Archiv für Juni 2010

Die Schule in dir

geschrieben von: Bettina Krankl - am 30. Juni 2010
Bettina Krankl

Heute ist ein Flugblatt ins Haus geflattert. Mit dem (etwas fragwürdigen) Slogan “Gratis aber nicht umsonst” wird darauf die interessensorientierte Mittelschule ab 2010/2011 in unserer Gemeinde beworben. Interessensorientiert. Hört sich gut an, denke ich. Da fällt mir plötzlich ein, was mir unlängst eine der Lehrerinnen aus meiner (mit diesem Beruf reich gesegneten) Verwandtschaft an den Kopf geworfen hat: „Du hast ja keine Ahnung, wie es in der Schule zugeht!” In einer Diskussion um Interessen- und Begabungsförderung in der Schule hatte ich mich nämlich zu einem leidenschaftlichen Plädoyer gegen das Sitzenbleiben hinreißen lassen… Und bevor sich hier bald alles nur mehr um Ferien und Urlaub dreht, möchte ich noch ein paar persönliche Gedanken zur Schule anmerken.

Die aktuelle öffentliche Auseinandersetzung rund um Gesamtschule, Ganztagsschule, neue Mittelschule und wie sie alle heißen, gefällt mir. Weil sie das Thema Schule wieder öffentlich diskutiert und es zu dem macht, was es ist: Etwas, das uns alle angeht. Jeder von uns verbringt zumindest neun Jahre in dieser Institution. Ich selbst genoss sie zwölf lange Jahre. Aber dass Lernen auch Spaß machen kann, habe ich erst an der Uni entdeckt.

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Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Schule - der “Ernst des Lebens”?

In der Schulzeit war ich hauptsächlich damit beschäftigt, - mithilfe der dankenswerten gratis Nachhilfe eben dieser meiner Lehrer-Verwandten - in jenen Fächern über die Runden zu kommen, die mir überhaupt nicht lagen, allen voran Mathematik. Nicht zuletzt meine Mathe-Phobie ließ mich schließlich auch die Flucht nach vorn antreten und mich für den - damals so genannten - neusprachlichen Zweig am Gymnasium entscheiden. Trotzdem hieß es weiterhin 4 x Mathe pro Woche und demzufolge: Nur ein Mathe-freier Tag war ein guter Tag.

Motivieren statt bestrafen

„Da werden sie dir die Wadln schon viere richtn!” Dieser maßlos antiquierte, aber dennoch oft wiederholte Satz meines Vaters stand, wie in Stein gemeißelt, noch vor meinem allerersten Schultag. Heute träume ich von einer Schule, die Interessen und Begabungen fördert. Die anlagebedingte Minder-Begabung anstatt mit schlechten Noten oder gar Sitzenbleiben permanent zu bedrohen, wirkliche Förderung anbietet. Die nicht zum Versager abstempelt, sondern laut ruft:”Hier ist einer, der kann besonders gut die verschiedenen Grün- und Grau-Nuancen eines Birkenblattes aquarellieren!” Sollen wir alle an der Wirtschaftsuni inskribieren, um mit 40 auf den Selbsterfahrungstrip zu kommen? Produziert das nicht noch mehr von diesen ach so trendigen, aber für den Arbeitsmarkt eher fragwürdigen neuen Berufen wie Lebenscoach oder Hunde-Akkupunkt-Masseur?

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich noch nie aufgrund von (guten) Noten einen Job bekommen oder nicht bekommen. Als Unternehmerin würde ich nicht auf die Idee kommen, mir von einem Bewerber Schulzeugnisse vorlegen zu lassen. Klar, auch in der paradiesischen Zeit als Studentin musste ich mich mit Nebenjobs über Wasser halten und ganz ohne Rechnen ging es da auch nicht. Auf die hohe Kunst der Wahrscheinlichkeitsrechnung (das Wort löst auch nach 20 Jahren noch Schaudern in mir aus) kann man beim Eis verkaufen oder Bücher auspreisen aber ganz gut verzichten.

