Archiv für Oktober 2009

Wellnesshotels Österreich - Auszeit für Mama & Papa

geschrieben von: Freigeist - am 30. Oktober 2009
Freigeist

Wer kennt das nicht … wir rennen wie der Hamster im Hamsterrad und funktionieren mehr, als dass wir leben. Doch manchmal brauchen auch Mama & Papa eine Auszeit vom Alltag. Und gerade dann, als es keiner von uns vermutet hätte, drehten sich im letzten Frühsommer plötzlich ein paar Termine um und völlig unerwartet bot sich uns ein freies Wochenende.

Kurzerhand war für die ganze Familie Tapetenwechsel angesagt - nicht nur für uns, sondern auch für die Kinder, die sich auf ihr Wochenende bei der Lieblingsoma im Burgenland genauso freuten, wie mein Mann und ich uns auf unser erstes romantisches Wellness Wochenende in Österreich seit der Geburt unserer Zwillinge vor fünf Jahren. Ein Wellnesshotel in der Steiermark sollte es werden, dort wo das herrlich warme Thermalwasser blubbert.

Mit Glück ergatterten wir noch ein Zimmer im damals neu eröffneten Falkensteiner Hotel & Spa Bad Waltersdorf im oststeirischen Thermenland. Das war auch nah genug beim Heimatort meiner Schwiegermutter, um im Notfall schnell anrücken zu können. Doch Gottseidank war das nicht nötig und wir konnten die Tage unbeschwert genießen: Lange schlafen, gut essen und die restliche Zeit in der 2.300 m² großen Acquapura SPA Wellness- und Wasserwelt verbringen - das war unser Plan. Kein Stress und keine Hektik. Alles war wunderbar - bis auf eines: Ich konnte mich angesichts der riesigen Auswahl an Wellness-Anwendungen nicht entscheiden. Doch die Ladies im SPA-Bereich haben mir eine wirklich wohltuende Massage empfohlen: die eineinhalbstündige Kräuterstempel-Massage, die Teil der hoteleigenen Linie „Steirische Natur-Wellness” ist. Dabei wird das traditionelle Wissen um die Heilkraft verschiedener Naturprodukte aus der Steiermark mit den Techniken moderner Gesundheitsanwendungen kombiniert und in Form von speziellen Massagen, Packungen, Peelings, Bäder usw. angeboten.

So spontan war es leider schwierig, noch mehr Termine zu vereinbaren. Generell wird nämlich empfohlen, die Behandlungen bereits einige Tage im Voraus zu reservieren. Schade eigentlich, denn die „Süße Verführung”, ein Ganzkörper-Pflegezeremoniell mit Schokolade für zwei Personen, hätte mich schon noch irgendwie gereizt… Vielleicht das nächste Mal, denn wir haben damals beschlossen, zumindest alle drei Jahre ein Wochenende zu zweit in einem Wellnesshotel in Österreich zu verbringen - das sind wir uns einfach schuldig.

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Hotel & SPA Bad Leonfelden

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Der virtuelle Keuschheitsgürtel

geschrieben von: doalittle - am 28. Oktober 2009
doalittle

Für viele von uns haben sich mit der Etablierung des Internetzugangs daheim unendliche Möglichkeiten aufgetan. Es ist zeit- und ortsunabhängig mit wem wir Kontakt aufnehmen. Selbst wie wir gerade aussehen und uns fühlen ist irrelevant.

Einige Zeit konnte ich beobachten, wie wichtig der telefonische Kontakt für viele von uns war, sodaß wir das mobile Telefon einfach überall mitnahmen und damit jederzeit erreichbar sein konnten. Das ist für viele zum Teil lästig geworden, sodaß
sie das Telefon abschalten und damit unerreichbar sind. Dieses Verhalten kann Vorteile aber auch Nachteile mit sich bringen, wie sie jeder von uns sicher schon mal erlebt hat. Allerdings möchte ich die Stimme als wesentlichen Bestandteil der Kommunikation nicht missen. Manch einer ist vielleicht schon vom Zauber einer Stimme mitgerissen worden. Dieses Medium geht aber beim Verfassen von Briefen oder emails verloren - schade. Dafür haben wir beim Verfassen von Texten mehr Zeit zur Verfügung. Der Text kann mehrmals gelesen und korrigiert werden und keinesfalls geht man ein gewisses Risiko ein, außer falsch verstanden zu werden.

