Kinder-Kultur zum Nulltarif!

geschrieben von: Edith Schillinger - am 7. Januar 2010
Edith Schillinger

Regelmässigen Quaxblog-Lesern dürfte es schon aufgefallen sein: Ich habe eine Vorliebe für kulturell angehauchte, kindertaugliche Veranstaltungen. Aber die meisten Angebote für Theater, Museum, Konzert & Co kosten halt einiges, und in Zeiten wie diesen laufen die Ausgaben für solche Events sowieso auf Sparflamme. Grund genug für eine Übersicht zum Jahresbeginn, was man 2010 GRATIS so alles erleben kann:

Jänner:
Mein Sohn möchte im Fasching als Indianer gehen - passt ja wunderbar zum Kinder-Sonntag unter dem Motto „Zu Gast bei den Sioux” im Museum für Völkerkunde (24.1., 10 - 13 Uhr), wo neben der Kinderführung durch die aktuelle Sitting Bull-Ausstellung auch Rätselspiel, Bastel- und Mitmachstationen warten. Für Kinder ist alles kostenlos, Erwachsene kommen mit der Aktionskarte von WienXtra ebenfalls gratis rein.

Februar:   
Höchste Zeit, uns die Ausstellung „Es fliegt, es fliegt” im ZOOM-Kindermuseum anzuschauen. Denn erstens läuft sie nur noch bis 21.2. und zweitens ist seit Anfang des Jahres der Ausstellungs-Eintritt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene frei!
Vielleicht schaffen wir es sogar am 27.2. zum Aktionstag ins Technische Museum, wenn ein ROTE NASEN Clowndoctor die Kids durch die Ausstellung „body.check” begleitet. Menschen bis 19 Jahre zahlen neuerdings generell keinen Eintritt, die Erwachsenen allerdings schon.

März:
Bisher haben wir es leider noch nie dorthin geschafft, aber für 2010 fix am Plan: das Literaturfestival für junge LeserInnen im Palais Auersperg (11.-17.3.), wo bei Gratis-Eintritt eine Vielzahl an Lesungen, Workshops, Kreativstationen,  Bilderbuchkino usw. geboten werden.

April:
Ebenfalls im ZOOM Kindermuseum werden in Zusammenarbeit mit Siemens 2010 Kindermatineen abgehalten, z.B. am 25.4. mit dem Kinderkonzert “Die Piraten sind los” von Mai Cocopelli und Geraldino. Eintritt ist frei, freiwillige Spenden kommen einem karitativen Zweck zugute.

Mai: 
Ist zwar noch nicht sicher, aber vielleicht starten im Mai ja wieder die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper auf den Platz davor. Wir haben uns 2009 die erste Hälfte vom Ballett “Schwanensee” angeschaut und würden dieses nette Angebot bei ausgewählten Aufführungen 2010 gerne wieder nutzen.

Juni:
Im Essl Museum in Klosterneuburg steht am Wochenende 12./13.6. das jährliche Sommerfest auf dem Programm. Parallel zur Schau von Niki de Saint Phalle erwartet die Gäste entsprechende Kinderführungen und ein offenes Atelier - letztes Jahr haben wir dort herrliche 3,5 Stunden verbracht! Bis 2.2.2010 ist der Eintritt ins Museum im Rahmen des 10jährigen Jubiläums übrigens noch komplett frei, die regelmäßigen Kinder-Workshops usw. allerdings nicht.

Juli + August:
Der Hochsommer steht wie immer unter dem Zeichen des Wiener Ferienspiels, das auch viele Attraktionen in kultureller Richtung zu bieten hat. Außerdem freuen wir uns schon auf das Filmfestival am Wiener Rathausplatz, wo auch durchaus kindertaugliche Aufführungen gezeigt werden. Ein weiterer Tipp wäre die Donaubühne in Tulln, wo z.B. letztes Jahr das Theatro Piccolo mit “Charlotte Ringlotte” einen umjubelten Gratis-Auftritt hinlegte.

