Archiv für Januar 2010

Schlimme Finger wurden vor die Tür gesetzt

geschrieben von: Edith Schillinger - am 29. Januar 2010
Edith Schillinger

Bei 66 habe ich aufgehört zu zählen. Und dabei bin ich erst bei ungefähr der Hälfte angekommen. Mehr als 100 Kinder werden es also bestimmt gewesen sein, die am vergangenen Sonntag dem Ruf der Sioux-Indianer gefolgt sind und sich einen spannenden Gratis-Familien-Vormittag im Museum für Völkerkunde erhofft haben. Beim Anblick dieser riesigen Menge war Skepsis angebracht. Wie soll das mit so vielen Kindern denn funktionieren…?

Aber erstaunlicherweise klappte es ganz gut. Die Museumspädagogin Christine bemühte sich redlich, dem Ansturm gerecht zu werden. Die Kinderführung durch die Ausstellung „Sitting Bull und seine Zeit” lief also folgendermaßen ab: Christine ließ die bunte Kinderschar am Boden Platz nehmen, Eltern standen brav dahinter und mit kräftiger, klarer Stimme erzählte sie weniger von der Indianer-Ikone Sitting Bull selbst, sondern vielmehr Interessantes vom Leben der Indianer allgemein, von Pferden und Bisons, Gewändern und Federschmuck - also genau das, was die Kinder auch hören wollten. Und dabei waren die Kids und Erwachsene - oh Wunder - überraschend diszipliniert, relativ aufmerksam und bekamen wirklich einiges mit.

So haben wir z.B. erfahren, dass das Tipi immer der Indianer-Frau gehörte. Also hatte sie das Recht, dem Mann - wenn er sich nicht ordentlich benommen hat oder nicht nett zu den Kindern war - als Warnung seine Mokassins vor das Zelt zu stellen. Nach dreimaliger Verwarnung musste er aus dem Zelt ausziehen, um evt. wieder bei seinen Eltern unterzutauchen. Erst wenn er sich gebessert hat, durfte er zurück. Dieser Brauch war mir bisher nicht bekannt und ich finde ihn gar nicht so übel…

Im Anschluss an die Führung wurden Rätselrallye-Unterlagen ausgeteilt, in ungewöhnlich umfangreicher Ausfertigung. Auf rund 20 Seiten wurden viele - zum Teil recht knifflige - Aufgaben gestellt. Teilweise haben wir die passenden Antworten in der Ausstellung nachrecherchieren müssen. Um bei der Verlosung teilnehmen zu können, haben aber fünf gelöste Fragen genügt. Und tatsächlich - Gregor hatte Glück und hat ein wunderschönes Indianer-Wissensbuch gewonnen. Ein sehr großzügiger Gewinn, worüber sich mein Sohnemann unheimlich gefreut hat!

Als Abschluss des dreistündigen Programms erwarteten uns im großen Mit-Mach-Saal einige Bastelideen: vom Papier-Tipi über Ausmal-Masken und Kojoten-Faltvorlagen bis hin zu raffinierten Indianergeschichten-Comicstrips im Streichholzschachtel-TV … da waren auch die Eltern gefordert. Darüberhinaus hat uns Christine mit weiteren Spielanregungen und Nähanleitungen für Mokassins für daheim versorgt - man hat deutlich gemerkt, dass sie dem Thema auch persönlich sehr zugetan war.

Was mir noch aufgefallen ist: Erstaunlich viele Papas waren mit ihrem Nachwuchs unterwegs - anscheinend kann man mit dem Thema „Cowboy und Indianer” nicht nur bei den Kids, sondern auch bei den ganz großen Jungs immer wieder punkten!

Kinderskifahren mitten im Hotel?

geschrieben von: Freigeist - am 25. Januar 2010
Freigeist

… als ich diese Überschrift in einer Aussendung zum ersten Mal gelesen habe, traute ich meinen Augen nicht. Wie bitte soll das gehen? Vom Zimmer durch das künstlich beschneite Stiegenhaus runter zur Rezeption? Oder haben findige Tourismusexperten in einer Ecke des Speisesaals einen Skiberg aufgeschüttet …. à la dubaianischem Größenwahn?