Vor kurzem habe ich “gut gegen Nordwind” und “die siebente Welle” von Daniel Glattauer gelesen (wer gerne lacht, muß diese Bücher unbedingt lesen). Und kürzlich war erst der Film “email an dich” zu sehen. Hier kann man sehr gut nachvollziehen, wie intensiv eine Beziehung zwischen zwei Menschen werden kann und somit das Internet seine Vorteile zur Geltung bringt.
Derzeit macht mir vor allem Sorge, dass viele zwischenmenschliche Beziehungen und Freundschaften unter dem allgemein verbreiteten Zeitmangel leiden. Als alleinerziehende Mutter habe ich dieses Kommunikationsmittel erfolgreich eingesetzt, um den Kontakt zu meinem Freundeskreis aufzubauen, aufrecht zu erhalten und sogar zu verbessern. Zuerst stand ich der Plattform “Facebook” sehr skeptisch gegenüber. Aber nach intensivem Auseinandersetzen bin ich überzeugt, dass man in der vernetzten Welt “Facebook” unter Berücksichtigung ein paar Spielregeln sehr vorteilhaft einsetzen kann. Allerdings gebe ich zu Bedenken, dass für viele diese Art der Vernetzung zum Teil sogar unüberschaubar geworden ist.

Frederique Vester läßt grüßen.

Was hat das alles mit dem virtuellen Keuschheitsgürtel zu tun?
Nun ich denke mir, dass die Kirche ihre Freude daran haben müßte. Wir können unsere Beziehungen aufbauen, unseren potentiellen Auserwählten besser kennenlernen und den Gefühlen freien Lauf lassen, ohne vorehelichen Sex zu betreiben oder gar ein Kondom zu verwenden ;-)

Was kann uns Eltern schon besseres passieren - lassen wir unsere Kinder doch einfach Chatten! Für alle Eltern hier der Link zu den wichtigsten emoticons: der Code der LOL Generation

Schwangerschaftstagebuch Teil 4

geschrieben von: Australia - am 27. Oktober 2009
Australia

Mittlerweile haben wir die Halbzeit überschritten und sind in der 21. ssw angelangt.

Heute hatten wir einen 3/4 D Schall und haben sehr beeindruckende Bilder zu sehen bekommen. Eins davon möcht ich euch zeigen 3d-schall-wien-babybub-joel-27102009-quax

Man kann schön deutlich die Wirbelsäule, Rippen, re Oberschenkel sehen und den linken Arm hat er seitlich angezogen.

Und noch eines von unserem BigFoot

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Der Kleine Babyfuß mit den fünf Zehen misst schon eine stolze Länge von 3,23 cm!

Und unser Zwerg hat sich endlich geoutet - wir kriegen nochmals einen Jungen :-)

Familien-Skiurlaub in Kärnten

geschrieben von: Freigeist - am 22. Oktober 2009
Freigeist

Freunde von uns schwören ja schon seit Jahren auf Kärnten im Winter. Wir haben unseren Skiurlaub in Österreich bisher immer nördlich des Alpenhauptkammes verbracht, denn uns war das südlichste Bundesland bezüglich der Schneesicherheit ehrlich gesagt zu unsicher. Doch für den heurigen Skiurlaub haben wir umdisponiert und suchen uns nun auch ein Hotel in Kärnten. Denn durch die modernen Beschneiungsanlagen, die eine Schneegarantie bis ins Frühjahr hinein versprechen, ist uns unser Gegenargument abhanden gekommen. Außerdem wandelten wir uns durch unsere Kinder (vielleicht hat es auch etwas mit dem Alter zu tun?) von rasanten Pistenflitzern zu gemütlichen Genuss-Schifahrern, die sich auch gerne mal die Sonne auf den Overall (oder die Schicht darunter) scheinen lassen. Und da wären wir im sonnenverwöhnten Kärnten ja bestens aufgehoben.

Nun stellt sich also die Frage, wohin mit uns? Bezüglich Schigebiet haben wir drei Hauptkriterien: es soll kinderfreundlich sein, aber auch möglichst alle Pisten-Schwierigkeitsgrade und damit eine gewisse Auswahl an Pisten aufweisen, damit uns Eltern - während sich der Nachwuchs im Skikurs vergnügt - auch nicht langweilig wird. Nachdem wir uns einen ersten Überblick verschaffen konnten, haben wir die Auswahl auf die beiden Schigebiete Katschberg bzw. Nassfeld-Hermagor eingegrenzt.

