Liebe(n) ist schön

geschrieben von: doalittle - am 7. August 2009
doalittle

Schon mal verliebt gewesen?

Vielleicht schon im Kindergarten, der Schule oder gerade eben erst?

Wer kennt sie nicht – die Momente, in welchen wir zu keiner Konzentration fähig sind. Die Gedanken im Kopfe rotieren. Wir träumen! Der Puls beginnt in gewissen Momenten zu rasen oder man hat das Gefühl, zugeschnürt zu sein und keinen Ton herauszubringen. Und dann sagen wir Dinge, und wundern uns, wer gerade gesprochen hat! Man weiß einfach nicht mehr, was mit einem los ist. Man ist einfach von der Rolle! Oder wie es die Burschen sagen: Wow geil! (Das sagen zur Zeit gerade alle meine Kleinen – muß wohl „in“ sein ?!)

Wie schlimm muss dieser Zustand erst in jungen Jahren sein. Als Erwachsener hat man meistens, v.a. als Frau eine Busenfreundin, welcher man sich anvertrauen kann. Sie holt einen auf den Boden zurück und wir können alles von der Seele sprechen. Männer tun das grundsätzlich überhaupt nicht. Sie sitzen meist am Felsen und blicken in die Ferne – na heutzutage vielleicht doch eher vor dem Fernseher und zappen – offensichtlich die moderne Art der Meditation. Und wem vertrauen sich dann Kinder an?

Da ist ein gewisses Einfühlungsvermögen nötig und wir müssen ihnen das Gefühl vermitteln, ernst genommen zu werden. Meine beiden Töchter waren bereits verliebt und beide meinen, sie hätten bereits die Liebe ihres Lebens gefunden. Erst zu später Stunde, wenn sie die Gedanken und Gefühle nicht mehr für sich behalten können, dann vertrauen sie sich mir an und wünschen sich festgehalten zu werden und Sicherheit zu erfahren. Sie fühlen sich im Wagen einer Hochschaubahn gefangen und wechseln zwischen Glücksgefühl und Traurigkeit.

Da hatte ich die Idee ein kleines Buch zu besorgen. Schließlich kann meine ältere Tochter bereits seit einigen Jährchen selber lesen und so hat sie sich mit dem Thema: „Kunst des Liebens“ von Erich Fromm auseinandergesetzt. Es ist ein wunderbares Buch und gar nicht leicht umzusetzen. Viele Gedanken daraus kennen wir ohnehin, aber diese zu leben ist eine andere Sache. Für die Erwachsenen habe ich ein besonders Gutes entdeckt, welches das Thema von der wissenschaftlichen Seite betrachtet: „Warum wir Lieben“. Naja, auch wenn ich jetzt weiß, dass sich in meinem Gehirn ein wahres Feuerwerk abspielt. Beim Gedanken an die „Große Liebe“ hilft es manchmal doch nicht weiter, mit den aufgestauten Gefühlen zurecht zu kommen. Das braucht seine Zeit!

Meine jüngere Tochter ist vom Babyalter an schon sehr sinnlich gewesen und hat natürlich diese Erfahrungen bereits im Kindergartenalter mit Ihrer großen Liebe auskosten müssen. Kinder gehen so erfrischend natürlich mit diesem Thema um! Aber wenn sie mit ihren Gedanken und Gefühlen nicht mehr klar kommen, brauchen sie unsere Nähe, Ruhe eine Tasse Tee und viel Geduld, ihnen zuhören zu können und unser Verständnis. Das braucht Zeit! Manchmal kann einem ein Vertrauensarzt helfen. Bisher ist es mir glücklicherweise gelungen die Themen daheim zu besprechen. Ich hoffe, es bleibt so. Im wesentlich hilft es den Kleinen aufzuzeigen, dass wir im Leben vieles lieben können, wie z.B.: Tiere, Pflanzen, Naturschauspiele und nicht zu vergessen: das Leben!

Ein Satz unseres Pfarrers anlässlich einer Sonntagsmesse in den vergangenen Wochen hat mir dazu sehr gut gefallen: „Öffnet weiterhin Eure Herzen, auch wenn Ihr bereits verletzt wurdet. Nur dann leben wir!“

Ich freue mich sehr, von Dir einen Kommentar zu diesem Thema zu erhalten! Schreib mir doch, egal wie alt du bist! Du bleibst anonym! Oder gib in unser Such-Feld mal “Liebe” ein, du wirst staunen wieviel du zu diesem Wort auf Quax findest.