Ein Blick auf die Homepage bringt dann Klarheit, denn die Wahrheit schaut natürlich doch ein wenig anders, weitaus realistischer und damit auch sympathischer aus: Gemeint ist nämlich nicht das Hotelgebäude selbst, in dem die Schwünge in den Schnee gezogen werden können, sondern der hoteleigene Garten. In einem netten Familienhotel in Südtirol, im Falkensteiner Lido Ehrenburgerhof, wurde also im leicht abschüssigen Gelände neben dem Hotel ein 20 Meter langes Förderband, ein sogenannter Zauberteppich verlegt, der den allerkleinsten Skifans täglich zur Verfügung steht. Bequemer bergauf geht’s wohl nicht. Gedacht wurde bei dieser neu angelegten Kinderpiste an Skianfänger zwischen 3 und 5 Jahren, aber auch ältere Kinder werden nicht abgewiesen.

Ein Schnuppertag auf der hoteleigenen Kinder-Skipiste ist im entsprechenden Hotelpackage inkludiert, samt Gratis-Verleih der Skiausrüstung, heißen Getränken zum Aufwärmen und Pausen-Snacks … das kommt mir schon mal recht durchdacht vor. So kann man spielerisch das Interesse am Skifahren abchecken und gegebenenfalls am nächsten Tag auf den “richtigen” Skiberg der Ferienregion Kronplatz wechseln. Und wenn’s den Zwergerln doch nicht soviel Spaß gemacht hat, bleibt man eben im Hotel - da wird einem auch nicht fad.

Weil so ein Schnuppertag aber ganz schön lang werden kann - vor allem für die frierenden Mamas, Papas, Omas und Opas, die am Rand zuschauen, wurde die Piste praktischerweise direkt vor die Glasfenster des Verwöhnbereiches des Südtiroler Wellnesshotels gesetzt - das kommt mir erst recht durchdacht vor! Denn so können sich die Erwachsenen drinnen im warmen Wasser auftauen, während sie ihren skiwütigen Nachwuchs nach wie vor im Auge behalten. So lässt sich ein Skiurlaub in Südtirol doch wirklich genießen … ich könnte mir ehrlich gesagt Schlimmeres vorstellen.

Dieser Beitrag wurde euch von Falkensteiner FMTG - Falkensteiner Michaeler Tourism Group empfohlen.

Master Blaster - generationenübergreifend

geschrieben von: Edith Schillinger - am 22. Januar 2010
Edith Schillinger

Sag mir, woran du bei „Master Blaster” denkst, und ich sage dir, wie alt du bist:
Mitglieder der Elterngeneration 30+(+) werden sich vielleicht noch an den gleichnamigen 1980er Hit von Stevie Wonder erinnern. Jugendliche denken dabei vermutlich eher an eine deutsche Techno-Musikgruppe, die alte Italo-Disco-Hits als Dance-Versions in die Clubs bringt …. (keine Panik, ich geb’s ja zu - das hab ich auch erst im www recherchieren müssen). Aber die Jüngsten unter uns werden wohl mit Master Blaster als Synonym für Wasser-Rutsch-Vergnügen aufwachsen…

Während man auf jeder herkömmlichen Wasserrutsche der Schwerkraft gehorchend kontinuierlich von oben nach unten unterwegs ist, ist das bei einem Master Blaster nämlich anders: Hier wird man auf Gummireifen sitzend durch einen starken Wasserschwall auch schon mal bergauf gespült (und ein locker sitzendes Bikini-Höschen gleich mit dazu). In einigen Freizeitparks in Deutschland oder Holland gibt es rasante Master Blaster-Anlagen, die an Hochschaubahnen erinnern. Eine gemäßigtere Version, die bereits für Kids ab 110 cm Körpergröße freigegeben ist, findet sich im Wiener Dianabad.

Gregor, 5 Jahre jung und grade mal 114 cm groß, steht am Startplatz, der prall gefüllte grüne Gummireifen, der mich an einen Donut erinnert, wartet auf ihn bzw. auf ihn und seinen Papa. „Nichts da - ich rutsch allein!”, beschließt er mutig, setzt sich in den Reifen und ab geht’s! Zuerst ein kurzes steiles Stück abwärts - dann wird er schon das erste Mal bergan gespült - rein in die Röhrenrutsche - eineinhalb Umdrehungen in absoluter Finsternis - endlich Licht am Ende des Tunnels - eine zweite Aufwärtspassage - rum um die Kurve - und mit Vollgas runter zum spritzigen Grande Finale! Welch ein Spaß!
Das nächste Mal rutscht Gregor trotzdem wieder gemeinsam mit Papa, weil es den Reifen beim Alleine-Fahren viel öfter um die eigene Achse dreht, als wenn mehr Gewicht mit an Bord ist.