Jetzt heißt es, eine geeignete Unterkunft zu finden, wobei uns hier wiederum wichtig ist, dass wir die Skier nicht allzu weit bis zur nächsten Gondel schleppen müssen. Und dabei sind uns die Falkensteiner Hotels ins Auge gestochen, mit denen wir schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben (mehr dazu ein andermal). Ein Hotel in Nassfeld fällt besonders auf: das Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia, das optimal neben der Seilbahn-Talstation liegt und ein Erlebnis für alle Sinne verspricht. Während das Carinzia also zweifellos als Wellness-Tempel zu bezeichnen ist, dürften die beiden Falkensteiner Hotels am Katschberg noch etwas familienfreundlicher ausgerichtet sein: Sowohl das Hotel Cristallo als auch der Club Funimation Katschberg bieten viele Annehmlichkeiten für Kinder und die Lage mitten im Skigebiet ist auch ideal. Die Entscheidung zwischen diesen beiden Häusern steht noch aus. Auf jeden Fall freuen wir uns schon recht auf einen Familien-Skiurlaub im sonnigen Kärnten!

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Katschberg - Winterurlaub in Kärnten

Familienhotel Cristallo am Katschberg

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Ein Blick unter den Matrosenanzug

geschrieben von: Edith Schillinger - am 20. Oktober 2009
Edith Schillinger

Mein Sohn Gregor rühmt sich in unserer Familie gerne damit, den höchsten Ton von uns vieren hervor zu bringen. Allerdings handelt es sich dabei um ein fürchterlich schrilles Quietschen. Selbst meine Versuche, solche Bewerbe zwischen ihm und seiner Schwester in Richtung harmonisches Tonleiter-Wettsingen umzupolen, bringen kaum Besserung. Vergangenen Freitag bot sich dann endlich die Gelegenheit, den Kids einmal anhören zu lassen, wie hübsch  „Hoch-Singen” eigentlich klingen könnte…  denn das können die Wiener Sängerknaben ja wohl am allerbesten!

Einmal im Jahr öffnen die Sängerknaben die Türen zu ihrem Palais im Wiener Augarten und erlauben einen Blick hinter die Kulissen des weltberühmten Chors im Matrosenanzug. Eigentlich sind es vier parallel geführte Konzertchöre (Haydn-, Mozart-, Bruckner-, Schubertchor) mit je rund 25 Mitgliedern, die im Augartenpalais ihren vorübergehenden Lebensmittelpunkt finden: Hier wird gemeinsam gesungen, gelernt, gegessen, gespielt, geschlafen. Solange, bis sich der Stimmbruch einstellt, dann heißt es Abschied-Nehmen.

Am Tag der offenen Tür kamen meine Kinder und ich also in den Genuss eines kleinen Konzerts des Haydn-Chors. „Was singen die da eigentlich?”, wollte Astrid plötzlich mitten im Konzert von mir wissen. „Kyrie Eleison”, flüsterte ich geheimnisvoll zurück und erntete dafür ein fragendes Stirnrunzeln. Auch wenn sie kaum etwas davon verstanden haben, was da gesungen wurde, hat der Auftritt die Kids mächtig beeindruckt. Besonders, dass sich die Buben trotz der verschiedenen Stimmen nicht gegenseitig beim Singen rausbringen, hat ihnen große Bewunderung abgerungen. Das klingt doch weit schwieriger, als der „Bruder Jakob”-Kanon, an dem wir uns beim Autofahren gelegentlich versuchen…

Nach zwei kirchlichen Liedern und einem beschwingteren Calypso besuchten wir die gelungene Aufführung des Singspiels „Die Maske des Pharaos” der ebenfalls im Augartenpalais untergebrachten Musikvolksschule. Während hier noch Mädchen zugelassen sind, werden ins anschließende Gymnasium nur noch die sängerisch begabtesten Buben aufgenommen.

Schließlich waren die Kinder neugierig, wie denn die Internats-Zimmer der Knaben aussehen, in die wir im Rahmen einer Hausführung tatsächlich einen Blick werfen durften. „Die sind eh sympathisch”, meinte Astrid beim Anblick eines für meine Begriffe doch recht klein geratenen Dreibett-Zimmers. Was mein Töchterchen dabei lockte, war natürlich die Aussicht auf die obere Etage in einem Stockbett - davon träumt sie schon lange.