September: 
Im September findet traditionellerweise das Literaturfestival “Rund um die Burg” statt. In den letzten Jahren hat - neben vielen anderen Kinderbuch-Autoren - Marko Simsa im eigenen Kinderzelt sein jeweils neuestes Musik-Bilderbuch in sehr attraktiver Weise präsentiert. Warum sollte das heuer anders sein…?

Oktober:
Hier im Blog war bereits 2009 vom Tag der offenen Tür der Wiener Sängerknaben zu lesen. Für Interessierte wird sicher auch im kommenden Herbst das Portal zum Augartenpalais weit aufgemacht, um den Besuchern u.a. eine Kostprobe des sängerischen Könnens zu gewähren.

November:
Ein buntes Programm aus den Bereichen Theater, Lesung, Tanz, Musik uvm. bietet das jährlich stattfindende Lesofantenfest, das über 2,5 Wochen lang durch die verschiedenen Zweigstellen der Wiener Büchereien tourt. Im Jahr 2008 haben wir in der Hauptbücherei zwei Theatervorstellungen allererste Güte genossen. Und alles kostenlos!

Dezember:
Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit bringen die Wiener Kinderfreunde ein eigenes Kindermusical ins ehrwürdige Raimundtheater - zum Nulltarif. Letzten Advent war es “Wow, Mimmo“, ein reizendes Hundemusical mit wunderbaren Charakteren. Meine Kids reden immer noch mit Vorliebe so “schä g’scheat” wie der steirische Rodel-Joschi - mal sehen, was sie sich für heuer ausdenken…

Also, Sparefrohs zücken am besten gleich den Rotstift und tragen sich die besten Termine in den Kalender ein…
So wird das neue zu einem wirklich frohen Jahr!

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10 Kommentare zu „Kinder-Kultur zum Nulltarif!“

  1. Gast sagt:

    Wow, diese Auflistung hat was - Danke für diese zusammengefassten Tipps. Wir werden ganz sicher das eine und andere probieren ;-)

  2. Gast sagt:

    Find ich toll, dass Kinder in Museen nichts zahlen müssen, aber sind dafür die Eintrittspreise für Erwachsene gestiegen oder gleich geblieben. Das muß ja ein enormer Einnahmenverlust für die Museen sein, oder? Gilt das für alle Museen?

  3. Gast sagt:

    DANKE für die Tipps. Ist ja toll was mann mit den Kindern so unternehmen kann.

  4. Edith sagt:

    Freut mich sehr, dass euch meine Jahres-Übersicht gefällt! Sie ist natürlich noch lange nicht vollständig, denn viele Veranstaltungen sind terminlich noch nicht fixiert

    Hab bei der Gelegenheit aber noch einen Tipp: der Mozartknabenchor Wien gibt monatlich ein ca. einstündiges Gratis-Konzert im Innenhof im Haus der Musik. Folgende Termine sind bereits fixiert: 22.1., 19.2., 19.3., jeweils um 18 Uhr.

    Zur neuen Eintritts-Regelung: Diese gilt seit 1.1.2010 und ermöglicht allen Kindern und Jugendlichen bis 19 Jahren den Gratis-Eintritt in die Österreichischen Bundesmuseen (= Albertina, Naturhistorisches Museum, Kunsthistorisches Museum, Technisches Museum, Belvedere, Museum moderner Kunst MUMOK, Museum für angewandte Kunst MAK) sowie in die Nationalbibliothek. Außerdem haben sich dieser Regelung die Museen der Stadt Wien angeschlossen, d.h. das Wien Museum am Karlsplatz sowie das ZOOM Kindermuseum, wo der Gratiseintritt in die Ausstellung auch auf Erwachsene ausgeweitet wurde. Die betreuten Vermittlungsangebote (Zoom Lab, Zoom Sience, Zoom Atelier) sind weiterhin kostenpflichtig. Der Eintrittspreis für den Zoom Ozean wird reduziert.
    Meines Wissens nach werden die Eintritte für Erwachsene dennoch nicht in die Höhe gehen. Den Verantwortlichen dürfte einfach die Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche am Herzen liegen.
    Mehr Details dazu findet ihr übrigens auch im QUAX-News-Beitrag unter http://www.quax.at/news/3-49.
    Viel Spaß!
    Edith

  5. Gast sagt:

    Danke für die tolle Auflistung- du hast uns richtig Geschmack auf Kultur gegeben:) Wir werden sicher etwas machen und nicht nur auf den Spielplätzen herumtoben. Wow Mimmo haben wir übrigens gesehen und das war wirklich ein tolles kultuelles Erlebniss!