Ich höre schon, was jetzt kommt: Dafür fehlt die Zeit. Der Stoff muss durch. Die Kinder brauchen den Druck. Aber kann ein Schulsystem, das für alle Beteiligten auf Druck aufgebaut ist, richtig und gut sein? Hat mein Kind ohne bezahlte Nachhilfe überhaupt noch eine Chance, dem Unterricht zu folgen? Sind Lehrer heute wirklich so überlastet, dass sie Schulhefte in den Urlaub mitschleppen müssen, um sie stoßweise am Hotelpool in Lignano zu korrigieren? Und was ist mit Pionierländern wie Finnland - belächelns- oder beneidenswert?

Das Leben, denke ich, verlangt uns allen, auch ohne Schule, genug Prüfungen ab. Lasst uns doch ein System finden, das unsere Kleinen wirklich auf das Leben nach der Schule vorbereitet. In dem soziale Fähigkeiten eine wichtige Rolle spielen. In dem sich jede(r) traut, zu den eigenen Anlagen zu stehen und diese auch zu verwirklichen, ohne Angst vor Konsequenzen und Versagen. In dem unsere Kinder sich zu selbstbewussten, aktiven und kreativen Individuen entwickeln können. Gewiss, einfach ist es nicht. Aber zumindest wäre die Schulzeit dann gratis, aber nicht umsonst. ;-)

9 ½ Wochen mal ganz anders

geschrieben von: Gudrun Dupoirieux - am 28. Juni 2010
Gudrun Dupoirieux

So, bald ist es wieder soweit - die Sommerferien stehen vor der Tür. Je nachdem, in welchem Teil Österreichs man während des Jahres die Schulbank drückt, früher oder später ist es jetzt dann für alle soweit: Mit großer Erwartung starten wir in die Schulferien 2010.
Sommerferien ist ja ein etwas gewagter Begriff - was, wenn uns Ferien ohne Sommer erwarten? Sollte man dann besser von den „großen Ferien” sprechen? Wie auch immer. Wir freuen uns schon ganz toll auf die Ferien! Die Kinder zählen die letzten Schultage und schmieden große Freizeit Pläne, was sie denn in den Ferien alles machen möchten.

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Sommerferien im Anmarsch © G. Dupoirieux

Ferienfreizeit oder: Wie es allen recht machen?

Ferienprogramm hin oder her - unsere Kleine freut sich ganz einfach darauf, Oma und Opa endlich wieder zu sehen. Der Mittlere will natürlich diesen Sommer wieder reiten - am besten jeden Tag. Der Große vertritt allerdings die Meinung, dass Pferde stinken und möchte damit nicht allzuviel zu tun zu haben. Dafür hat ihn diesen Sommer das WM Fieber gepackt. Also wenn es nach ihm geht, werden wir in den nächsten Wochen ohnehin unser Freizeitprogramm auf den Spielplan der Fußball Weltmeisterschaft abstimmen müssen.

Die Langsamkeit des Alltags…

Aber wie dem auch sei - ich sehe dem Ganzen mit einer gewissen Gelassenheit entgegen. Ich freue mich ganz einfach, dass man in den Sommerferien mal etwas langsamer machen kann. Morgens kein Gedränge im Bad, kein Antreiben und Rumhetzen, mittags dann grad mal wann man will und nicht schnell schnell, weil wir eigentlich schon wieder los sollten zum schwimmen, tanzen oder Klavier. Und am Nachmittag dann gemeinsam mit der kleinen Bande losziehen. Vielleicht heute einmal einen anderen Spielplatz entdecken? Oder doch wieder zu dem, den wir so lieben? Auf jeden Fall können wir bei allen Unternehmungen gaaaanz lange bleiben. Vielleicht auch direkt am Spielplatz picknicken? Denn morgen muss keiner in die Schule.
Ich freu’ mich auf jeden Fall auf diese „langsamen” Tage mit meinen Kindern. Ich genieße es einfach sehr, wenn in den nächsten Wochen der ständige Zeitdruck etwas aus unserem Alltag verschwindet. Und wenn die Kinder mittags noch im Schlafanzug herumhängen, dann hab ich das Gefühl, sie genießen sie auch - ihre Sommerferien.