Außerdem erfuhren wir, wie ein Tag im Leben eines Sängerknaben so aussieht: Nach dem Frühstück um 7 Uhr beginnt um 7.30 Uhr die Schule, zwischen 11 und 13 Uhr ist die tägliche Chorprobe angesetzt. Nach dem Mittagessen wird der Nachmittag wiederum von Unterricht, Lernzeiten, Solo-Stimmbildung bzw. - falls am Abend ein Auftritt, z.B. in der Staatsoper ansteht - von einer vorgeschriebenen Ruhepause bestimmt. Die karge Freizeit beschränkt sich auf die Zeit nach dem Abendessen um 18 Uhr bis zur Nachtruhe um 21.15 Uhr. Spiel- und Sportplätze, Funcourt, Wutzler, Billardtisch, Turnsaal und sogar Schwimmhalle sind zwar vorhanden und werden auch gerne genutzt, es wäre aber sinnvoll, wenn das Singen vor Publikum wirklich zu den persönlichen Hobbys zählt! Das würde ungemein helfen, ein durchgeplantes Leben wie dieses mit Freude zu führen.

Was meine Kids am meisten am Sängerknaben-Dasein reizen würde, sind die vielen Konzertreisen in die ganze Welt. Rund 11 Wochen des Jahres verbringt jeder der vier Chöre auf Tournee. Amerika, China, Japan, dazwischen Konzerte in allen Ecken und Enden Europas  - das wär schon was! Also beschließen meine beiden - Sohn und Tochter (!) - tatsächlich Wiener Sängerknaben zu werden.

Allerdings währte diese Euphorie nicht allzu lange, denn nachdem wir uns am nächsten Abend im Fernsehen „Barbie und die drei Musketiere” angeschaut haben, wollten beide unbedingt Musketiere werden. Und so gab es gestern - als Astrid in einem Freundebuch ihren Traumberuf angeben sollte - nur eine ehrliche Antwort: „… der ändert sich ständig.”

Die Wiener Sängerknaben kannst du übrigens jeden Sonntag um 9.15 Uhr bei einer Messe in der Hofburgkapelle live erleben. Oder vielleicht kommen Sie wieder einmal nach Minopolis, so wie letzten Advent…

Verliebt, verlobt, verheiratet …. geschieden/Teil 2

geschrieben von: doalittle - am 16. Oktober 2009
doalittle

Eine Hochschaubahn der Gefühle - das habe ich schon mal geschrieben. So geht es mir zur Zeit. Endlich fand das klärende Gespräch bezüglich einer einvernehmlichen Trennung statt. Zuerst einmal telefonisch und am Wochenende werden die Details schriftlich festgehalten werden. Nachdem ich die Gelegenheit hatte meine anfänglichen emotionellen Anfälle unter Kontrolle zu bekommen und v.a. der Kinder wegen eine gewisse Gelassenheit im Umgang mit meinem Partner gezeigt habe, fand das Gespräch ziemlich emotionslos statt. Trotzdem fühlte ich nach Beendigung des Gespräches einen starken Schmerz in der Magengegend, Eiszapfen als Finger und eine totale Kälte hat mich je eingeholt. Schrecklich, aber wie es scheint ein notwendiger Prozess.

Ich bin froh, dass wir auch ohne Mediatoren geschafft haben, eine Gesprächsbasis zu finden. Schlimm ist vor allem für mich die Entscheidung, wo ich in Zukunft wohnen werde. Aber hier werde ich mich wohl der Plus-/Minus-Listenmethode bedienen. Denn das Visualisieren der Dinge hat mir schon in vielen Krisensituationen geholfen.  Plötzlich nehmen gesagte und gedachte Dinge ganz andere Dimensionen an. In jedem Fall bringt jede Entscheidung eine Änderung mit sich. Es geht hier vor allem um Minimierung  potentiell möglicher Problemfelder und der Kompromissfreudigkeit aller Betroffenen, v.a. unter Berücksichtigung der Kinder. Denn sie sind keine kleinen “Erwachsenen” und gehen mit dieser Thematik einfach anders um als wir.