Die Master Blaster-Rutsche ist allerdings nur eine von vielen Attraktionen im Dianabad, das wir bei unserem Besuch als richtiges Spaßbad erlebt haben. Wirklich, soviel Hetz hatten wir schon lange nicht in einem Hallenbad: Während der Rutschen-Sperre (sie ist jede Stunde für 30 Min. in Betrieb) haben wir uns die Gummireifen geschnappt und uns durch die lange „Auslaufbahn” treiben lassen. Im Nachhinein hat das den Kids sogar besser gefallen als die Rutsche selbst! Nächstes Highlight: das Wellenbad, das stündlich für ca. 15 Minuten angeworfen wird. Wer will, kann sich von den Wellen gleich in den Wildwasserkanal werfen oder sich in Richtung Piratenschiff spülen lassen. Witzig ist auch die Spiel- und Kletteranlage in einem eigenen Becken, mit Schleusen zum Auf- und Zudrehen zahlreicher Wasserspritzen. Außerdem macht das exotische Südsee-Flair Urlaubslaune.

Nur etwas wärmer könnte das Wasser bzw. die Luft heraußen schon sein! Aktiven Kids, die sich ständig bewegen, scheint das nichts zu machen - Mamas, die sich nur aufs Zuschauen konzentrieren oder Babys kommen da schon leichter ins Schlottern. Noch ein kleines Minus: die Gastronomie, die übrigens eine reiche Auswahl und einen tollen Rundum-Blick bietet, schließt bereits um 18 Uhr, während das Bad noch bis 20 Uhr offen hat. Einen Toast hat uns die nette Dame hinter der Theke zum Glück noch gezaubert, sodass wir unser Abendessen noch im Bad einnehmen konnten. Und das war gut so, denn bei der Heimreise sind die Kids selig eingeschlummert…

Reinhard Nowak „Mama“ die Zweite

geschrieben von: Gabriella Haller-Gallée - am 19. Januar 2010
Gabriella Haller-Gallée

QUAX traf den Kabarettisten am 7. Jänner und sprach mit ihm über sein neues Programm „Mama”, welches gestern in der Wiener Kulisse Premiere hatte.

Im Gespräch zeigte sich der Schauspieler von seiner ganz privaten Seite, plauderte offen über Spielgruppen, Windelfrei und Stillzeiten. Ist er doch selbst seit fast zwei Jahren Vater und aktiv, so gut es seine Zeit erlaubt, dabei.

Aufgrund des Interviews noch neugieriger auf sein neues Programm, waren wir gestern Gast bei seiner Premiere.

Gespannt war ich auf die Seitenhiebe über „… diese, gehobene, diese g’stopften, g’spritzen Muttis mit die Bugaboos …” - die auch prompt kamen.

Quelle: www.reinhardnowak.atReinhard Nowak, Jahrgang 1964, erweckt in seinem neuen Programm seine bzw. unsere Kindheit aus den 70ern. Die stundenlangen Spaziergänge jedes Wochenende durch den Wiener Wald oder Schaufensterbummeln am Sonntag vor verschlossenen Ladentüren. Aufklärung dank Doktor Sommer und heimliche Blicke im Freibad gehören da genauso dazu wie die ersten gescheiterten Liebesbeziehungen.

Der Siebziger seiner Mutter bildet die Rahmenhandlung des Seelentripps eines Mittvierzigers, der in amüsanter und kurzweiliger Art und Weise für einen Abend unsere Kindheit wiederbringt. Mit guten und weniger guten Erinnerungen.

Dabei erweckt er Dinge in uns, die wir schon lange verdrängt haben. Das Wort Nutria habe ich zum Beispiel seit mehr als fünfundzwanzig Jahren nicht mehr gehört, obwohl es auch in unserer Gemeinde in den 70ern ein brennendes Thema war.