Ferienlager … Last-Minute-Ideen!

geschrieben von: Bettina Krankl - am 22. Juni 2010
Bettina Krankl

Wo machen meine Kinder Ferien - wer auf diese Frage noch keine Antwort hat, nur kein Stress: Ich habe ein wenig recherchiert und bin dabei auf wirklich tolle Angebote für Ferienlager in diesem Sommer gestoßen! Vorbei die Zeiten, als wir selber Kinder waren und unsere Mutter, weil Hausfrau und eh immer z’haus, uns nie erlaubt hat, auf Ferienlager zu fahren. Damals bestand das Highlight für uns daheim Gebliebene darin, in einer ausgedienten Badewanne Kaulquappen beim Heranwachsen zuzusehen… Naja, ein bisschen mehr dürfen unsere Kleinen heute schon zur Förderung ihrer Entwicklung erwarten, oder? Hier nur ein paar Tipps, wie Familien mit professioneller Ferienbetreuung im Ferienlager gut durch den Sommer kommen können:

Sommer-Camps für jeden Geschmack

Das Zeugnis ist geschafft - jetzt kann sich jeder endlich damit beschäftigen, was ihn wirklich interessiert. Für die einen sind das die unendlichen Weiten des Weltalls, die im Astronauten Camp inklusive Ausflug zur Sternwarte erforscht werden können. Andere begeben sich lieber auf eine abenteuerliche Reise ins ICH: Den menschlichen Körper von Kopf bis Fuß und mit allen Sinnen erkunden - das steht im Mittelpunkt der Entdeckungsreise im Ferienlager des Lerngarten in Wien. Ein Ausflug ins Technische Museum ist natürlich ebenfalls ein Fixpunkt im Programm.

Alter: 5 bis 8 Jahre
Information: Lerngarten
Kosten: € 240 pro Woche, jede weitere Woche € 180

Tipp: Geschwister-Rabatt: für das 2. Kind € 200

Echte Erlebnisse - Ferienlager in Salzburg

Tage- oder auch wochenweise Kinderbetreuung bietet das Vulcanino. Von der Hüpfburg bis zur Kamikaze(!)rutsche, vom Kleinkind-Bereich bis zum einzigen Indoor-Hochseilgarten in Salzburg:

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Hüpf rein in die Ferien! Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de

Für jedes Alter gibt es im Vulcanino Ferienclub passende Angebote zur Ferienbetreuung. 6000 Quadratmeter halten alle nur erdenklichen Möglichkeiten für Spiel, Spaß und Action bereit - drinnen und draußen. Ein echter Fun Park eben!

Alter: ab 1 Jahr
Information: Vulcanino Erlebniswelt
Kosten: Preis pro Tag € 30 inkl. Mittagessen, pro Woche € 125,- inkl. Mittagessen täglich (Betreuungszeiten: MO-FR 8.00 bis 16.00 Uhr)

Computercamps für Naturfreaks

Einen spielerischen Einstieg in die Computerwelt, positive Lernerfahrung und viiiiel Spaß. Das versprechen die erfolgreichen Computercamps am Wilhelminenberg in Wien. Von oben haben die Kinder im Ferienlager eine tolle Aussicht auf die Stadt und lernen, umgeben von Wald und Weinbergen, grundlegende Windows-Anwendungen. Vom 10 Finger-System bis zum Programmieren! Dabei wird individuell auf das jeweilige Entwicklungsstadium des Kindes eingegangen. Im Ferienlager steht für jedes Kind ein eigener Computer zur Verfügung.

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TIPP: Es werden auch kostenlose Schnuppertage angeboten! Foto: computercamps.at

Alter: 7 bis 14 Jahre
Information: Computercamps - Computer Ferien Camps
Kosten: Montag bis Freitag inkl. Mittagessen und Getränke € 238

Adventure-English-Camp im Nationalpark

Jetzt aber mal ein richtiges Feriencamp. Untergebracht in wetterfesten Großraum-Zelten kann man im Ferienlager Nationalpark Donau Auen das Abendessen am Lagerfeuer selber zubereiten. Zugleich lernen Kids zwischen 10 und 15 Jahren spielerisch Englisch. Also: viel Natur, Bewegung und Spaß mit Native Speakers und Exkursionen mit Nationalpark Rangern in die wunderschöne Au-Landschaft.