Glücklicherweise haben wir kein Problem mit der räumlichen Nähe, da mein (in Bälde) Ex-Mann kaum bei uns ist. Er kommt für ca. 30 h alle 6 - 8 Wochen zu Besuch. Für die Kinder eindeutig zu kurz, aber vielleicht fällt ihnen gerade deshalb die Trennung nicht so schwer. In Wahrheit wird sich für uns nicht viel ändern, da ich schon seit der Geburt unseres 2. Kindes eine Wochenendbeziehung geführt habe und die Alleinerziehung für mich Alltag war. Viele werden sich jetzt vielleicht fragen: “Na warum ist sie ihm nicht gefolgt - ist ja eh mit den Kindern daheim”

Nun, ganz so abwegig ist diese Frage nicht und ich habe meinen Mann nach Brüssel mit einem Kind und nach England mit drei Kindern begleitet. Allerdings kam dann die Schulpflicht und ein weiteres Kind. Das Netzwerk in meinem Heimatort hat eine enorme Bedeutung für mich gewonnen. Und aufgrund der starken Reisetätigkeit meines Ex-Mannes wäre ich auch in der Fremde die meiste Zeit allein geblieben, so bevorzugte ich die Heimat. Vieles habe ich aus fernen Ländern an interkulturellem Know-How mitgenommen und diese Erfahrungen werden mir hoffentlich in meiner zukünftigen kreativen Tätigkeit zu Gute kommen. Derzeit ermutige ich noch viele Studierende dazu, eine Reise ins Ausland zu unternehmen. Es gibt so vieles trotz der voranschreitenden Globalisierung zu erkunden und ich erfreue mich immer wieder von anderen Ländern und dortigen Menschen Neues zu erfahren und lernen. Ich muss nur mit offenen Augen und im Beisein aller Sinne auf Entdeckungsreise gehen.

Und schließlich kennen wir alle die gemütlichen Treffen mit unseren Freunden zum Gedankenaustausch - “Na wie war dein Urlaub?” Apropos Urlaub: bei diesem Kälteeinbruch fühle ich mich doch fast urlaubsreif und wünschte mir ein Kuschelwochenende mit einem Besuch im Dampfbad. Du auch?

Each raindrop is a kiss from heaven - Erntedank

geschrieben von: doalittle - am 11. Oktober 2009
doalittle

Wenn wir nach dem ersten Gedanken einen solch verregneten Sonntag Morgen beginnen, kann er nur schön werden. Ich erinnere mich noch mit Glückseeligkeit daran, wie gern sich meine Kleinen an einem warmen Sommertag in den Regen gestellt haben und die weichen Regentropfen betrachtet und an ihrem Körper gefühlt haben, mit Ihren kleinen Händchen in den Pfützen gepatscht haben. Der Weg vom oder zum Kindergarten konnte an solchen Tagen ein wenig länger dauern als gewöhnlich. Und so gut konnten Gummistiefel gar nicht sein, dass ein Garderobewechsel danach nötig war! An solchen Tagen hatte ich immer sehr viel Spaß mit den Kindern. Wenn wir mit den Augen der Kinder umhersehen, dann könnten sich alle viel mehr an den einfachen Dingen in Ihrer Umgebung erfreuen.

Schon einmal von Eckart von Hirschhausen (ich muß immer wieder an Münchhausen ;-) denken) gehört? Zum Geburtstag habe ich von meiner Freundin ein Buch von Ihm geschenkt bekommen – „Glück kommt selten allein …“ – ich kann dieses nur weiterempfehlen. V.a. in Zeiten, wo sich viele von uns in einem Hamsterrad befinden, erkennen viel zu wenige das Glück um sich herum. Ganz nebenbei hat er einen sehr humorvollen Ansatz an dieses Thema heranzugehen, sodass die Kinder immer wieder fragen und unbedingt wissen wollen, was mich so zum Lachen gebracht hat.