  6. Gast sagt:

    Und da soll noch wer sagen, was nix kost ist nix wert. Das stimmt hier sicher nicht und finde ich großartig - danke für die Hinweise - irgendwas wird sich in diesem Jahr sicher ausgehen

  7. Mara sagt:

    Sehr gteerhe Damen und Herren,leider wissen wir aufgrund der Domain nicht, ob es sich bei diesem Kommentar um die offizielle Meinung des Jugendbeirates handelt oder er nur von einer Privatperson verfasst wurde.Wir freuen uns aber, dass auch Sie sich so intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.Wir möchten Ihnen gerne auf Ihren Kommentar antworten:Wir Eltern der Kinder der Kita “Wiesenzauber” sind nicht daran interessiert, den Jugendlichen ihre Wiese “wegzunehmen”. Selbst durch den Bau der Kita auf der “Beachwiese” wird nur ein Teil der Wiese in Anspruch genommen, der rückwärtige Teil Richtung der evangelischen Kirchengemeinde / Palm Beach Cafe würde ja für die Jugendlichen als Treffpunkt bestehen bleiben. Es geht uns nicht um die Vertreibung der Jugendlichen!Die Verkehrssituation sieht an der Jägerstraße / Feldstraße völlig anders aus als im Corneliusweg. Dort ist nur eine einspurige Spielstraße (Sackgasse) vorhanden, in die alle Eltern fahren müssten. Da man sein Kind auch noch persönlich in die Kita bringt (anders als bei Schulkindern, die man auch mal eben nur aus dem Auto steigen lassen kann), müssten genügend Parkmöglichkeiten vorhanden sein. Dies ist schon jetzt nur für die Schule nicht der Fall und würde auch durch bauliche Maßnahmen nicht aufgefangen werden können.Natürlich haben Sie Recht, wenn Sie das Fahrrad als bevorzugenes Verkehrsmittel vorschlagen, doch dies ist schon allein für die berufstätigen Eltern nicht möglich. Einige Familien haben auch mehr als 2 Kinder, da reicht ein Fahrradanhänger, den erstmal jeder haben müsste, nicht mehr aus. Oder Geschwisterkinder sind noch so klein, dass man sie nicht mit dem Fahrrad transportieren kann. Dies sind nur ein paar Argumente, die ebenfalls gegen Ihre Behauptung sprechen, wir Eltern würden nur nicht etwas weiter zu unserer Kita fahren wollen.Doch insgesamt kann man sagen, dass die Verkehrsproblematik nur eins unserer Argumente ist, was für den alten Standort der Kita und gegen eine Verlegung in ein anderes Wohngebiet spricht.Aus verschiedensten Gründen sind wir der Meinung, dass man gerade Kleinkinder nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen darf, da sie z.B. in einer sehr aktiven Prägungsphase sind.Da wir das Gefühl haben, dass unsere Argumente für Sie momentan noch nicht transparent genug sind, werden wir hier auf unsere Internetseite noch einmal unsere Argumentationsliste einstellen, die unserem Bürgermeister und den einzelnen Fraktionen der Stadt Tönisvorst vorliegt.Wie Sie dann sehen können, ist z.B. die Verkehrssituation nur einer der Punkte auf unserer Liste und wir hoffen, dass Sie uns etwas besser verstehen können. Wir als Elternrat der Kita “Wiesenzauber” sind daran interessiert, für alle Beteiligten eine faire und nachvollziehbare Lösung zu finden. Aus diesem Grund stehen wir gerne zu Gesprächen bereit.Und eins möchten wir noch sagen: Auch uns ist bewusst, dass unsere Kinder die zukünftigen Jugendlichen sind. Aus diesem Grund vertreten wir nur etwas, womit wir auch in Zukunft, wenn unsere Kinder einmal die Kita verlassen haben und älter sind, gut leben können.

  8. jfbugkgrqec sagt:

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