6 Erwachsene samt 9 Kinder zusammen zu bringen, um gemeinsam etwas zu erleben, ist nicht immer leicht. Wenn’s aber doch mal klappt, dann macht’s garantiert Spaß! So war’s auch gestern mit „Holiday on Ice“. Mindestens 25 Jahre (oder mehr?) ist es bei mir sicher her, seit ich als Kind über die damals als „Eis-Revue” bekannte Eislaufshow staunen durfte. Und diesmal durfte ich meinen Kids beim Staunen zuschauen!
Denn das Besondere, wenn man als derartiges Rudel Tickets besorgt, ist schließlich auch, dass wir nicht 15 Plätze nebeneinander, sondern im Block in drei Reihen hintereinander besorgt haben. Und so hatte ich gestern das seltene Glück, in der Reihe vor meinem Sohn und seinen Freunden zu sitzen. Und ich muss zugeben, dass es mir ein ebenso großes Vergnügen bereitet hat, mich gelegentlich umzudrehen, um in den Gesichtern der Kids ihre Begeisterung abzulesen, wie die Show selbst zu sehen: Da wurde ehrfürchtig „Ooohhh” und „Aaaahhh” geraunt, den Nachbar gerempelt, um ihn mit gestrecktem Finger auf das eine oder andere soeben Entdeckte hinzuweisen, mit Übereifer gelacht, geklatscht und gestampft, und der Mund blieb oft genauso weit offen wie die leuchtenden Augen die ganze Zeit über. Astrid, die mit ihren Freundinnen in derselben Reihe wie ich Platz gefunden hat, genoss die Vorstellung ebenso: Bei den beschwingteren Nummern hakte sie sich bei den Girlies ein und es wurde überschwänglich mitgeshakt.
Huch - vor lauter Begeisterung über die Begeisterung der Kids vergess’ ich benahe die Show selbst zu erwähnen …
Farbenfroh und fantasievoll war’s - so wie sich das für „Holiday on Ice” gehört und wie ich es auch aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe, mit tollen Eisläufern und noch tolleren Kostümen (unsere Favoriten: die fluoreszierenden Seepferdchen, Fische und Meerjungfrauen, die Salsa-Mädels mit Vogelkäfigen auf dem Kopf sowie die ca. 30 Zebras, die wie ein Kreisel über die Eisfläche wirbeln). Allerdings wurde die Show in der Zwischenzeit mit mehr Technik und Effekten aufgemotzt. So schwebt heute über dem Eis eine große, begehbare Lichterkugel, die sich - genauso wie der riesige Ring drum herum, der ebenfalls mit Eislaufschuhen befahren werden kann - auch absenken lässt … alles recht spacig im UFO-Outfit. Das Thema der Show „Energia” lässt sich zwar nicht wirklich als roter Faden erkennen, aber das ist vermutlich auch nicht das erklärte Ziel der Produktion. Als spektakuläres Feuerwerk an bunten Bildern bietet „Holiday on Ice” nach wie vor beste Familienunterhaltung ohne weiteren Erklärungsbedarf. Man braucht nur hin (bzw. hinter sich) zu schauen und die Eindrücke wirken lassen.
Schlagworte: Eislaufen, Staunen, Unterhaltung

Das mit dem Nach-Hinten-Schauen erinnert mich an den Film “Die fabelhafte Welt der Amelie”: Eine der Dinge, die Amelie besonders gerne macht, ist sich im Kino umzudrehen und die Gesichter der Mitmenschen zu betrachten. Bei Kindern stelle ich mir das überhaupt nett vor. Denn sonst sieht man sie ja höchstens aus den Augenwinkeln von der Seite, aber so richtig von vorn ja selten. Schöner Gedanke!
Bei mir ist es schon glaub ich 30 Jahre her - uuups - was so alt bin ich schon
also nichts wie hin mit uns
Ich war leider noch nie bei der Show, meine Eltern haben sich das früher nie leisten können, und jetzt bin ich eigentlich noch nie dazugekommen.