Engel in weiß oder doch bunt und glitzernd

geschrieben von: doalittle - am 13. November 2009
doalittle

Ach ja, Engel - das verbinden wir doch alle mit unserer Kindheit. Manche kennen sie sogar, ohne Flügel - aber sie sind da und allgegenwärtig. Gut, ich bin gerade sehr beeinflusst, von Robbie Williams Comeback einem Buch von Cecelia Ahern “Zwischen Himmel und Liebe” und natürlich der Vorbereitung auf die Erstkommunion meines kleinen Mädchens.

Aber wer hat nicht von Engeln geträumt, ein Schutzengerl herbeigesehnt. In der Winterzeit erinnern wir uns wieder vielfach daran und die wunderbare Schneelandschaft verbinde ich immer mit eindrucksvollen Erlebnissen. Sobald der erste Schnee vorsichtig den Erdboden zudeckt und eine stabile flaumige Hülle darauf liegen bleibt, werfen sich meine Kleinen hinein, strecken Arme und Beine aus und formen Engelsfiguren. Ganz besonders toll sind sie von einem Balkon aus zu betrachten und ich geniesse es sehr. Vor ein paar Tagen hat mein älterer Sohn bereits stolz seinen ersten Schneemann gebaut. Dieser hat eine beachtliche Größe von 12 cm erreicht! Wer bietet mehr ;-) Wenn ich dann noch einen wohlig warmen und duftenden Punsch in Händen halte und das Knistern des Holzes in der Feurschale wahrnehme und meinen Geschmackssinn wieder auf die vorweihnachtliche Zeit sensibilisieren kann, dann meine ich bereits die Nähe der Engel wahrzunehmen. Das Liebste ist mir am verschneiten Winter die Sanftheit der Natur. Alles ist gedämpft, wirkt sauber und strahlt eine gewisse Ruhe aus. Es muss nicht einmal die Sonne dazu scheinen und auch eine empfindliche Kälte ist bei einer entsprechend dicken Schneedecke, vorzugsweise Neuschnee, zu ertragen und lädt zum Verweilen im Freien ein.

Meistens erwische ich mich mit den Kindern dabei, dass wir sehr spät, wenn schon lange die Dunkelheit eingebrochen ist, den Einkehrschwung Nachhaus schaffen. Total erschöpft, aber mit rosigen Wangen, freuen wir uns dann auf eine gut bürgerliche österreichische Küche und schaffen es dann gerade noch ins Bett. Manchmal schlafen wir mitten in der Zeile einer GuteNachtGeschichte friedlich zusammen kuschelnd ein.

So und nun wißt ihr, warum ich gerade Angebote für einen solchen Winterurlaub einhole. Weihnachten werden wir daheim im gewohnten Ritual und im Kreise der Familie verbringen, aber danach sehnen wir uns schon nach den oben beschriebenen Erlebnissen. Nachdem man diese in der Nähe einer Großstadt nur schwer findet, juhuuuu, ab in die tief verschneite österreichische Bergwelt. Ich bin schon neugierig, wohin es uns dieses Jahr verschlagen wird.

Das einzige was ich mir noch wünsche: Einen Engel, welcher mich mit den Kindern begleitet, mit uns die Freude teilt und die Nähe, Sicherheit und Wärme schenkt. Diese Dinge fehlen mir derzeit so sehr und ich brauche sie dringend als Kraftquelle für das neue Jahr.

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2 Kommentare zu „Engel in weiß oder doch bunt und glitzernd“

  1. verenanneli sagt:

    ich muss immer an eine ganz besondere stimmung denken - im sommer, am abend, wenn die wolken vom abendrot angestrahlt ganz rosa sind. “dann bakcen die engerln für weihnachten” haben meine oma und meine mama uns kindern immer erzählt und ich bin im auto auf der heimfahrt von irgendeinem tollen wochenendausflug gesessen und hab mir die himmliche backstube und die herumwuselnden engel mit zucker und mehl verschmierten gesichtern und schokofingern vorgestellt - so wie meine schwester und ich beim kekse backen. wenn ich darüber so nachdenke, bin ich ein bisschen sentimental, weil erwachsen sein ja nun leider nicht immer so rosig und auch weniger bunt und phantasievoll ist. aber die erinnerung bleibt und hinterläßt ein gutes gefühl im bauch. wenn meine tochter eines tages groß genug ist, werde ich ihr auch die geschichte von den backenden engerln erzählen und hoffe, sie macht sie genauso glücklich wie mich damals!

    • doalittle sagt:

      Das ist eine wunderschöne Geschichte und ich bin mir sicher, dass sich deine Kleine über diese Geschichte genauso freuen wird, wie du.

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