Hervorzuheben ist die großartige schauspielerische Leistung dieses Einpersonenstücks und für alle ein Muss, die noch einmal an einem Abend für zwei Stunden in ihre Kindheit zurückversetzt werden wollen.

Für alle, die wissen möchten wie Reinhard Nowak zu Spielgruppen, Windelfrei und Bugaboos steht, geht es hier weiter…

Lauter Aaaahhhs und Oooohhhs hinter mir…

geschrieben von: Edith Schillinger - am 14. Januar 2010
Edith Schillinger

6 Erwachsene samt 9 Kinder zusammen zu bringen, um gemeinsam etwas zu erleben, ist nicht immer leicht. Wenn’s aber doch mal klappt, dann macht’s garantiert Spaß! So war’s auch gestern mit „Holiday on Ice“. Mindestens 25 Jahre (oder mehr?) ist es bei mir sicher her, seit ich als Kind über die damals als „Eis-Revue” bekannte Eislaufshow staunen durfte. Und diesmal durfte ich meinen Kids beim Staunen zuschauen!

Denn das Besondere, wenn man als derartiges Rudel Tickets besorgt, ist schließlich auch, dass wir nicht 15 Plätze nebeneinander, sondern im Block in drei Reihen hintereinander besorgt haben. Und so hatte ich gestern das seltene Glück, in der Reihe vor meinem Sohn und seinen Freunden zu sitzen. Und ich muss zugeben, dass es mir ein ebenso großes Vergnügen bereitet hat, mich gelegentlich umzudrehen, um in den Gesichtern der Kids ihre Begeisterung abzulesen, wie die Show selbst zu sehen: Da wurde ehrfürchtig „Ooohhh” und „Aaaahhh” geraunt, den Nachbar gerempelt, um ihn mit gestrecktem Finger auf das eine oder andere soeben Entdeckte hinzuweisen, mit Übereifer gelacht, geklatscht und gestampft, und der Mund blieb oft genauso weit offen wie die leuchtenden Augen die ganze Zeit über. Astrid, die mit ihren Freundinnen in derselben Reihe wie ich Platz gefunden hat, genoss die Vorstellung ebenso: Bei den beschwingteren Nummern hakte sie sich bei den Girlies ein und es wurde überschwänglich mitgeshakt.

Huch - vor lauter Begeisterung über die Begeisterung der Kids vergess’ ich benahe die Show selbst zu erwähnen …

Holiday on Ice, ClownFarbenfroh und fantasievoll war’s - so wie sich das für „Holiday on Ice” gehört und wie ich es auch aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe, mit tollen Eisläufern und noch tolleren Kostümen (unsere Favoriten: die fluoreszierenden Seepferdchen, Fische und Meerjungfrauen, die Salsa-Mädels mit Vogelkäfigen auf dem Kopf sowie die ca. 30 Zebras, die wie ein Kreisel über die Eisfläche wirbeln). Allerdings wurde die Show in der Zwischenzeit mit mehr Technik und Effekten aufgemotzt. So schwebt heute über dem Eis eine große, begehbare Lichterkugel, die sich - genauso wie der riesige Ring drum herum, der ebenfalls mit Eislaufschuhen befahren werden kann - auch absenken lässt … alles recht spacig im UFO-Outfit. Das Thema der Show „Energia” lässt sich zwar nicht wirklich als roter Faden erkennen, aber das ist vermutlich auch nicht das erklärte Ziel der Produktion. Als spektakuläres Feuerwerk an bunten Bildern bietet „Holiday on Ice” nach wie vor beste Familienunterhaltung ohne weiteren Erklärungsbedarf. Man braucht nur hin (bzw. hinter sich) zu schauen und die Eindrücke wirken lassen.

Schneeschaufeln, 1 Glas Riesling oder Sleepless Play Resort

geschrieben von: doalittle - am 12. Januar 2010
doalittle

SchneefrauDiese Frage habe ich mir um 1 Uhr Früh gestellt! Wofür ich mich entschieden habe?
Tja, lieber hätte ich Schnee geschaufelt oder besser gesagt das Eis auf der besonders langen Treppe weggehackt - die ist derzeit ca. 2 cm dick -  mir die Wut aus meinem Leib vertrieben. Aber dann hätte ich wahrscheinlich die Wut der Nachbarn erfahren - Eis aufhacken kann nämlich ganz schön laut werden. Oder hat euch noch nie jemand mit dem Enteisen seines Wagens und dem dazu laufenden Motor in den frühen Morgenstunden genervt? Mich schon!