Alter: 10 bis 15 Jahre
Information: Nationalpark Donau- Auen, Infostelle Schloss Eckartsau
Kosten: € 320 pro Woche und Kind

Zum Schluss noch ein besonderes Ferienlager (bisher noch nicht gehört):

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Ferienlager - am Neusiedlersee mit internationalem Flair. Foto: Marc Tollas / pixelio.de

Internationales Deutsch Camp am Neusiedler See

Im Ferienlager Purbach sind alle herzlich willkommen, die Deutsch als Muttersprache oder Deutsch als Fremdsprache lernen oder verbessern möchten. Während des ein- oder zweiwöchigen Sommercamps werden die Kinder je nach Interesse während des Unterrichts getrennt, die Freizeitaktivitäten (Surfen bis Exkursionen) finden gemeinsam statt. Auch eine tageweise Betreuung für Jugendliche aus Purbach und Umgebung ist möglich.

Alter: 10 bis 15 Jahre
Information: Learning Events - Sprache lernen durch Erleben
Kosten: € 595 pro Woche alles inkl., Tagesbetreuung pro Tag: € 35 (Aufpreis Mittagessen € 7)

Urlaub mit 9 Kindern? Großfamilie auf Reisen …

geschrieben von: Bettina Krankl - am 15. Juni 2010
Bettina Krankl

Stell dir vor, du bist Mutter einer 11-köpfigen Familie. In den Familienurlaub zu fahren, bedarf da schon einigen logistischen Geschicks. Sich aus der Affäre ziehen und die gesamte Mannschaft auf Ferienlager schicken? Fehlanzeige! Es sei denn, du hast einen Goldesel zu Hause ‘rumstehen. In dem Fall gilt wohl eher: Das Ferienlager bist du! Und zwar das ganze Jahr über…

Camping Urlaub - die Lösung?

Oder du wagst dich im Urlaub an das Abenteuer Familiencamping, eine günstige Alternative zum Familienhotel oder Kinderhotel. So wie Astrid Hofmann-Wellenhof. Sie ist neunfache (!) Mutter. Und das (fast) ohne „Patchwork”: Acht Kinder hat sie mit ihrem Mann Gottfried, durch ein Adoptivkind aus Kamerun wurde die Familie noch einmal erweitert.

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Ferienlager oder Camping? Bei neun Kindern keine Frage ... Foto: Gabi Schoenemann/pixelio.de

Im Dokumentarfilm von Helmut Manninger Keine Angst vor Kindern (Ö, 2009) hat die Kamera diese Familie mehrere Jahre hindurch im Alltag begleitet. Wie sich ein Familienurlaub zu elft bewerkstelligen lässt, erfahren wir in der außergewöhnlichen Doku ebenfalls:

„Wann simma denn da?”

Angetreten wird die Reise in einem kleinen Bus. Urlaubsziel Italien. Der große Vorteil beim Zelten: Die Kinder können schlafen, solange sie wollen, beim Essen darf auch mal gepatzt werden, alles in allem eine unkomplizierte Sache. Da man auch immer auf’s liebe Geld schauen muss, kann das Essen auch selber zubereitet werden. Ein Restaurantbesuch unter 200 Euro ist bei dieser Familiengröße nicht drin - sofern sich ein Tisch finden lässt, der groß genug ist …

20 Trommeln Wäsche - Willkommen zuhause!

Okay, okay, ich werd’ mich nie wieder beschweren, wenn ich nach dem nächsten Urlaub ein, zwei Tage die Waschmaschine laufen hab. Was ist das schon gegen geschätzte 150 Kilo Wäsche einer Frau Wellenhof? Nicht nur, aber auch deshalb sei ihr der Leading Ladies Award von Herzen gegönnt, mit dem die AHS Lehrerin im Vorjahr ausgezeichnet wurde. Ob mit oder ohne Auszeichnung: Für mich stellen die Wellenhofs etwas dar, was heute sehr selten geworden ist: echte Vorbilder.