Gerade sind die Kinder dabei einen passenden Korb zu finden und zu befüllen. Schließlich wird heute bei uns Erntedank gefeiert. Die Apfel- und Nussernte ist in unserem Garten reichlich ausgefallen, was dazu führt, dass der Korb klein genug sein sollte (den sonst werde ich diesen als Schwergewicht tragen müssen). Vergangenes Wochenende wurde auch der Tag des Tieres (Welttierschutz) begangen. All das erinnert mich an das Thema Nachhaltigkeit. Wieviel Verantwortung tragen wir? Nämlich jeder einzelne von uns - was konsumiert und damit auch was produziert wird. Natürlich müssen wir immer wieder auf das uns zur Verfügung stehende Budget achten. Aber auch unseren Kindern helfen wir dabei, wenn nicht immer alles gekauft und konsumiert wird – nach dem Motto „Wünschen können wir uns Vieles – erfüllt wird nur Weniges“

Sogar die EU tüfftelt an einem neueren und aktuelleren Maßstab als dem BIP (Bruttoinlandsprodukt) – den dieser sagt z.B. gar nichts darüber aus, ob jenes Land die CO²-Kriterien erfüllt, welches Produkte importiert und vertreibt, die in ihrer Produktion in einem anderen Land eine Menge Schadstoffe ausstoßen und Ressourcen verbrauchen. Mir hat als Jugendliche immer wieder die Kampagne „JA zu A“ so gut gefallen. Und heute finden wir hoffentlich wieder dazu. Denn ich möchte im Supermarkt meine kurz zur Verfügung stehende Zeit nicht damit verbringen, auf den Etiketten nachzulesen, ob diese Produkt aus der näheren Umgebung stammen. Letztes Jahr haben wir zum Beispiel in der Klasse meines Sohnes den Schwerpunkt in der Gesunden Jause so gewählt, dass nur saisonal aktuelle Obst- und Gemüsesorten verwendet wurden. Dazu habe ich die passenden Etiketten erstellt, damit die Kinder den Namen der ausgewählten Sorten kennenlernen können und dazu erfahren, welche positiven Auswirkungen diese auf unsere Gesundheit haben. In diesem Sinne werden wir heute ganz bewußt feiern.

Und wenn Du heute noch immer nicht weißt, was Du heute beim schlechten Wetter mit den Kindern unternehmen sollst – sieh einfach auf unsere Schlechtwettertippseite, am besten in Deiner näheren Umgebung.

Die Seele und (Sehn)sucht

geschrieben von: doalittle - am 3. Oktober 2009
doalittle

Warum haben wir eigentlich Angst uns zu spüren? Ich weiß es nicht? Heute habe ich offensichtlich die Sturmzeit erlebt und die Kinder haben es genossen. Mama war ausgelassen wie schon lange nicht und wir haben eine Menge miteinander gelacht. Bei mir hat der Alkohol Gott sei Dank blos die Auswirkung, extrem müde zu werden. Davor bin ich aber für die Kinder fast wie ein Clown. Das heißt nicht, dass diese Wirkung bei jedem so ist. Heute habe ich mich beim Sturm einfach nicht  zurückhalten können.
Nun heißt es, ab in die Federn und mit den Kindern genüsslich einschlummseln. Warum aber greifen wir überhaupt zu Suchtmitteln?
Wahrscheinlich ist ein Gefühl der Unbeholfenheit im Spiel? Oder ist es einfach nur die Angst davor sich zu spüren? Nicht immer fühlen wir uns glücklich, obwohl wir uns danach sehnen. Oder wir haben Sehnsucht nach Geborgenheit. Ist das der Grund warum wir nach Ersatzgenußmitteln greifen? Ich weiß es nicht und hab es auch noch nicht genau studiert. Die Wiederkehr der Seele im wahrsten Sinne erfährt allerdings eine Rennaisance. Viele von uns sind ohne Glauben aufgewachsen. Und nun suchen wir nach spiritueller Erfüllung oder ähnlichem. Wir sind eben mehr als nur Körper. Uns umgibt mehr als nur Materie. Aber dies läßt sich nur schwer  beschreiben und begreifen.

Viele meinen, die Augen sind der Fenster zur Seele. Aber wer kann uns schon so in die Augen sehen, damit er begreift, wie wir fühlen. Ich denke, dass ist nur selten der Fall. Und als ich einst das Gefühl hatte, es hat mir jemand in die Seele gesehen, habe ich es mit der Angst zu tun bekommen. Im wahrsten Sinne hat man meine  Privatspähre betreten. Gestern habe ich davon geträumt in den Armen eines geliebten Menschen eingeschlafen zu sein und bin in der Früh so entspannt und ausgeruht wie schon lange nicht mehr aufgewacht. Dieser hat wohl meine Seele erblickt und weiß auch in den Träumen mich zu berühren.