Schlagworte: , ,


3 Kommentare zu „Liebe(n) ist schön“

  1. Leserin ;-) sagt:

    Da hast du ein gutes Thema gewählt ;-) Die Liebe. Ein Thema das jeden beschäftigt. Egal ob alt oder jung, Frau oder Mann. Und das ist ja auch gut so. Es gibt ja auch viele unterschiedliche Arten der Liebe. Ich denke dabei an die Mutter-Liebe (die erste Liebe im Leben jedes Menschen) - die Liebe zu seinen eigenen Kindern (die ja unbeschreiblich und unendlich tief ist; jede Mama weiß was ich damit meine; ich habe zwei Kinder und ich glaube jeder der mehrere Kinder hat wurde schon mal mit der Frage konfrontiert: Wen hast du lieber? Ich antwortete dann, dass ich jede liebe, weil sie so ist wie sie ist und zählte liebenswerte Eigenschaften jeder auf und das Herz einer Mama mit jedem Kind größer wird; also kein Grund zu glauben, dass irgendwer zu kurz kommt - dann die Liebe zu nahen, liebgewonnenen Verwandten - zu Freunden/innen (Ich finde es sehr wichtig richtig tolle, aufrichtige, vertrauenwürdige davon zu haben - Besonders in Krisenzeiten im Leben merkt man den Wert und die Ehrlichkeit u Aufrichtigkeit der Freundschaft, aber natürlich auch bei freudigen Ereignissen ist es wundervoll, wenn man diese teilen kann) -
    und natürlich die Liebe zum Partner (eine wirklich große Herausforderung; abwechslungsreich; ich denke diese Art der Liebesbeziehung ist mit den meisten Höhen und Tiefen verbunden; wenn man jedoch GEMEINSAM den Dreh rausbekommt wie’s miteinander funktioniert ist sie erfüllend; jeder sollte bereit sein sich auf den anderen einzulassen mit ganzem Herzen. Lebenslange Arbeit (im positiven) denke ich. Toi Toi für jeden!!
    All diese Arten der Liebe stehen in keinster Weise zueinander in Konkurrenz und sind alle wichtig und wundervoll für ein glückliches Leben.
    u.v.m. Natur, Tiere, Hobbies,….. individuell fortzusetzen…

    Das tolle bei der Liebe ist ja, dass man sie einfach so verschenken kann - gratis aber nicht umsonst, denn man bekommt sooo viel zurück. Schon alleine die Erfahrung Liebe an einen Menschen zu verschenken bringt einem selbst ja enorm viel Glück. Und wenn eine Liebe auf Gegenseitigkeit beruht ist das wunderschön. Jemanden zu lieben erfordert natürlich auch Mut (da bin ich ganz deiner Meinung). Man muss bereit sein sich zu öffnen und das Risiko einzugehen verletzt werden zu können. Jedoch ein Leben ohne Liebe wäre unvorstellbar, leer und unerfüllt.
    In diesem Sinne: Viel Spaß beim LIEBEN ihr Lieben ;-)

  2. doalittle sagt:

    Entschuldige, dass ich dir so lange nicht geantwortet habe. Aber ich war vom ersten Moment, als ich deinen Kommentar gelesen habe, sehr berührt davon. Ein sehr persönlicher und berührender Beitrag, den du hier geschrieben hast. Liebe hat uns Menschen wohl immer schon extrem berührt und wird von Pylosophen, Dichtern, Songwritern, etc. immer wieder behandelt. Kinder lieben natürlich und aufrichtig, brauchen aber auch immer wieder Bestätigung. Und wahrscheinlich ändert sich das bei uns Erwachsenen auch kaum. Wir brauchen ja auch immer wieder das Gefühl geliebt zu werden und sein. Und wir haben auch ein großes Herz um mehrere auf einmal zu lieben, oder?

  3. Gast sagt:

    In Japan kann man für 3 Tage in Krankenstand gehen, wenn man verlassen wurde und besonders großen Liebeskummer hat.

Kommentieren