Amüsante Urlaubslektüre

Übrigens: Gottfried Hofmann-Wellenhof ist nicht nur Familienvater und Lehrer, sondern auch Autor einiger sehr unterhaltsamer Geschichten aus dem Großfamilienleben - hier ein paar Buchtipps:

  • Auch Eltern sind nur Menschen - Die 55 besten Geschichten von den Wellenhofs
    von Gottfried Hofmann-Wellenhof und Walter Titz
    Verlag: Styria 2008, ISBN-10: 3222132518
  • Bleib kuhl, Papa!
    von Gottfried Hofmann-Wellenhof
    Verlag: Styria 2005, ISBN: 3222131813
  • Eine Familie voll Leben
    von Gottfried Hofmann-Wellenhof
    Verlag: Styria 2002, ISBN: 3222129762

Kindergeburtstag planen – 5 Tipps

geschrieben von: Bettina Krankl - am 9. Juni 2010
Bettina Krankl

Kinder und planen, das ist ja so eine Sache … Zum Beispiel Marie: Mein liebes Patenkind war just an dem Tag unpässlich, an dem ihr Kindergeburtstag steigen sollte. Drei Tage später dasselbe Szenario - ihr Bruder kam an seinem Geburtstag kränklich von der Schule heim. So musste auch sein Kindergeburtstag kurzerhand abgesagt werden. Was für ein Jammer!

Zuviel der Aufregung? Ich kann es gut verstehen. Ehrlich gesagt wird mir jetzt schon mulmig, wenn ich an die bevorstehende Feier anlässlich meines eigenen „Runden” denke …

Damit du nicht krank vor Aufregung wirst, wenn das nächste Mal eine Geburtstagsfeier deines Kindes ansteht, möchte ich hier ein paar Anregungen zum Organisieren eines Kinderfestes geben. Natürlich kannst du die Planung der Party auch einer professionellen Agentur überlassen (und einfach cool zwinkern, wenn du nach dem Kindergeburtstag Mami ist die Beste! zu hören kriegst).

Die Routiniers in Sachen Kinderfeste unter euch, bitte ich schon jetzt: Ergänzt doch eure eigenen Erfahrungen, Inputs und Kindergeburtstag Tipps im Kommentarfeld!

Maries Feier kann damit zwar nicht mehr gerettet werden. Aber die Kleine hat ja noch Aussicht auf einige unvergessliche Geburtstagspartys. Sie ist ja erst entzückende 3! :-)

Kindergeburtstag - 5 Tipps für das Fest der Feste:

Kindergeburtstag Foto Hofschlaeger pixeliode

Kindergeburtstag - immer ein Spaß! Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.de

1. Gäste

Wie viele Kinder einladen? Wer darf auf die Gästeliste? Ein heikler Punkt. Die alte Regel: So viele Jahre das Kind alt wird, so viele Gäste. Klingt unfair? Ist es auch. Viel Spaß beim Ausdiskutieren…

2. Location

Zu Hause feiern oder einen Partyraum mieten? Das hängt von der Lärm-Empfindlichkeit und Toleranzschwelle eurer Nachbarn ab, würde ich meinen.

Wenn du nicht in den eigenen vier Wänden Geburtstag feiern willst, gibt es zahlreiche Alternativen: Gut feiern lässt es sich beispielsweise im Kino oder Museum. Viele Locations bieten tolle Programme zur Unterhaltung beim Kindergeburtstag oder haben eine Hüpfburg im Angebot.

Ein einfacher Partyraum sollte von der Ausstattung her zumindest Bad und Toilette dabei haben. Für jeden kleinen Partygast ist eine Sitzgelegenheit einzuplanen, CD-Player ist nie verkehrt.