Aber es wäre so schön, wenn man schon keinen Schlaf findet, wenigstens sein Hirn entlüften könnte. Als letztes Jahr frischer flaumiger Schnee auf die Terasse gefallen ist, habe ich mit Blick über den Wienerwald voller Lust geschaufelt - hat ja keinen Lärm gemacht? Und danach war ich einfach benommen von der Müdigkeit, der vielen sauberen Frischluft und den straffen Muskeln - wow, war das ein Erlebnis - richtig prickelnd. Nun sitze ich aber da mit einem prickelnden Glas Riesling, lasse die Muskeln der 10 Finger erzittern und fühle nach einer Bowen-Behandlung einen nicht enden wollenden Muskelkater im kompletten Brustraum.

Ich soll den Schmerz zulassen und nicht verarbeiteten Heilungsprozess zulassen heißt es da - na wohl bekomms. Ich hoffe, morgen in der Früh habe ich kein Auto voller Eis und muß mich nicht verkrümmen, um endlich das Gefährt auf Trab zu bringen. Heute habe ich in jedemfall kunstvoll das Auto bestiegen, da sich bloß eine Tür halbwegs ohne Schwierigkeiten öffnen ließ und die Sonne bzw. die Temparaturen zu keiner Hilfestellung bereit waren. Allerdings wenn ich mehr darüber nachdenke und ich morgen tatsächlich nicht das Haus verlassen kann, könnte ich es ja untertags mal probieren, die Treppe vom Eis zu befreien. Vielleicht helfen jedoch ein paar Stoßgebete gen Himmel und steigende Temperaturen greifen mir etwas unter die Arme - naja vielleicht doch nicht so gut, schließlich ist meine bereits gender-angehauchte Tochter ganz stolz auf Ihre Schneefrau und hat ihr heute nach der Schule noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen, damit sie nicht so traurig und einsam im Garten friert ;-)
Jetzt hab ich’s! Wir brauchen ein “Play Resort” für schlaflose Seelen. Deren gibt es ja sicher genug und nicht jeder will gleich in eine Disco und Fitnesscenters sperren meist um 22.00 Uhr ihre Pforten - haben wohl noch nie etwas vom Bio-Rhythmus und dergleichen gehört. Es soll ja mehrere geben, deren Uhren etwas anders ticken und was ist mit all jenen, welche erst dann zum Leben erwachen, wenn die Lichter in der City aufleuchten?! Also, wenn es so ein Angebot gibt, dann sag’t mir Bescheid - ich bin der erste Stammgast und probier’s mal aus.

Vielleicht wähle ich ja dann doch noch das Bett zu später Stund. In diesem Sinne wünsche ich allen QUAX-Blog-LeserInnen eine Gute Nacht!

Kinder-Kultur zum Nulltarif!

geschrieben von: Edith Schillinger - am 7. Januar 2010
Edith Schillinger

Regelmässigen Quaxblog-Lesern dürfte es schon aufgefallen sein: Ich habe eine Vorliebe für kulturell angehauchte, kindertaugliche Veranstaltungen. Aber die meisten Angebote für Theater, Museum, Konzert & Co kosten halt einiges, und in Zeiten wie diesen laufen die Ausgaben für solche Events sowieso auf Sparflamme. Grund genug für eine Übersicht zum Jahresbeginn, was man 2010 GRATIS so alles erleben kann:

Jänner:
Mein Sohn möchte im Fasching als Indianer gehen - passt ja wunderbar zum Kinder-Sonntag unter dem Motto „Zu Gast bei den Sioux” im Museum für Völkerkunde (24.1., 10 - 13 Uhr), wo neben der Kinderführung durch die aktuelle Sitting Bull-Ausstellung auch Rätselspiel, Bastel- und Mitmachstationen warten. Für Kinder ist alles kostenlos, Erwachsene kommen mit der Aktionskarte von WienXtra ebenfalls gratis rein.

