zudrehen zahlreicher Wasserspritzen. Außerdem macht das exotische Südsee-Flair Urlaubslaune.
Nur etwas wärmer könnte das Wasser bzw. die Luft heraußen schon sein! Aktiven Kids, die sich ständig bewegen, scheint das nichts zu machen - Mamas, die sich nur aufs Zuschauen konzentrieren oder Babys kommen da schon leichter ins Schlottern. Noch ein kleines Minus: die Gastronomie, die übrigens eine reiche Auswahl und einen tollen Rundum-Blick bietet, schließt bereits um 18 Uhr, während das Bad noch bis 20 Uhr offen hat. Einen Toast hat uns die nette Dame hinter der Theke zum Glück noch gezaubert, sodass wir unser Abendessen noch im Bad einnehmen konnten. Und das war gut so, denn bei der Heimreise sind die Kids selig eingeschlummert…
Schlagworte: Erlebnisbad, Hallenbad, Rutsche, Wellenbad

Also ich weiß nicht, ob ich als Erwachsene als Angsthase gelte, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mir so eine Master Blaster Erfahrung zutrauen soll. Meine Kleinen denken da sicher anders und ich fürchte, sie werden mich wie immer dazu überreden und sich über die kreischende Mami schenieren.