Hast du das Glück, über einen Garten zu verfügen, ist das schon ein großer Vorteil. So haben die Kids den nötigen Auslauf und es muss nicht alles in Sicherheit gebracht werden, was wertvoll und zerbrechlich ist… Bei Outdoor-Festen ist es ratsam, genügend Sonnencreme und ein kleines Erste-Hilfe-Set parat zu haben - sind die Kids erst einmal in Partylaune, kann es schon mal zu kleineren Stichen oder Kratzern kommen. Vorsicht bei Biotopen und Pools!

3. Einladungskarten

Natürlich kann man auch telefonisch zum Kindergeburtstag einladen. Gerade in der heutigen Zeit finde ich es aber sehr nett, Einladungskarten zu verschicken. So hat der kleine Partygast etwas Besonderes in Händen. Und selbst kann man sich schon beim Basteln und Verfassen der Einladungen ganz der kreativen Vorfreude hingeben… Wichtig: rechtzeitig aussenden (10 bis 14 Tage vor dem Kindergeburtstag).

Welche Infos sollen auf die Einladungskarte?

Einladungskarte Kindergeburtstag - Foto: regenbogen56, pixelio.de

Termin

Wähle das Datum für den Kindergeburtstag eventuell in Abstimmung mit den anderen Eltern. Sollten zufällig zwei Kinder am gleichen Tag feiern wollen, stiehlt sonst einer dem anderen die Show. Prinzipiell sind Samstage empfehlenswert. So haben die Eltern Zeit, die Kids zu bringen und abzuholen, der Sonntag bleibt der Gastgeber-Familie zur Erholung.

Beginn & Ende (!)

In der Kürze liegt die Würze! Vor allem bei den Kleinsten, sind zwei, drei Stunden völlig ausreichend.

Ort

Gib die genaue Adresse an, eine beigelegte Wegbeschreibung kann nützlich sein. Auf jeden Fall ist es ratsam, die Telefonnummer auf der Einladungskarte anzuführen!

Bitte um Zu- oder Absage bis zu einem bestimmten Datum

zusätzliche Angaben:

Ablauf der Party, Motto für den Kindergeburtstag (falls es eines gibt)

Gäste-Transport

Wenn die Eltern selbst für das Bringen und Abholen der Kleinen sorgen müssen, solltest du das ebenfalls bereits auf der Einladung zum Kindergeburtstag vermerken.

4. Unterhaltung & Spiele

Sorge dafür, dass genügend Spiele und benötigte Utensilien bereit liegen. Spiele wie Schokolade-Wett-Essen, Topfschlagen und andere Klassiker kommen beim Kindergeburtstag gut an. Auch eine (bescheidene) Tombola ist immer ein Highlight!

Für gute Unterhaltung beim Kindergeburtstag und eine extra Portion Spaß sorgen Zauberer. Zaubershows faszinieren Kinder ab 3 bis 4 Jahren. Der Zauberer kommt ohne aufwändige Vorbereitung zum Fest und garantiert eine verblüffende Show sowie glänzende Kinderaugen!

Den Kindergeburtstag allzu straff zu organisieren solltest du allerdings vermeiden: Es muss nicht ein Spiel das nächste jagen. Schon gar nicht sollte der Partyspaß aufgezwungen werden. Wenn du merkst, dass die Fete von selber läuft, zieh dich zurück und gönne dir ein Plauscherl unter Eltern.

Kein Kindergeburtstag ohne Geburtstagstorte! Die Geburtstagstorte ist ein Höhepunkt bei jedem Kindergeburtstag. Sollten deine Backkünste mehr Unterhaltungs- denn kulinarischen Wert haben, kannst du die Geburtstagstorte beim Spezialisten bestellen.

5. Dekoration

Girlanden, Luftballons, Tisch-Deko zum Vernaschen … Hier ist das Motto: Kreativität vor Perfektion! Zur richtigen Partystimmung gehört natürlich auch die musikalische Deko für den Kindergeburtstag. Aber Vorsicht: Musik besser gemeinsam mit dem Geburtstagskind auswählen. Wer outet sich schon gern als uncool?

Zum Schluss noch was Wichtiges: Fotografieren nicht vergessen! Dann habt ihr alle eine schöne Erinnerung. Viel Spaß bei eurem nächsten Kindergeburtstag!