Februar:   
Höchste Zeit, uns die Ausstellung „Es fliegt, es fliegt” im ZOOM-Kindermuseum anzuschauen. Denn erstens läuft sie nur noch bis 21.2. und zweitens ist seit Anfang des Jahres der Ausstellungs-Eintritt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene frei!
Vielleicht schaffen wir es sogar am 27.2. zum Aktionstag ins Technische Museum, wenn ein ROTE NASEN Clowndoctor die Kids durch die Ausstellung „body.check” begleitet. Menschen bis 19 Jahre zahlen neuerdings generell keinen Eintritt, die Erwachsenen allerdings schon.

März:
Bisher haben wir es leider noch nie dorthin geschafft, aber für 2010 fix am Plan: das Literaturfestival für junge LeserInnen im Palais Auersperg (11.-17.3.), wo bei Gratis-Eintritt eine Vielzahl an Lesungen, Workshops, Kreativstationen,  Bilderbuchkino usw. geboten werden.

April:
Ebenfalls im ZOOM Kindermuseum werden in Zusammenarbeit mit Siemens 2010 Kindermatineen abgehalten, z.B. am 25.4. mit dem Kinderkonzert “Die Piraten sind los” von Mai Cocopelli und Geraldino. Eintritt ist frei, freiwillige Spenden kommen einem karitativen Zweck zugute.

Mai: 
Ist zwar noch nicht sicher, aber vielleicht starten im Mai ja wieder die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper auf den Platz davor. Wir haben uns 2009 die erste Hälfte vom Ballett “Schwanensee” angeschaut und würden dieses nette Angebot bei ausgewählten Aufführungen 2010 gerne wieder nutzen.

Juni:
Im Essl Museum in Klosterneuburg steht am Wochenende 12./13.6. das jährliche Sommerfest auf dem Programm. Parallel zur Schau von Niki de Saint Phalle erwartet die Gäste entsprechende Kinderführungen und ein offenes Atelier - letztes Jahr haben wir dort herrliche 3,5 Stunden verbracht! Bis 2.2.2010 ist der Eintritt ins Museum im Rahmen des 10jährigen Jubiläums übrigens noch komplett frei, die regelmäßigen Kinder-Workshops usw. allerdings nicht.

Juli + August:
Der Hochsommer steht wie immer unter dem Zeichen des Wiener Ferienspiels, das auch viele Attraktionen in kultureller Richtung zu bieten hat. Außerdem freuen wir uns schon auf das Filmfestival am Wiener Rathausplatz, wo auch durchaus kindertaugliche Aufführungen gezeigt werden. Ein weiterer Tipp wäre die Donaubühne in Tulln, wo z.B. letztes Jahr das Theatro Piccolo mit “Charlotte Ringlotte” einen umjubelten Gratis-Auftritt hinlegte.

September: 
Im September findet traditionellerweise das Literaturfestival “Rund um die Burg” statt. In den letzten Jahren hat - neben vielen anderen Kinderbuch-Autoren - Marko Simsa im eigenen Kinderzelt sein jeweils neuestes Musik-Bilderbuch in sehr attraktiver Weise präsentiert. Warum sollte das heuer anders sein…?

Oktober:
Hier im Blog war bereits 2009 vom Tag der offenen Tür der Wiener Sängerknaben zu lesen. Für Interessierte wird sicher auch im kommenden Herbst das Portal zum Augartenpalais weit aufgemacht, um den Besuchern u.a. eine Kostprobe des sängerischen Könnens zu gewähren.

November:
Ein buntes Programm aus den Bereichen Theater, Lesung, Tanz, Musik uvm. bietet das jährlich stattfindende Lesofantenfest, das über 2,5 Wochen lang durch die verschiedenen Zweigstellen der Wiener Büchereien tourt. Im Jahr 2008 haben wir in der Hauptbücherei zwei Theatervorstellungen allererste Güte genossen. Und alles kostenlos!

Dezember:
Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit bringen die Wiener Kinderfreunde ein eigenes Kindermusical ins ehrwürdige Raimundtheater - zum Nulltarif. Letzten Advent war es “Wow, Mimmo“, ein reizendes Hundemusical mit wunderbaren Charakteren. Meine Kids reden immer noch mit Vorliebe so “schä g’scheat” wie der steirische Rodel-Joschi - mal sehen, was sie sich für heuer ausdenken…

Also, Sparefrohs zücken am besten gleich den Rotstift und tragen sich die besten Termine in den Kalender ein…
So wird das neue zu einem wirklich frohen Jahr!